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Schlüsselfigur der US-Demokraten: Graham Platner gewinnt in Maine

Streitbare Schlüsselfigur der US-Demokraten: Graham Platner gewinnt in Maine

Er soll entscheidend zum Sieg der US-Demokraten bei den «Midterms» beitragen: Graham Platner hat seine Vorwahl im Bundesstaat Maine gewonnen und wird im November für einen Platz im Senat ins Rennen gehen.
10.06.2026, 07:2010.06.2026, 07:20

Bei rund 19 Prozent ausgezählter Wahlzettel lag Platner mit über 73 Prozent der Stimmen vorn, wie der Sender CNN berichtete. Auch andere Medien riefen Platner als Sieger aus. Auf dem zweiten Platz lag abgeschlagen mit 19 Prozent Janet Mills.

Democratic U.S. Senate candidate Graham Platner speaks during a primary election night watch party after winning the Democratic nomination Tuesday, June 9, 2026, in Blue Hill, Maine. (AP Photo/Robert  ...
Graham Platner gewinnt die Vorwahl in Maine.Bild: keystone

Für die Demokraten ist Platner eine Schlüsselfigur für die «Midterms». Bei den sogenannten Midterms wird am 3. November rund ein Drittel des Senats und das komplette Repräsentantenhaus neu gewählt. Wegen der aktuell knappen Mehrheitsverhältnisse der Republikaner in beiden Parlamentskammern könnte jedes einzelne Mandat darüber entscheiden, wer am Ende die Macht im Kongress hat. Es könnte also auf einige wenige Rennen ankommen. Eines davon erwarten die Demokraten in Maine. Sie rechnen sich Chancen aus, dass der politische Neuling Platner der Republikanerin Susan Collins ihren Sitz im Senat abnimmt.

Schwere Vorwürfe überschatten Wahlkampf

Dass Platner die Wahl gewinnen würde, war erwartet worden. Die amtierende Gouverneurin Mills hatte sich bereits Ende April aus dem Wahlkampf verabschiedet. Sie lag in Umfragen zurück und führte als Grund für ihren Rückzug fehlende finanzielle Mittel an.

Im Fokus stand viel mehr die Frage, wie viele Wähler und vor allem Wählerinnen sich trotzdem gegen Platner stellten. Denn Platner war zuvor wegen seines Umgangs mit Frauen in die Schlagzeilen geraten. Mehrere Ex-Partnerinnen hatten ihm laut der US-Zeitung «New York Times» einschüchterndes und verstörendes Verhalten vorgeworfen. Eine ehemalige Partnerin sprach auch von einer körperlichen Auseinandersetzung.

Der Veteran Platner gab zu, mit posttraumatischer Belastungsstörung und Alkoholmissbrauch zu kämpfen zu haben, wies jedoch Vorwürfe wegen Einschüchterung oder körperlicher Übergriffe zurück.

In der Kritik stand er zudem wegen eines Tattoos und dessen Ähnlichkeit zu einem Nazi-Symbol. Platner liess sich das Totenkopf-Symbol mittlerweile mit einem anderen Motiv überstechen. (sda/dpa)

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