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Haben Schlankmacher-Pillen 500 Menschen getötet? Prozess in Frankreich hat begonnen



epa07863774 French pulmonologist Irene Frachon poses with a book of Mediator victims' portraits during the opening day of the 'Mediator' trial at the Paris courthouse in Paris, France, 23 September 2019. The 'Mediator' trial over a scandal involving weight-loss and diabetes drug Mediator, after the medication is believed to be responsible for deaths of up to 2000 people, is scheduled for six months in the presence of 103 witnesses.  EPA/CHRISTOPHE PETIT TESSON

Viele Angehörige der Opfer treten als Nebenkläger auf. Bild: EPA

Die Verantwortlichkeiten bei einem der grössten französischen Gesundheitsskandale sollen nun vor Gericht aufgeklärt werden. Für viele Opfer dürfte der Prozess zu spät kommen.

Über 100 Zeugen, 376 Anwälte, fast 2700 Opfer als Nebenkläger: Im Skandal um gefährliche Schlankmacher-Pillen hat ein spektakulärer Strafprozess in Paris begonnen. Zwölf Beschuldigte müssen sich bis Ende April 2020 vor Gericht verantworten.

Zudem müssen elf Organisationen oder Firmen auftreten, darunter der Hersteller Servier und die nationale Agentur für Arzneimittelsicherheit (ANSM), wie französische Medien am Montag berichteten. Die Vorwürfe reichen von schwerem Betrug bis hin zu fahrlässiger Tötung.

Hunderte Tote

Die Pillen des Pharma-Konzerns Servier könnten allein in Frankreich den Tod von mindestens 500 Patienten verursacht haben. Zu diesem Schluss kam eine Studie der Aufsichtsbehörde für Medikamenten-Sicherheit schon zu Beginn des Jahrzehnts. Rechtsexperten würden inzwischen die Zahl von 1500 bis 2100 Toten nennen, berichtete die Tageszeitung «Le Monde».

Das Mittel soll unter anderem Herz- und Kreislaufschäden hervorgerufen haben. Mediator ist seit rund zehn Jahren in Frankreich nicht mehr auf dem Markt.

«Wir warten darauf, dass ein Strafrichter über die Vergehen entscheidet, die Servier vorgeworfen werden», sagte die aus der Bretagne stammende Fachärztin Irène Frachon dem Sender BFMTV. Die auf Lungenkrankheiten spezialisierte Ärztin trug wesentlich dazu bei, den Gesundheitsskandal aufzudecken. Sie verglich im Hospital Krankenakten und stellte die Verbindung zwischen bestimmten Krankheiten und dem Medikament her, das 33 Jahre auf dem Markt war.

Betrugsvorwürfe zurückgewiesen

Servier weist Betrugsvorwürfe zurück. «Das Pharmaunternehmen Servier hat niemals seine Patienten betrogen», sagte einer der Anwälte des Konzerns, François de Castro, laut Tageszeitung «La Croix». Das Unternehmen beschäftigt in der ganzen Welt 22'000 Mitarbeiter und macht einen Milliardenumsatz.

Beim Auftakt ging es in erster Linie um die Organisation des riesigen Prozesses, wie die Nachrichtenagentur AFP berichtete. Eine zentrale Figur, der Gründer des Pharmakonzerns Jacques Servier, kann sich nicht mehr verantworten - er starb vor gut fünf Jahren im Alter von 92 Jahren.

Der Pharmahersteller Servier hatte Mediator Mitte der 70er Jahre als Diabetes-Medikament auf den Markt gebracht. Es wurde jedoch auch häufig Übergewichtigen als Hungerzügler verschrieben. Schätzungen zufolge nahmen etwa fünf Millionen Menschen das Mittel ein.

Die Behörde für Arzneimittelsicherheit erinnerte daran, dass sie nach Enthüllung des Skandals 2011 umgebaut und umbenannt wurde. Es gebe nun strikte Regeln, um die Unabhängigkeit zu gewährleisten. Und es werde kein Geld von der Industrie angenommen. (aeg/sda/dpa)

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