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EU stellt Griechenland 700 Millionen Euro Nothilfe für die Flüchtlingskrise bereit



Zur Linderung der Flüchtlingskrise will die EU-Kommission Mitgliedsstaaten wie Griechenland mit insgesamt 700 Millionen Euro unter die Arme greifen. Davon sollen 300 Millionen Euro schon in diesem Jahr fliessen, teilte die Brüsseler Behörde am Mittwoch mit.

Weitere 200 Millionen Euro werden jeweils in den beiden folgenden Jahren aus dem EU-Haushalt bereitgestellt. Es ist das erste Mal, dass in Brüssel ein Nothilfefonds zur Bewältigung einer humanitären Krise innerhalb der Europäischen Union aufgelegt wird.

Griechenland – alleine mit 25'000 umherirrenden Flüchtlingen

Das Geld dürfte vor allem Griechenland zugutekommen, wo nach Angaben der Vereinten Nationen Zehntausende Flüchtlinge gestrandet sind. Mehrere Staaten entlang der sogenannten Balkanroute, darunter Mazedonien und Österreich, lassen nur noch eine begrenzte Zahl von Flüchtlingen pro Tag nach Norden weiterziehen.

Nothilfe-Fonds nicht ausschliesslich für Flüchtlingskrise

Durch den EU-Zivilschutz-Mechanismus werden Griechenland, Ungarn, Slowenien, Kroatien sowie dem Nicht-EU-Land Serbien bereits provisorische Unterkünfte, Hygieneprodukte und Medizin bereitgestellt. Die Mittel speisen sich allerdings auf freiwilligen Beiträgen der Mitgliedstaaten.

Balkanroute dicht: Die neuen Routen der Schleuser

Der neue Nothilfe-Fonds soll nicht ausschliesslich auf die Flüchtlingskrise begrenzt sein, sondern kann auch im Falle von atomaren oder chemischen Katastrophen, Terrorangriffen oder Epidemien innerhalb der EU angezapft werden. (whr/sda/reu)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Qui-Gon 02.03.2016 14:17
    Highlight Highlight Es kann nicht sein, dass a) 100'000e Flüchtige selber bestimmen, wo sie in Europa hginwollen und b) alle Staaten ihr eigenes Süppchen kochen. Die EU- und Schengenstaaten gemeinsam und koordiniert müssten die Flüchtlinge an der Aussengrenze auffangen und eine menschenwürdige Erstversorgung gewährleisten. Die Fälle, die nicht von vornherein aussichtslos sind, sind dann nach einem Schlüssel auf die Staaten verteilen, wo dann das Asylverfahren geordnet abläuft. Gelingt dies nicht, ist Europa gescheitert. Dann sollen aber die Querschläger auch nicht mehr die hohle Hand machen können.
    • Qui-Gon 02.03.2016 20:25
      Highlight Highlight hat der einsame Blitzer auch einen Vorschlag?
    • Anam.Cara 03.03.2016 09:01
      Highlight Highlight @Qui-Gon: (ich habe nicht geblitzt ;)
      Einverstanden. Ich bin etwas erstaunt, dass die Staaten des Schengen-Raums so lange brauchen um vernünftige Lösungsansätze zu finden. Das Thema ist ja nicht gerade neu.
      Und ich bin etwas erstaunt, dass man Griechenland so lange "hängen" gelassen hat. Es war doch schon lange klar, dass man die Last nur gemeinsam tragen kann.

      Es macht mich traurig, dass man flüchtende Menschen an einen Zaun anrennen lässt, ohne eine Alternative anzubieten.

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