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Gesundheit

Malaria: Mehr Fälle wegen Krieg und Klimawandel berichtet die WHO

Mehr Malariafälle wegen Krieg und Klimawandel

04.12.2025, 11:0104.12.2025, 11:01

In den vergangenen Jahren wurden im Kampf gegen die Tropenkrankheit deutliche Fortschritte erzielt. Doch biologische und menschengemachte Faktoren führen zu neuen Erkrankungen.

Vor allem in den Ländern Äthiopien, Madagaskar und Jemen stiegen die Fälle.
Vor allem in den Ländern Äthiopien, Madagaskar und Jemen stiegen die Fälle.bild: keystone

Die weltweite Zahl an neuen Malaria-Fällen ist voriges Jahr auf 282 Millionen gestiegen. Im Jahr 2024 erkrankten neun Millionen mehr Menschen an der Tropenkrankheit als 2023, wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf berichtete. Voriges Jahr starben weltweit 610'000 Menschen an Malaria.

Der Zuwachs an Fällen sei hauptsächlich auf Äthiopien, Madagaskar und den Jemen zurückzuführen, hiess es von Fachleuten der Uno-Organisation. In Äthiopien hing der Anstieg demnach mit der Resistenz des Erregers gegen Medikamente zusammen. In Madagaskar spielten laut den Experten Überschwemmungen und der Klimawandel eine Rolle. Und im Jemen sei das Gesundheitssystem durch den militärischen Konflikt im Land geschwächt, hiess es.

Der Malaria-Erreger ist ein Parasit, der durch Stechmücken übertragen wird. Die Krankheit verursacht hohes Fieber und Gliederschmerzen, sie kann medikamentös behandelt werden.

Milliarden Erkrankungen verhindert

Zur Vorbeugung dienen etwa Moskitonetze und Insektizide sowie Impfstoffe und präventive Medikamente. Mit solchen und weiteren Massnahmen konnten laut dem Bericht seit dem Jahr 2000 rund 2,3 Milliarden Erkrankungen und 14 Millionen Todesfälle verhindert werden.

Doch vor allem in Afrika breiten sich resistente Erreger aus. Dies stelle eine der grössten Herausforderungen im Kampf gegen Malaria dar, hiess es in dem Bericht. Der Kontinent ist weltweit am stärksten von der Krankheit betroffen.

Die WHO wies aber auch darauf hin, dass die drastischen Kürzungen von Hilfsgeldern durch die Vereinigten Staaten und andere Länder negative Auswirkungen auf Malaria-Massnahmen in betroffenen Ländern hätten. (sda/dpa)

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