International
Gesundheit

Pakistan lässt Ex-General Musharraf vorübergehend ausreisen

Nach Dubai zum Doktor: Pakistan lässt Ex-General Musharraf vorübergehend ausreisen

18.03.2016, 06:4218.03.2016, 06:52

Der wegen Hochverrats angeklagte frühere pakistanische Militärmachthaber Pervez Musharraf hat das Land nach Medienberichten zu einer medizinischen Behandlung in Dubai verlassen. Vor seiner Abreise am Freitag versprach der 72-Jährige, er werde zurückkehren.

Ab nach Dubai: Pakistans Ex-Militärmachthaber darf ausreisen.
Ab nach Dubai: Pakistans Ex-Militärmachthaber darf ausreisen.
Bild: SOHAIL SHAHZAD/EPA/KEYSTONE

«Ich liebe meine Heimat und werde in einigen Wochen oder Monaten zurückkommen», zitierte ihn die Zeitung «The Dawn». Die Regierung hat dem Ex-General erlaubt, das Land zu verlassen, nachdem das Oberste Gericht ein Ausreiseverbot aufgehoben und Musharraf versprochen hatte, sich nach seiner Rückkehr allen Vorwürfen gegen ihn zu stellen.

Musharraf hatte Pakistan nach seinem Putsch gegen Premierminister Nawaz Sharif von 1999 bis 2008 regiert. Dem Ex-Armeechef wird vorgeworfen, mit der Verhängung des Ausnahmezustands 2007 die Verfassung ausser Kraft gesetzt zu haben. Dies kommt laut Gesetz Hochverrat gleich. Der 72-Jährige weist die Vorwürfe als politisch motiviert zurück.

Musharraf war nach einem vierjährigen selbst gewählten Exil im März 2013 nach Pakistan zurückgekehrt, um bei der Parlamentswahl im Mai zu kandidieren. Daraufhin wurde er unter Hausarrest gestellt. In einem weiteren Verfahren muss er sich im Zusammenhang mit der Ermordung von Ex-Premierministerin Benazir Bhutto 2007 verantworten. (kad/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Shell-Chef warnt vor Benzinknappheit binnen Tagen – was das für die Schweiz bedeutet
Friedensgespräche hin oder her, die Strasse von Hormus ist für Tanker bis auf Weiteres nicht befahrbar. Shell-Chef Wael Sawan warnt vor baldigen Versorgungslücken in Europa. Noch zeigt man sich in der Schweiz relativ entspannt.
Der Erdölpreis sinkt wieder, die Börsen jubilieren und mindestens in der Welt der Finanzmärkte denken offenbar viele, dass der Krieg mit Iran bald vorüber sein könnte. Doch abgesehen vom Umstand, dass es für die von US-Präsident Donald Trump seit Montag zunehmend offensiv geäusserte Aussicht auf Friedensverhandlungen noch keine wirklich harten Belege gibt, spitzt sich die Versorgungslage auf den Energiemärkten weiter zu.
Zur Story