«Kann die Bitch nicht lesen?» Lisa Kudrow packt über Zeit am «Friends»-Set aus
Die US-amerikanische Schauspielerin Lisa Kudrow, bekannt als Phoebe Buffay aus der Erfolgsserie «Friends», sprach in einem Interview mit The Times offen über die dunklen Seiten am Set der weltberühmten Serie.
Mit dunklen Seiten meint die Schauspielerin vor allem das Verhalten des Autorenteams, das fast ausschliesslich aus Männern bestand.
Da die Serie vor Live-Publikum aufgeführt wurde, seien die Autoren sehr erpicht darauf gewesen, dass ihre Stücke so umgesetzt wurden, wie sie sich das wünschten, so Kudrow. Dabei hätten sie sich auch mit Beleidigungen nicht zurückgehalten. «Wenn man den Text vermasselte oder sie nicht die perfekte Reaktion bekommen hat, sagten sie Dinge wie ‹Kann die Bitch nicht fucking lesen? Sie versucht's nicht einmal. Sie hat meine Zeile versaut›», erzählte Kudrow «The Times».
Auch hätten die Autoren Kudrows Schauspielkolleginnen Jennifer Aniston und Courteney Cox objektifiziert und in erniedrigender Weise über sie gesprochen. So sagt Kudrow «The Times»: «Wir wissen, dass hinten im Raum die Jungs lange wach blieben und ihre sexuellen Fantasien über Jennifer und Courteney diskutierten. Es war heftig.»
Bereits 1999 klagte die Autorenassistentin Amaani Lyle gegen «Friends», weil sie rassistische Diskriminierung und sexuelle Belästigung von Seiten der Autoren erlebt habe. Die Klage wegen Belästigung wurde 2006 vor Gericht abgewiesen.
