Schweiz
International

Bundesrat setzt trotz US-Gerichtsentscheid zu Zöllen auf Verhandlungen

KEYPIX - epa12763357 US President Donald J. Trump, alongside Commerce Secretary Howard Lutnick (R), addresses a press conference about the Supreme Court's striking down of most of his tariffs in  ...
Donald Trump und seine Zölle: Eine Never-Ending-Story.Bild: keystone

Bundesrat setzt trotz US-Gerichtsentscheid zu Zöllen auf Verhandlungen

25.02.2026, 14:3825.02.2026, 15:04

Der Bundesrat will auch nach dem Entscheid des obersten US-amerikanischen Gerichts über die Importzölle mit Washington im Gespräch bleiben. In den kommenden Wochen sollen laut Bundespräsident und Wirtschaftsminister Guy Parmelin die Verhandlungen weitergeführt werden.

Eine erste Verhandlungsrunde habe in der Schweiz bereits stattgefunden, sagte Parmelin am Mittwoch in Bern vor den Medien. Am selben Tag nahm die Landesregierung vom Entscheid des Obersten Gerichtshofs der USA vom 20. Februar Kenntnis, wie der Bundesrat in einem Communiqué schrieb.

Der Justizentscheid sah die Aufhebung der von US-Präsident Donald Trump erhobenen länderspezifischen Zusatzzölle vor. Trump führte daraufhin auf anderer gesetzlicher Grundlage neue Zusatzzölle von zehn Prozent ein. Die neuen Zusatzzölle gelten gemäss Communiqué des Bundesrats seit Dienstag und sollen zusätzlich zu den bereits bestehenden Meistbegünstigungszöllen angewendet werden.

Im November einigten sich Bern und Washington darauf, dass die von den USA erhobenen Zölle nicht über 15 Prozent liegen dürfen. Um die politische Einigung juristisch zu festigen, soll ein rechtlich verbindliches Abkommen ausgehandelt werden.

Bundesrat will stabile Wirtschaftsbeziehungen

Die neuen Zölle sollen für 150 Tage Gültigkeit haben. Die US-Regierung hat angekündigt, handelspolitische Massnahmen gestützt auf andere Rechtsgrundlagen vorzubereiten. Gleichzeitig hat sie signalisiert, bestehende Handelsvereinbarungen – wie jene mit der Schweiz – bei der Umsetzung zu respektieren, wie der Bundesrat weiter schrieb.

Das Ziel der laufenden Verhandlungen bleibe, für die Schweizer Wirtschaft stabile Rahmenbedingungen auf dem US-Markt sicherzustellen und diese nach Möglichkeit zu verbessern. Der Bundesrat wird gemäss Communiqué die weiteren Entwicklungen und Auswirkungen analysieren und an einer der nächsten Sitzungen darüber beraten. (pre/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
So skurril kleiden sich die Trump-Fans
1 / 19
So skurril kleiden sich die Trump-Fans

Die selbst ernannten Trump-Girls.

quelle: instagram/ginamarie_xxo
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Das sagt Trump bei der «State of the Union»-Rede bezüglich seiner Niederlage bei den Zöllen
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
11 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
11
Du glaubst nicht, was in online bestellten Medis alles drin ist
Die Schweiz ist ein Pharmaland, trotzdem werden jedes Jahr Tausende illegale Medikamente aus dem Ausland beschlagnahmt. Viagra, Diätspritzen, Antidepressiva oder Anabolika – gefälscht wird alles, was Geld bringt, teils mit gefährlichen Inhaltsstoffen.
Ein Klick, ein Paket, viele Risiken: Jedes Jahr fängt die Schweiz Tausende illegaler Medikamente ab – bestellt im Internet aus aller Welt. Die SRF-Gesundheitssendung «Puls» beleuchtet den illegalen Medikamentenmarkt und seine Gefahren. Das sind die wichtigsten Erkenntnisse:
Zur Story