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«Kebab, Moschee, wir haben die Nase voll» – Extremisten prägen Islam-Debatte in Frankreich

Unter dem Motto «Stopp dem Islamismus» marschierten am Sonntag der rechtsextremen Gruppierung «Génération Identitaire» auf den Pariser Strassen. Der Marsch war die Reaktion auf die Kundgebung «Stopp der Islamophobie» einer Woche zuvor.

Stefan Brändle aus Paris / ch media



epa08003916 Members of far right group Generation Identitaire (GI), march behind a banner reading 'Face Islamists, Defend France' during a demonstration against 'Islamization and terrorism' in Paris, France, 17 November 2019. 'Generation Identitaire' group is known to organize actions against migrants or the Muslim community in France.  EPA/CHRISTOPHE PETIT TESSON

«Frankreich verteidigen» fordern die Demonstranten der Rechtsaussen-Gruppierung «Génération Identitaire». Bild: EPA

Wird der Islam radikaler – oder eher die Debatte darum? Die Frage stellt sich in Frankreich im Zuge gegensätzlicher Kundgebungen. Am vergangenen Sonntag gingen in Paris 500 Anhänger der rechtsextremen Gruppierung «Génération Identitaire» auf die Strasse. Der ungestörte Aufmarsch war nicht imposant, doch den Organisatoren ging es eher um die Wirkung in den sozialen Medien – und die ist sehr viel grösser, als es die etablierten Medien wahrhaben wollen. Die Slogans waren reisserisch: «Kebab, Moschee, wir haben die Nase voll», hörte man, oder: «Hier ist Paris, nicht Algerien.» Viele Spruchbänder richteten sich generell «gegen die Immigration von Marseille bis Calais».

Dabei stand die Demo offiziell unter dem Motto «Stopp dem Islamismus» – eine direkte Antwort auf einen Umzug eine Woche zuvor, der in Paris einen «Stopp der Islamophobie» verlangt hatte. Diese erste Kundgebung ihrer Art war mit 13000 Teilnehmern bedeutend stärker besucht.

Organisator war das «Kollektiv gegen Islamophobie in Frankreich» (CCIF). Seine jährlich erneuerte Liste physischer und verbaler Attacken gegen Moslems zeichnet ein drastisches Bild. Das letzte Beispiel lieferte Ende Oktober ein 84-jähriger Ex-Front-National-Kandidat, der vor der Moschee von Bayonne zwei Männer schwer verletzte.

Umstrittene Teilnehmer

epa08003933 Members of far right group Generation Identitaire (GI) hold posters of terrorists who perpetrated attacks in France during a demonstration against 'Islamization and terrorism' in Paris, France, 17 November 2019. 'Generation Identitaire' group is known to organize actions against migrants or the Muslim community in France.  EPA/CHRISTOPHE PETIT TESSON

Bild: EPA

Dem Demoaufruf folgten prominente Politiker wie Linkenchef Jean-Luc Mélenchon. Die Feministin Caroline de Haas zog ihre Unterschrift unter das Demo-­Manifest im letzten Moment zurück, als sie merkte, dass auch der umstrittene Imam Nader Abou Anas – der die Züchtigung von Ehefrauen rechtfertigt – zu den 50 Signataren gehörte.

Diskreditiert wurde die Demo auch durch Bilder teilnehmender Kinder mit einem gelben Stern an der Brust – eine höchst fragwürdige Parallele zur Judenverfolgung durch die Nazis. Der ehemalige CCIF-Direktor Marwan Muhammad brachte die Menge zudem auf einem Lieferwagen stehend dazu, «Allahu Akbar» (Allah ist grösser) zu skandieren. Die meisten Franzosen kennen diesen Ruf nur von Terroristen. Muhammad erklärte später, er habe mit seinem Auftritt im Gegenteil dazu beitragen wollen, dass sich die Moslems ihren Stolz auf ihre Religion nicht von Attentätern nehmen liessen. Seine Provokationsabsicht war aber unüberhörbar.

Gravierende Folgen

So drücken zunehmend Extremisten beider Lager der Islam-Debatte den Stempel auf. Ihnen geht es nicht um Argumente, sondern um Stimmungsmache: Der Aufmarsch der «Génération Identitaire» bestätigte implizit selber, dass Teile der französischen Bevölkerung durchaus eine ganze Religionsgemeinschaft stigmatisieren.

Das Kollektiv gegen Islamophobie wiederum muss sich nicht erst seit der Demo gegen den Vorwurf verteidigen, es stehe dem Milieu der ägyptischen Muslim-Bruderschaft nahe. Das verunmöglicht jede sinnvolle Debatte über die wirkliche Islamophobie. Laut einer neueren Umfrage erklären 40 Prozent der französischen Muslima und Moslems, sie seien schon rassistisch behelligt worden.

In dieser komplexen Debatte wird nur noch polemisiert und mit Schlagworten operiert. Die Rechtspopulistin Marine Le Pen unterstellte dem «Kollektiv gegen Islamophobie» – und damit auch allen Demonstranten –, sie marschierten «Hand in Hand mit Islamisten». Im Visier hat sie Linkspolitiker wie Mélenchon. Im Unterschied zu ihm hielt Sozialistenchef Olivier Faure Distanz zu dem Umzug; der grüne Europawahlgewinner Yannick Jadot verzichtete schliesslich auf seine angekündigte Beteiligung.

Die Linke ist in dieser Frage gespaltener denn je. Und das gilt für die ganze französische Gesellschaft. Mit gravierenden Folgen: Solange Extremisten beider Lager den Ton angeben, wird die Integration der schon immer ausgegrenzten Banlieue-Zonen noch illusionärer.

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162Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • djarik 23.11.2019 22:54
    Highlight Highlight interessante Feststellung einer Feministin,... :
    Die Linke in der Schweiz und in Europa muss sich entscheiden: Frauenrechte oder hohe Toleranz gegenüber dem Islam - entweder/oder; beides wird nicht gehen.

    Der sogenannt "moderate" Islam ist weltweit gesehen kaum von Bedeutung. Es ist anzunehmen das eher rückwärtsgewandte, konservative Kräfte den "moderaten" Islam in Europa, als Vorwand für mehr Aktzeptanz, unterstützen.

    Dabei muss man aber die Moslems als Menschen nicht abstempeln und diskriminieren.
    • Satan Claws 24.11.2019 10:05
      Highlight Highlight @djarik

      "Die Linke in der Schweiz und in Europa muss sich entscheiden: Frauenrechte oder hohe Toleranz gegenüber dem Islam - entweder/oder; beides wird nicht gehen."

      Weshalb muss man sich entscheiden, es geht problemlos beides?
    • Kruk 24.11.2019 13:55
      Highlight Highlight Und wie kommen Sie darauf?
      Mehr rechte für Frauen und toleranz gegenüber Minderheiten (Männer und Frauen) die das westliche Geschlechterbild nicht teilen schliessen sich nicht aus.
      Da gibt es übrigens sehr viele nichtmuslime die ein weit steinzeitlicheres Frauenbild vorleben.
      Oder darf ich sie Fragen was sie genau nicht kompatibel finden.
      Wichtig ist doch das die gleichberechtigung gesetzlich festgehalten und umgesetzt wird.
      Danach soll jede Frau in selbstbestimmung darüber entscheiden können wie sie leben will.
    • Ueli der Knecht 24.11.2019 13:59
      Highlight Highlight Vorzugaukeln, sich für Frauen oder Schwule einzusetzen, im damit seine Islamophobie zu kultivieren, hilft weder den Frauen noch den Schwulen sondern ist schlicht rassistisch und somit Menschen verachtend.

      "Der sogenannt "moderate" Islam ist weltweit gesehen kaum von Bedeutung."

      So so... das behauptest du ohne jeden Beleg. Ich behaupte demgegenüber, dass 99.9% der Muslime einen moderaten Islam leben. Deine diesbezügliche Falschaussage dient auch nur dazu, deine Islamophobie zu rechtfertigen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • 044 508 39 39 het sie gseit 23.11.2019 20:05
    Highlight Highlight Betende Muslime in Paris. Ich verstehe die Franzosen.
    Ich bin auch erstaund darüber, dass nicht mehr Kritik von seiten der sonnst so präsenten Feministinnen kommt.
    Es scheint hier ein ideologisches Problem vorzuliegen.
    Benutzer Bild
  • Skip Bo 23.11.2019 19:05
    Highlight Highlight NZZ 26.10.2019
    "Ein von der EU finanzierter Bericht diskreditiert Kritiker eines extremistischen Islams. Saïda Keller-Messahli wird als islamophob bezeichnet."

    Der Begriff "islamophob" als Keule um ungeliebte Kritiker Mundtot zu machen ist derzeit angesagt.
    • Ueli der Knecht 23.11.2019 22:43
      Highlight Highlight "Saïda Keller-Messahli wird als islamophob bezeichnet."

      Das ist jedenfalls nicht falsch, Skip Bo.

      Es geht nicht darum, ungeliebte Kritiker mundtot zu machen, sondern ihre Kritik richtig einzustufen, nämlich als unsachlich und destruktiv.

      Sie darf sich natürlich weiterhin blamieren, solange sie ein Bedürfnis danach verspürt. Bei Leuten wie dir kommt das ja gut an.
    • Satan Claws 23.11.2019 23:31
      Highlight Highlight @Skip Bo

      Und zu sagen man werde Mundtot gemacht ist der Beweis, es eben nicht zu sein.
  • MBär 23.11.2019 18:29
    Highlight Highlight Würden wir in der Schweiz den Islam als Staatsreligion anerkennen, könnten dessen Gemeinden auch Steuern erheben, wie die Kirchensteuer. Damit würden sich der hiesige Glaubensgemeinschaften selber finanzieren können und wären nicht von Geldern aus dem Osten abhängig sein, welche mit Auflagen verknüpft sind. Sie wären daher viel unabhängiger! Sie könnten einfacher eigene Religionslehrer ausbilden, nach ihren Vorstellungen, nach den hiesigen Gegebenheiten. Es würden weniger "Gelehrte" aus anderen Ländern kommen und einen mit den hiesigen Grundsätzen nicht kombinierbaren Islam predigen.
    • Saerd neute 23.11.2019 19:57
      Highlight Highlight .....nach ihren Vorstellungen, nach den hiesigen Gegebenheiten.......


      Das ist naiv. Der Koran hat auch wenn er in der Schweiz gelehrt wird genau den gleichen Inhalt wie anderswo auf der Welt. Unsere Kultur und auch unsere Gesetzgebung basiere aber letztendlich auf der auf der christlichen Religion und sind nicht kompatibel mit der Scharia ( Rechtsordnung vom Koran).
      Es entstehen daher parastaatische Gebilde wie es in Frankreich, Belgien und Schweden zu beobachten ist.
    • Oxymora 23.11.2019 20:23
      Highlight Highlight @MBär

      Dass Ungläubige (Gottfreie/Religionsfreie) Kirchensteuern abliefern müssen, sollte längst recycelt werden. Religiöse sollen ihre Religion selbständig erhalten können. Oder Ihre Götter für einen Kredit anfragen. Weitere Religionen mit Privilegien auszustatten wäre nur eine weitere Umverteilung von den Arbeitenden zu den Religionen.

      Was ändert es an den Religionen, wenn in sie in der Schweiz gelehrt werden?


      Staaten unser Zeit sollten Bildung und Eigenständiges Denken fördern und nicht religiöse Gehirnwäsche. Schade um die Schweiz, wenn sie zum Reduit für Religiöse Extremisten mutiert.
    • Satan Claws 24.11.2019 00:33
      Highlight Highlight @Saerd neute

      Humanismus ohne Gott ist einfach, das Gegenteil ist jedoch unmöglich weil er ja der Schöpfer ist.

      Sprich, unsere Gesetze werden nicht durch Gott geprägt sondern durch Humanismus. Nicht der Kirche haben wir diese Errungenschaft zu verdanken. Eine gewisse Schnittmenge kann so natürlich nicht vermieden werden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • B-Arche 23.11.2019 17:40
    Highlight Highlight Die Identitäre Bewegung besetzt das Thema Islam, im Grunde geht es denen aber um viel mehr. Die Angst vor dem Islam soll dafür sorgen dass die Menschen d'accord gehen was die Identitären wollen (und in Deutschland den politischen Arm in Form der AfD haben):

    Es geht um die Ausweisung aller die nicht weiss und christlich sind mit rein europider/kaukasischer Abstammung. Alles andere sei "andere Kultur" und dürfte nur woanders in eigenen Grenzen sein. Durchmischungsverbot.

    Auch in der SVP resoniert das: "Dann kommen ja die Afrikaner" - Debatte zur Einbürgerung.
    • 044 508 39 39 het sie gseit 23.11.2019 21:23
      Highlight Highlight Barche

      Nicht nur völlig falsch was Sie da schreiben. Sie versuchen wohl absichtlich Desinformation zu streuen, um berechtigte Kritik an dieser Religion zu diskreditieren.
      Nein Danke, dafür.
    • Satan Claws 23.11.2019 23:35
      Highlight Highlight @trotztem sagen dürfen .

      T
      Machen Sie mit Ihrem Kommentar nicht dasselbe?
  • piatnik 23.11.2019 16:23
    Highlight Highlight das sind keine extremisten...das sind bürger!
    • Ueli der Knecht 23.11.2019 18:46
      Highlight Highlight "besorgte"....
  • Alter-Sack 23.11.2019 16:09
    Highlight Highlight Der Islam ist da. Unser Umgang ist aber meines Erachtens falsch. 1. Wir sollten den Islam als Staatsreligion zulassen. 2. Wir sollten die Imane bei uns in der Schweiz ausbilden. Die Ausbildung sollte mit unseren Gesetzen und unserer Kultur vereinbar sein. 3. Nach einer Übergangszeit sollten nur noch in der Schweiz ausgebildete Imane zugelassen werden. 4. Als Staatsreligion haben sie auch Steuereinnahmen, somit darf auch kein ausländisches Geld mehr in die Schweiz kommen. 5. Die Finanzierung der religiöser Tätigkeit muss nachweisbar sein. Es gibt viele Muslime die sich absolut korrekt verhalten
    • Jol Bear 23.11.2019 17:10
      Highlight Highlight Möglicherweise ein vernünftiger Vorschlag. Aber völlig realitätsfern, weil Vernunft in Glaubensfragen bei Vertretern von „einzig richtigen Religionen“ nicht vorkommt.
    • Smeyers 23.11.2019 17:22
      Highlight Highlight Bis jetzt fehlt auch von vielen gemässigten Imamen ein ernstes Zugeständnis zum Rechtsstaat und viele distanzieren sich auch nicht vom Antisemitismus gegen Juden-klar und deutlich. Erst dann kann man beginnen sie als Staatsreligion zu zulassen. Zuerst die Basics!
    • Ueli der Knecht 23.11.2019 18:48
      Highlight Highlight Zuerst mal bitteschön in der Schweiz die Parteien- und Politikerfinanzierung offenlegen! Das wäre bestimmt viel effektiver, um Extremismus abzuwehren (weil die SVP und deren Extremisten/Exponenten würden sich dann entlarven).
    Weitere Antworten anzeigen
  • Super 23.11.2019 13:52
    Highlight Highlight Yasmine Mohammed kann da schon zur Diskussion beitragen.
    Play Icon
  • Herr Ole 23.11.2019 13:37
    Highlight Highlight Die korrekte Übersetzung von allahu akbar ist nicht „Allah ist grösser“, sondern „Gott ist am grössten“.

    Das arabische Wort Allah „Gott“ wird häufig fälschlicherweise als Name des islamischen Gottes interpretiert. Dabei geht vergessen, dass arabische Christen ebenfalls zu „Allah“ beten.
    • Ueli der Knecht 23.11.2019 18:52
      Highlight Highlight Im Iran ist "Allahu akbar" ein Protestruf der unterdrückten Bürger gegen das regierende Mullah-Regime. Damit wollen die Iranern die verhassten Mullahs mit ihren eigenen Argumenten schlagen.

      https://de.wikipedia.org/wiki/Immanente_Kritik

      Ähnlich wie Luther den Papst bekämpfte. Mit der Bibel in der Hand und mit Gott.
    • Pitefli 23.11.2019 19:24
      Highlight Highlight Danke Herr Ole für die Richtigstellung. Genau so wie oft vergessen geht das Jesus, Sohn der Maria, im Koran als Prophet erwähnt wird.
    • Homer J. Simpson 23.11.2019 19:28
      Highlight Highlight Nein, Herr Ole

      Die wörtliche Übersetzung von Allahu Akbar ist: "Allah/Gott ist grösser".
    Weitere Antworten anzeigen
  • Kaspar Floigen 23.11.2019 12:21
    Highlight Highlight Können wir uns nicht einfach mal alle lieb haben?
    • piatnik 23.11.2019 16:29
      Highlight Highlight für was soll das gut sein?
    • Pitefli 23.11.2019 19:25
      Highlight Highlight Piatnik, für unsere Nerven.
    • P. Silie 23.11.2019 20:36
      Highlight Highlight @ Kaspar: Es erinnert irgendwie an das halbfertige Zitat: "Stell Dir vor es ist Krieg und keiner geht hin...." -> nötiger Zusatz: "Dann kommt der Krieg zu Dir".
    Weitere Antworten anzeigen
  • Freethinker 23.11.2019 12:14
    Highlight Highlight Ich glaube Europa tur gut daran, einen gemässigten Umgang mit dem Glauben im Allgemeinen zu etablieren. Extreme Imame gehören ausgeschafft und sollen mit einem lebenslangen Einreiseverbot belegt werden. Um unsere eigenen Extremen müssen wir uns kümmern. Multikulti kann nur funktionieren, wenn man keine extremen Positionen vertritt. Alle Anderen sollen wieder gehen oder gegangen werden.
    • Hans007 23.11.2019 16:26
      Highlight Highlight Sehr vernünftige Stellungsnahme, und auch die ganzen Mitteparteien sollten endlich wieder vernünftig über dieses Thema reden und so den ganzen Rechtsaussenparteien den Wind aus den Segeln nehmen. Das hat gar nichts mit Rassismus zu tun. Das gleiche gilt auch für die Migration.
  • Gender Bender 23.11.2019 12:05
    Highlight Highlight Wie können ernsthafte Menschenfreunde bloss mit dieser mörderischen Ideologie zusammenspannen und noch viel schlimmer, diese Ideologie verharmlosen und das unkritisierbare System des Islam mit der absurden Wortneuschöpfung "Islamophobie" übernehmen. Um dann anzufügen, dass Extremisten das Problem seien. Gedankenextremisten wollen sich in die Gehirne einnisten und genau das will dieser Text.
    • Herr Ole 23.11.2019 13:31
      Highlight Highlight Was ist denn so schlimm an den Nicht-Extremisten?
    • Things will be different when I take over the worl 23.11.2019 19:51
      Highlight Highlight Das frage ich mich bei allen Religionen. Ich kann wirklich nicht verstehen, wie man so etwas Menschenfeindliches glauben kann.
    • Satan Claws 24.11.2019 00:13
      Highlight Highlight @Gender Bender

      "absurden Wortneuschöpfung"?

      Phobien sind keine Wortschöpfungen sondern Ängste und Sie wollen mir sagen es gäbe keine Angst vor dem Islam?

      Eine mutige These.
  • Froggr 23.11.2019 11:34
    Highlight Highlight Mag sein, dass das Extremisten sind. Dies ändert jedoch nichts an der Sache, dass ihre Anliegen ganz und gar nicht extremistisch sind. Ich hoffe gewisse Menschen verstehen langsam, dass sich diese Zwei Fakten nicht ausschliessen.
    • PVJ 23.11.2019 14:19
      Highlight Highlight Was bezeichnet denn einen Extremisten, wenn nicht extremistische Anliegen?
    • Ueli der Knecht 23.11.2019 14:39
      Highlight Highlight Die Anliegen sind dumm. Und sie basieren auf Verschwörungstheorien, wie zB. dass Muslimbrüder planen, die Bevölkerung in Europa auszutauschen.

      Solche Verschwörungstheorien sind der Nährboden zunächst für extremistische Demos wie diese, dann aber schliesslich auch zu extremistischen Gewalt- und Terrortaten (wie gehabt).

      Doch Froggr: Wer solche Verschwörungstheorien als "nicht extremistische" oder gar als legale Anliegen verharmlost, der ist ebenso ein Extremist.

      Man kann nicht mit Nazis mitlaufen und vorgaukeln, man sein nur ein besorgter Bürger. Das ist extremistische, braune Verlogenheit.
    • Gubbe 23.11.2019 16:39
      Highlight Highlight Ueli der Knecht
      Das gab es schon mal. Der Islam (Araber) nistete sich mit Hilfe der islamisierten Mauren in Spanien ein. Schon damals war die Idee, weiter auf europäischen Boden vorzudringen da. Die Spanier konnten sie aber wieder zurückschlagen. Von den Mauren ist ein maurischer Baustil übrig geblieben. Wie einer meinen Lieblingsweine, Mauro.
    Weitere Antworten anzeigen
  • no-Name 23.11.2019 11:23
    Highlight Highlight Oh, haben wir da Dynamiken (Dynamiki? Dynamika?) wie in den Zwischenkriegsjahren?

    Gefällt mir gar nicht. 🤨
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 23.11.2019 11:22
    Highlight Highlight «Kebab, Moschee, wir haben die Nase voll»
    Ihr müsst Kebab halt mit dem Mund essen!

    Die Debatte wird als von religiösen Fundis und Identitären dominiert... Nice, dass kann ja nur gut kommen....
  • Burial 23.11.2019 11:11
    Highlight Highlight Ehrlichgesagt, habe ich den Artikel nicht gelesen... ABER, wie zum Teufel kann man genug von Kebab haben?? 😂 😂 😂
    • la vérité 23.11.2019 12:23
      Highlight Highlight Alle die sich überlegen was sie essen!
    • Ueli der Knecht 23.11.2019 12:49
      Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
  • Füdlifingerfritz 23.11.2019 11:06
    Highlight Highlight Ich freue mich auf die vielen Solidaritätabekundungen gegenüber dem rechtsextremen und Wutbürgern. Wie man den Kommentaren im Artikel über die Facebook-Kritik von Sacha Barom Cohen entnehmen kann, sind solche Leute ja unschuldig was ihre Worte und Taten angeht. Schuld sind gemäss Cohen und den meistern Usern die sozialen Medien. Da werden sich die Nazis und Islamktiker freuen...
    • mostlyharmless 23.11.2019 12:30
      Highlight Highlight Sie sollten mal Ihre Gedanken sortieren. Nur weil jemand Pepsi verabscheut, heisst es nicht dass er Cola mag.
    • Füdlifingerfritz 23.11.2019 14:02
      Highlight Highlight Sie haben mich leider falsch verstanden. Es geht darum, dass Gewalttätern neuerdings Absolution erteilt wird, wenn sie sich vor der Tat auf den falschen Internetseiten herumgetrieben haben. Ich halte das für Schwachsinn und eine gefährliche Entwicklung für unsere Justiz. Mit mögen oder nicht mögen hat das nichts zu tun. Es geht um Recht oder Unrecht. Und wenn jede Gewalttat zukünftig mit "Tja, auf FB hat jemand geschrieben ich solle das tun" entschuldigt werden kann, dann gute Nacht Zivilisation.
    • mostlyharmless 23.11.2019 14:22
      Highlight Highlight Wer erteilt diesen Tätern diese Absolution? Ich habe drüben beim Cohen-Artikel niemanden was über «die armen Täter – wissen gar nicht was sie tun» kommentieren sehen.

      Bitte erklären Sie es mir nochmal langsam, falls ich nicht verstanden habe.
    Weitere Antworten anzeigen
  • DemonCore 23.11.2019 11:05
    Highlight Highlight Der Islam ist inhärent politisch. Es ist nicht einfach nur eine Religion. Damit der jüngste Tag kommt und somit die Erlösung müssen zunächst die Juden verfolgt werden, so steht es in den Hadithen.

    Dr Islam ist auch ein Justizsystem. In diesem Justizsystem ist der Glaubensabfall bei Todesstrafe verboten.

    Der Islam ist auch ein Kult, der die wirtschaftliche und politische Diskriminierung un- und andersgläubiger vorschreibt.

    Es gibt keine Islamophobie (irrational), da Skepsis und Ablehnung des Islams ein Gebot der Vernunft und der Menschenwürde sind.
    • w'ever 23.11.2019 11:21
      Highlight Highlight @demon
      du darfst mich sehr gerne berichtigen, aber gemäss dem jüdischen glauben, sind alle alle anderen menschen zweiter klasse.
      also auch "ein Kult, der die wirtschaftliche und politische Diskriminierung un- und andersgläubiger vorschreibt."
    • Froggr 23.11.2019 11:32
      Highlight Highlight W‘ever: siehst du. Vielleicht ist der Christentum (heute) doch eine der Vernünftigsten und fortgeschrittensten Religionen.
    • Füdlifingerfritz 23.11.2019 11:35
      Highlight Highlight @ w'ever
      Und wir äusssert sich das im Alltag? Hunderte jüdische Anschläge auf Andersgläubige jedes Jahr? Nicht das ich wüsste. Und beim Islam? Genau... und das ist eben der relevante Unterschied.
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