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Anders, aber glücklich: Ciera Dawn Swaringen.
Anders, aber glücklich: Ciera Dawn Swaringen.bild: facebook/ciera dawn swaringen

Wie es ist, anders zu sein? Sie kann ein Lied davon singen – und zwar ein fröhliches!

19.08.2015, 16:2920.08.2015, 14:16

Würden alle Menschen völlig gleich aussehen, wäre das Leben furchtbar langweilig. Doch wenn wir mal ehrlich sind, ist sich ein Grossteil der Menschheit eben doch sehr ähnlich. Und wenn plötzlich jemand daher kommt, der sich in irgendeinem Merkmal grundsätzlich von den meisten anderen Menschen unterscheidet, reagieren wir entsprechend irritiert.

Diese Erfahrung muss die 19-jährige Ciera Dawn Swaringen in ihrem Leben immer wieder machen. Denn sie leidet unter einer seltenen Hautveränderung, die sich «Konnataler Nävuszellnävus» nennt. Wie sich diese Veränderung äussert, muss die junge Frau niemandem erklären, denn man sieht es auf den ersten Blick:

In dem Ausmass wie bei Swaringen kommt die Hautveränderung nur bei einem von 500'000 Menschen vor. Grundsätzlich ist diese Form der Fehlbildung gutartig – und somit ungefährlich. Doch während Menschen, die eine ganz «normale» Haut haben, Muttermale einfach entfernen lassen können, ist es bei der 19-Jährigen anders. 

Schon früh haben ihr die Ärzte klargemacht, dass eine Entfernung der Flecken unmöglich ist. Denn ihr grösstes Exemplar reicht von der Hüfte bis zum Bauchnabel.

Somit bleibt dem Mädchen aus Rockwell, North Carolina, schon im Kindesalter nur eines übrig: Nämlich sich damit abzufinden, anders zu sein. 

Dass dies nicht immer ganz einfach gewesen ist, erzählt die junge Frau im Gespräch mit Hotspot Media: «Im Schulbus hat mich mal ein Junge ausgelacht und Dalmatiner genannt. Das hat wirklich an meinem Selbstbewusstsein gekratzt. Ich war noch jung und fühlte mich anders als alle anderen – als würde etwas nicht mit mir stimmen.»

Ohnehin seien es häufig Jungs, die als Erstes doofe Sprüche klopften. Einer habe mal zu ihr gesagt: «Du siehst dreckig aus, wasch dich mal.»

Inzwischen lässt sich die junge Frau von solchen Sprüchen nicht mehr runterziehen. Vor allem dank ihrer Familie hat sie gelernt, mit ihrem ungewöhnlichen Aussehen umzugehen: «Als ich in die Schule gekommen bin, hat meine Mutter gesagt, dass meine Muttermale Engelsküsse sind. Das ist mir immer hängengeblieben», so Swaringen.

Heute ist die 19-Jährige sogar stolz darauf, anders zu sein: «Schlussendlich hat jeder von uns irgendetwas Ungewöhnliches an sich – sei es innerlich oder äusserlich.» Mit der Zeit habe sie gelernt, dass die meisten Menschen, die sie anstarren oder gemeine Sachen zu ihr sagen, das nur tun, weil sie es nicht gewohnt sind, mit Menschen wie ihr konfrontiert zu sein.

Swaringens Muttermale wachsen im Moment noch stetig weiter – und es kommen regelmässig neue hinzu. Doch weil sie ihre Teenagerzeit nun langsam hinter sich hat, hofft die junge Frau, dass das bald ein Ende hat.

Weil sie an ihrer Schule einen Vortrag über ihre seltene Hautveränderung halten möchte, hat sie neulich angefangen, dazu zu recherchieren. Dabei ist sie auf eine Reihe von Leidensgenossen gestossen: «Ich hoffe, dass ich demnächst zu einer entsprechenden Konferenz gehen kann und dort Leute treffe, die so wie ich sind.»

(viw)

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