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Trump wirft US-Medien vor, mit dem Iran zusammenzuarbeiten

President Donald Trump speaks to reporters aboard Air Force One, Sunday, March 15, 2026, en route from West Palm Beach, Fla. to Joint Base Andrews, Md. (AP Photo/Mark Schiefelbein)
Donald Trump
Verträgt keine Kritik: US-Präsident Donald Trump.Bild: keystone

Trump wirft US-Medien vor, mit dem Iran zusammenzuarbeiten

US-Präsident Donald Trump hat seine Kritik an US-Medien wegen angeblicher Falschberichterstattung über den Iran-Krieg erneuert.
16.03.2026, 04:3916.03.2026, 04:39

Der Republikaner warf ihnen vor, vom iranischen Machtapparat mittels Künstlicher Intelligenz erzeugte Fake-Bilder und -Videos sowie Falschbehauptungen zu verbreiten – «in enger Abstimmung» mit dem Iran.

Der Iran sei dabei, den Krieg zu verlieren, und «die linksradikale Presse weiss das ganz genau, verbreitet aber weiterhin falsche Berichte und LÜGEN», schrieb der Präsident auf seiner Plattform Truth Social. Deshalb sei er begeistert, dass die Lizenzen einiger dieser «korrupten und hochgradig unpatriotischen »Nachrichten«-Organisationen» nun von der Medienaufsichtsbehörde überprüft würden.

Trump stört sich seit jeher an kritischer Berichterstattung über seine Politik, fordert regelmässig die Entlassung von Medienschaffenden und verklagte in seiner zweiten Amtszeit diverse Fernsehsender und Zeitungen. Während er unliebsame Journalisten und ganze Redaktionen als linksradikal bezeichnet, sehen Kritiker des Präsidenten die Pressefreiheit in den USA bedroht. Auch hat Trump in der Vergangenheit immer wieder selbst Falschbehauptungen und mittels KI erzeugte Bilder verbreitet, die ein falsches Bild der Realität zeichnen.

Medienaufsicht droht mit Lizenzverlust

Am Wochenende hatte die US-Medienaufsichtsbehörde Federal Communications Commission (FCC) wegen Berichterstattung über den Iran-Krieg den Druck auf Rundfunksender erhöht und ihnen faktisch mit Lizenzentzug gedroht. Wer Falschnachrichten verbreite, müsse damit rechnen, seine Lizenz zu verlieren, schrieb FCC-Chef Brendan Carr, ein Vertrauter Trumps, auf der Plattform X. Dafür wurde er heftig kritisiert. Zuvor hatte sich Trump über die Berichterstattung einiger US-Medien zum Iran-Krieg beschwert und dabei ausdrücklich die Zeitungen «New York Times» und «Wall Street Journal» genannt.

Die FCC vergibt in den USA Sendelizenzen für Fernsehen und Hörfunk. Inhaltliche Zensur darf sie nicht betreiben. Carr selbst hatte 2019 in einem X-Post betont, die Behörde dürfe Meinungsfreiheit nicht im Namen eines vermeintlichen öffentlichen Interesses regulieren. Laut dem Sender CNN hat die FCC seit Jahren keine Lizenzverlängerung verweigert. (sda/dpa)

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22 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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bokl
16.03.2026 06:38registriert Februar 2014
Wenn Fake-News und Lügen der Massstab sind hätte DT gar nie eine neue (zweite) "Lizenz" erhalten dürfen...
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Rethinking
16.03.2026 06:26registriert Oktober 2018
Rösti und die SVP verfolgen ziemlich dasselbe Ziel…
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Currywurstbrunnen
16.03.2026 06:44registriert Juni 2024
Einschüchterung, Gleichschaltung scheint das zu sein, was Trump zu erreichen versucht. Dazu kann er sich auf genügend skrupellose Handlanger verlassen. Während sich die Methoden noch unterscheiden, erinnert mich die Art und Weise stark an ein Regime vor 90 Jahren...
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