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epa08182128 Jessica Mann (R), one of the three woman  accusing former Hollywood producer Harvey Weinstein of rape, arrives to court with Manhattan District Attorney prosecutor Joan Illuzzi-Orbon (L) to testify in Weinstein's sexual assault trial at New York State Supreme Court in New York, New York, USA, 31 January 2020. The trial, which is in its second week, is based on sexual assault and rape allegations of two separate women.  EPA/JUSTIN LANE

Jessica Mann ist eine der beiden Hauptzeuginnen im Weinstein-Prozess. Bild: EPA

Zeugin berichtet von schweren Sexualverbrechen Weinsteins



Im Prozess gegen Harvey Weinstein hat eine der beiden Hauptzeuginnen dem früheren Hollywood-Mogul erneut schwere Sexualverbrechen vorgeworfen. Weinstein habe sie 2013 vergewaltigt, sagte die Schauspielerin Jessica Mann am Freitag unter Tränen vor Gericht in New York.

«Er hat sich auf mich drauf gelegt und sich in mich hinein gedrängt», sagte Mann. Zudem habe Weinstein sie weitere Male sexuell belästigt und manipuliert. Der frühere Hollywood-Filmmogul beobachtete die Aussage konzentriert, schüttelte hin und wieder den Kopf.

Es habe alles mit einer Bitte für eine Massage begonnen, erzählte Mann. Dann habe er sie zu Oralsex gezwungen in einem Treffen, bei dem sie dachte, es gehe um eine Filmrolle. Je mehr sie sich gewehrt habe, desto wütender sei er geworden. Sie habe deshalb einen Orgasmus gespielt, «um aus der Situation herauszukommen».

Wochen später habe er sie erneut vergewaltigt. Dabei habe er Medikamente benötigt, um eine Erektion zu bekommen. «Ich war sehr wütend innerlich und hatte Angst», so Mann, «aber ich hatte zu diesem Zeitpunkt bereits aufgegeben.»

Weinstein bestreitet Vorwürfe

Jessica Mann ist eine der beiden Hauptzeuginnen, auf deren Aussagen die Staatsanwaltschaft ihre Anklagepunkte aufgebaut hat. Die andere, Mimi Haleyi, hatte bereits in der vergangenen Woche geschildert, wie Weinstein sie 2006 in seinem New Yorker Apartment vergewaltigt und zum Oralsex gezwungen habe.

Der frühere Filmmogul bestreitet alle Vorwürfe. Seine Verteidiger versuchen, die Glaubwürdigkeit der Zeuginnen in Frage zu stellen. Sie argumentieren weiter, dass Mann und Weinstein eine einvernehmliche Beziehung hatten.

Am Ende entscheiden die zwölf Geschworenen über Schuld oder Unschuld. Bei einer Verurteilung droht Weinstein lebenslange Haft. Mehr als 80 Frauen haben Weinstein seit 2017 sexuelle Übergriffe vorgeworfen und damit die weltweite #MeToo-Bewegung ausgelöst. (sda/dpa)

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Vier Beweise, dass Weinsteins Verhalten kein Geheimnis war

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