International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Tsakalotos offiziell neuer Finanzminister +++ Merkel trifft am Abend Hollande +++ Morgen Mega-Gipfel in Brüssel



Schicke uns deinen Input
Philipp Dahm
Philipp Dahm
U. Tomaschett
21:41
Euro-Zone wartet nach Referendum auf Ideen aus Athen
Nach dem «Nein» der Griechen dringen die Geldgeber auf rasche Lösungsvorschläge der Regierung in Athen. Athen müsse «dringend» konstruktive Vorschläge machen, sagten Frankreichs Präsident François Hollande und Bundeskanzlerin Angela Merkel nach einem Treffen in Paris.
«Wir sagen sehr deutlich, dass die Tür für Gespräche offen bleibt», betonte Merkel am Montag. Für Verhandlungen über Hilfen unter dem Dach des Euro-Rettungsschirms ESM seien die Voraussetzungen aber zurzeit nicht gegeben.

Auch aus Sicht Hollandes braucht Griechenland langfristige Lösungen. «Es gibt nicht mehr viel Zeit», betonte Hollande. Tsipras müsse jetzt Vorschläge machen. Dabei sei «der Gleichklang von Solidarität und Verantwortung die Leitlinie für die kommenden Tage».

Merkel und Hollande wollten vor dem Treffen der 19 Euro-Länder eine gemeinsame Linie abstimmen. Merkel sagte in Paris, die Entscheidung des griechischen Volkes werde mit «Respekt» aufgenommen. Beim Sondergipfel am Dienstag sollten aber auch die «Vorstellungen aller anderen 18 Eurostaaten» daneben gestellt werden, «denn das ist auch Demokratie». (sda)
18h:52
Banken bleiben bis Mittwoch geschlossen
Die griechischen Banken bleiben laut einem Bericht der amtlichen Nachrichtenagentur ANA noch bis Mittwoch geschlossen. Auch sollten die starken Beschränkungen bei Barabhebungen an Automaten vorerst weiter in Kraft bleiben, berichtete die Agentur am Montag unter Berufung auf Regierungskreise. Das weitere Vorgehen hänge davon ab, ob die Europäische Zentralbank die griechischen Banken weiter unterstütze.
18:19
Tsipras kündigt Vorschläge an
Athen will den Euro-Partnern beim Sondergipfel am Dienstag in Brüssel neue Vorschläge gegen die Schuldenkrise vorlegen. Ministerpräsident Alexis Tsipras versprach dies der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel in einem Telefongespräch am Tag nach dem griechischen Referendum, wie ein Regierungssprecher in Berlin und Regierungskreise in Athen bestätigten.
17:55
Tsakalotos neuer Finanzminister
Jetzt ist es offiziell: Evklidis Tsakalotos wird neuer griechischer Finanzminister. Dies erklärte das Präsidialamt in Athen gegen Abend. Tsakalotos war zuletzt Chefunterhändler in den Gesprächen mit den Gläubigern und löst damit Gianis Varoufakis ab, der kurz zuvor zurückgetreten war.
FILE - This is a Sunday, June 28, 2015 file photo of Greece's Deputy Foreign Minister for international economic relations, Euclid Tsakalotos, as arrives at the Finance Ministry in Athens. Following Sunday's referendum the Greek government named lead bailout negotiator Euclid Tsakalotos as  the new finance minister Monday July 6, 2015. (AP Photo/Petros Karadjias, File)
17:25
IWF will Griechenland weiter unterstützen
Der Internationale Währungsfonds will Griechenland auch nach dessen Nein beim Referendum unterstützen. «Wir beobachten die Situation genau und sind bereit, Griechenland zu unterstützen, wenn dies gewünscht ist», teilte IWF-Chefin Christine Lagarde mit. Der Ausgang des Referendums wurde vom IWF «zur Kenntnis genommen.» Athen hatte vergangene Woche eine fällige Kreditrate in Höhe von rund 1,5 Milliarden Euro nicht pünktlich zurückgezahlt. Griechenland ist damit das erste entwickelte Land, das seine IWF-Schulden nicht fristgerecht zurückzahlt. (sda/dpa)
17:02
Banken noch bis Freitag dicht?
Die Banken in Griechenland sind der Nachrichtenagentur Reuters zufolge wohl bis mindestens Freitag geschlossen. Die Agentur beruft sich auf Quellen aus dem Bankensektor.
16:59
Krise trifft auch Osteuropa
Der bulgarische Wirtschaftsminister Boschidar Lukarski sagte am Montag in Sofia, er befürchte wegen der zusammenbrechenden Wirtschaft des Euro-Landes einen Rückschlag für den bilateralen Handel mit dem Nachbarland. Nach Ansicht des Südosteuropa-Experten Dusan Reljic wird die Balkanregion sogar gleicht doppelt getroffen. «Zum einen wirkt sich die Schwäche der griechischen Banken negativ auf das Wachstum in Mazedonien, Serbien, Albanien oder Bulgarien aus, in denen sie sehr stark sind», sagte der Forscher der Berliner Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) zu Reuters. «Zum anderen leidet das Ansehen der ganzen Region an dem schlechten Image des Euro-Landes.» (sda/reu)
16:52
Schulterschluss der griechischen Politiker
Die Chefs der Regierungs- und Oppositionsparteien haben erklärt, Alexis Tsipras (Bildmitte) bei Verhandlungen mit den Gläubigern zu unterstützen. Nur die Kommunistische Partei mochte sich dem Bündnis nicht anschliessen. Die rechtsradikale Goldene Morgenröte war nicht zu den Gesprächen eingeladen.
Greece's Prime Minister Alexis Tsipras, center, leaves after a meeting with leaders of Greek political parties at the Presidential Palace in Athens, Monday, July 6, 2015. Greece and its membership in Europe's joint currency faced an uncertain future Monday, with the country under pressure to reach a bailout deal with creditors as soon as possible after Greeks resoundingly rejected the notion of more austerity in exchange for aid. (AP Photo/Petr David Josek)
16:40
Griechen-Drama – die nächsten wichtigen Termine
Montag, 6. Juli:
- Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel trifft am Abend in Paris den französischen Präsidenten François Hollande, um über die Konsequenzen aus dem griechischem Referendum zu beraten.


Dienstag, 7. Juli:
- EU-Ratspräsident Donald Tusk hat für 18.00 Uhr zu einem Sondergipfel der Staats- und Regierungschefs der 19 Euro-Länder in Brüssel eingeladen. Zur Vorbereitung soll es am selben Tag ein Treffen der Euro-Finanzminister geben.
- Frühestens am Dienstag könnten Griechenlands Banken und die Börse in Athen wieder öffnen.


Freitag, 10. Juli:
- Griechische Staatspapiere mit kurzen Laufzeiten (T-Bills) in Höhe von 2 Milliarden Euro werden fällig und müssten durch neue abgelöst werden. Dieser Termin ist vor allem für die Beurteilung durch die Ratingagenturen wichtig.


Montag, 13. Juli:
- Athen muss eine weitere Rate von knapp 500 Millionen Euro an den IWF zurückzahlen.


Freitag, 17. Juli:
- Weitere T-Bills in Höhe von einer Milliarde Euro werden fällig.


Montag, 20. Juli:
- Athen muss insgesamt rund 3,5 Milliarden Euro an die Europäische Zentralbank zurückzahlen. Sollte diese Zahlung ausfallen, dürfte es der EZB laut Experten kaum noch möglich sein, weiter Ela-Kredite an griechische Banken zu vergeben.
(sda/dpa)
16:29
Griechische Presse bald auf dem Trockenen?
Das griechische Drama erfasst die Presse: Laut Spiegel reichen die Papiervorräte nur noch bis zum Sonntag.
15:49
Krisen-Verlierer und -Gewinner
Input von Rafaela Roth, unserer Frau vor Ort:




15:47
Politiker-Treffen in Athen nach über 6 Stunden beendet
Da gab es jede Menge wichtiger Dinge zu besprechen ...
15:43
Emotionale Bilder aus Athen





15:23
Bestätigung – Banken bleiben geschlossen
15:14
Varoufakis umringt wie ein Popstar
Bilder vom heutigen Abgang von Yanis Varoufakis – der Ex-Finanzminister konnte gerade noch seine Ehefrau Danae Stratou aufs Motorrad nehmen.
Outgoing Greek Finance Minister Yanis Varoufakis puts his helmet on as he is surrounded by media after his resignation in Athens, Monday, July 6, 2015. Greece and its membership in Europe's joint currency faced an uncertain future Monday, with the country under pressure to reach a bailout deal with creditors as soon as possible after Greeks resoundingly rejected the notion of more austerity in exchange for aid. (AP Photo/Petros Karadjias)
Outgoing Greek Finance Minister Yanis Varoufakis tries to leave on his motorcycle surrounded by media, after his resignation in Athens, Monday, July 6, 2015. Greece and its membership in Europe's joint currency faced an uncertain future Monday, with the country under pressure to reach a bailout deal with creditors as soon as possible after Greeks resoundingly rejected the notion of more austerity in exchange for aid. (AP Photo/Petros Karadjias)
Outgoing Greek Finance Minister Yanis Varoufakis, left, and his wife Danae Stratou leave on a motorcycle after his resignation in Athens, Monday, July 6, 2015. Greece and its membership in Europe's joint currency faced an uncertain future Monday, with the country under pressure to reach a bailout deal with creditors as soon as possible after Greeks resoundingly rejected the notion of more austerity in exchange for aid. (AP Photo/Petros Karadjias)
Outgoing Greek Finance Minister Yanis Varoufakis and his wife Danae Stratou leave on a motorcycle after his resignation in Athens, Monday, July 6, 2015. Greece and its membership in Europe's joint currency faced an uncertain future Monday, with the country under pressure to reach a bailout deal with creditors as soon as possible after Greeks resoundingly rejected the notion of more austerity in exchange for aid. (AP Photo/Petros Karadjias)
epa04833707 Greece's former Finance Minister Yanis Varoufakis drives his motorcyle with his wife Danae Stratou after exiting the Finance Ministry in Athens, Greece, 05 July 2015. Greece's Finance Minister Yanis Varoufakis said on 06 July he is resigning, making the announcement in a tweet and on his personal webpage. The announcement came hours after the ballot count of the referendum on Greece's bailout package was completed.  EPA/FOTIS PLEGAS G.  EPA/FOTIS PLEGAS G.
15:04
Burkhalter rechnet mit Auswirkungen auf Franken-Kurs
«Das griechische Drama, das sich jetzt abspielt, ist ein Element der wirtschaftlichen, finanziellen und auch politischen Instabilität», betonte Bundesrat Didier Burkhalter gegenüber dem Westschweizer Radio RTS. Das Abstimmungsresultat in Griechenland und die aktuelle Verunsicherung werden «bestimmt einen Einfluss auf die Märkte und den Franken haben» und folglich «auf unsere Exportwirtschaft und den Tourismus», sagte der Aussenminister. (sda)
14:59
Ex-Prof: So tickt Varoufakis
Monojit Chatterji hat Yanis Varoufakis an der Essex University betreut. Dem Telegraph verriet der Professor: «Yanis war ein kluger und extrem belesen – nicht nur [in Sachen] Wirtschaft, sondern auch Philosophie und Weltpolitik. Er war auch ruppig. Das ist einfach sein Stil. [...] Yanis ist einfach kein Diplomat.» Eine spannende Anekdote: «Er suchte immer das Ungewöhnliche und Unerwartete. Er hat sich zum Beispiel zur Wahl des Präsidenten der schwarzen Studentenunion aufstellen lassen. Die Leute haben ihn angesehen und fragten: Was zur Hölle soll das? Er antwortete, dass schwarz ein politischer Begriff für alle sei, die wegen ihrer Herkunft diskriminiert werden. Er wurde gewählt, und er war sehr stolz darauf.»
epa04833638 (FILE) A file picture dated 15 March 2015 of Greece's Finance Minister Yanis Varoufakis walking towards his motorcycle following a meeting with Prime Minister Tsipras (not pictured) in Athens, Greece. Greece's Finance Minister Yanis Varoufakis said on 06 July he is resigning, making the announcement in a tweet and on his personal webpage. The announcement came hours after the ballot count of the referendum on Greece's bailout package was completed.  EPA/PANTELIS SAITAS *** Local Caption *** 51844637
Und tschüss: Varoufakis will nach einem Treffen mit Präsident Tsipras am 6. Juli sein Bike besteigen.
14:48
Tsipras telefoniert mit Merkel
Nach einem heutigen Telefonat mit Angela Merkel rechnen politische Beobachter morgen mit neuen griechischen Vorschlägen zur Beendigung der Krise.
14:36
Putin will Tsipras angeblich helfen
Russland hat Griechenland anscheinend Unterstützung zugesichert: «Wir wünschen unseren griechischen Partnern, sobald wie möglich den nötigen Kompromiss mit den Kreditgebern zu erreichen und eine Lösung zu finden, die zur wirtschaftlichen und sozialen Stabilität im Land beiträgt», zitiert Bild Kremlsprecher Dmitri Peskow. «Wir unterhalten zu diesem Land historisch enge Beziehungen und eine enge Partnerschaftt.» Präsident Tsipras hat heute mit Wladimir Putin telefoniert: Die Initiative dazu ging dem Kreml zufolge von Athen aus.


Im Bild: Tsipras und Putin im Juni in St. Petersburg
Greek Prime Minister Alexis Tsipras (L) speaks with Russian President Vladimir Putin during a session of the St. Petersburg International Economic Forum 2015 (SPIEF 2015) in St. Petersburg, Russia, June 19, 2015. Greece's debt crisis is a problem for all of Europe and the European Union faces a choice between showing solidarity with Greece or sticking to austerity policies that lead nowhere, Tsipras said on Friday. REUTERS/Mikhail Klimentyev/RIA Novosti/Kremlin ATTENTION EDITORS - THIS IMAGE HAS BEEN SUPPLIED BY A THIRD PARTY. IT IS DISTRIBUTED, EXACTLY AS RECEIVED BY REUTERS, AS A SERVICE TO CLIENTS
14:25
Soziale Hilfe vonnöten
President of the European Parliament Martin Schulz  addresses Ukrainian lawmakers in Parliament  in Kiev, Ukraine, Friday, July 3, 2015.  (AP Photo/Sergei Chuzavkov)
EU-Parlamentspräsident Martin Schulz (Bild oben) hat sich laut Spiegel angesichts der wachsenden sozialen Not für ein humanitäres Hilfsprogramm für Griechenland ausgesprochen: «Das muss jetzt stattfinden», sagte er. Die EU-Staats- und Regierungschefs müssten darüber reden, wenn sie am morgigen Dienstag zusammenkommen, weil die Banken sicher nicht heute oder morgen öffnen würden. «Das wird dazu führen, dass kleine Kinder in Kindergärten keine Schulspeisung haben oder Rentner mit kleinen Renten Medikamente nicht kaufen können», erklärte der SPD-Politiker. «Ich finde, wir sollten das griechische Volk nicht leiden lassen. Die Frage nach humanitärer Hilfe für Kinder oder Kranke ist eine Frage der Solidarität in der EU.»
A shop owner sits a a chair as he waits for customers, in Kos, Greece, Monday, July 6, 2015. Greece’s Finance Minister Yanis Varoufakis has resigned following Sunday’s referendum in which the majority of voters said “no” to more austerity measures in exchange for another financial bailout.  (AP Photo/Petros Giannakouris)
Oben: Ein Ladeninhaber wartet am 6. Juli in Athen vergeblich auf Kundschaft

Unten: Senioren warten am Montagmorgen vor einem Bank-Automaten
epa04833630 Pentioners stand in queue to withdraw the limited amount of 120 euros from their pension accounts outside the ATMs of a bank branch in Thessaloniki, Greece, 05 July 2015. Eurozone leaders were waiting to see if negotiations with Athens can resume with a new impetus following the resignation of Yanis Varoufakis, Greece's finance minister, in the wake of 05 July resounding anti-austerity referendum victory.  EPA/NIKOS ARVANITIDIS
14:17
Aktienmärkte nur leicht im Minus
Während die Bankaktien unter die Räder kamen, erholten sich der Swiss Market Index (SMI), der deutsche Leitindex DAX sowie der Index der 50 grössten Unternehmen der Eurozone (Eurostoxx 50) im Handelsverlauf wieder etwas. Der SMI notierte um 14 Uhr mit 0,7 Prozent im Minus. Der DAX verlor 1,5 Prozent und der EuroStoxx 50 2,0 Prozent. Damit fiel die Marktreaktion insgesamt weniger heftig aus als nach der überraschenden Ankündigung des Referendums in Griechenland vor gut einer Woche. Die Verluste könnten sich allerdings wieder verstärken, sollte die Europäische Zentralbank (EZB) die Notfall-Kredite für die griechischen Banken nicht ausweiten. Entsprechende Beratungen stehen für Montagnachmittag auf dem Programm. (sda/reu)
14:16
Referendum setzt besonders Bankenaktien zu
Griechen-Nein setzt den Aktien europäischer Banken zu: Der entsprechende Index sackte am Montag um bis zu 3,2 Prozent ab. Vor allem Papiere südeuropäischer Institute wie der italienischen Banco Popolare, der spanischen Banco de Sabadell oder der portugiesischen BCP fielen bei den Anlegern in Ungnade. Ihre Aktien verloren bis 14 Uhr um bis zu 5 Prozent. Die Titel der deutschen Geldhäuser Commerzbank und Deutsche Bank notierten zum selben Zeitpunkt mit 3,5 respektive 3,2 Prozent im Minus. Die in den USA kotierten Titel der National Bank of Greece stürzten jedoch vorbörslich um 15 Prozent ab. Weniger schwer traf es die beiden Schweizer Grossbanken UBS und Credit Suisse, deren Scheine bis 14 Uhr 1,7 respektive 2,1 Prozent verloren. (sda/reu)
14:06
Das sagt der Vizepräsident der EU-Kommission
14:00
Rating-Agentur glaubt an den Grexit
Die «Standard & Poor's» erklärt laut Spiegel, dass ein Ausstieg Griechenlands aus der Eurozone jetzt wahrscheinlicher ist, als ein Verbleib.
13:50
Sorge um Tourismus in Griechenland





13:36
Wer am meisten unter der Griechenland-Krise leidet
A homeless sleeps at the entrance of a closed store with posters reading ''No'' in central Athens, Monday, July 6, 2015. Greece’s Finance Minister Yanis Varoufakis has resigned following Sunday’s referendum in which the majority of voters said “no” to more austerity measures in exchange for another financial bailout. (AP Photo/Emilio Morenatti)
Oben: Ein Obdachloser in Athen am 6. Juli.
Unten: Bedürftige essen in der kirchlich betriebenen Suppenküche «Galini» in der griechischen Hauptstadt.
Needy people eat at the Church-run Galini charity's soup kitchen in central Athens on Monday, July 6, 2015. Greece’s finance minister has resigned following Sunday’s referendum in which the majority of voters said “no” to more austerity measures in exchange for another financial bailout. (AP Photo/Emilio Morenatti)
Needy people eat at the Church-run Galini charity's soup kitchen in central Athens on Monday, July 6, 2015. Greece’s finance minister has resigned following Sunday’s referendum in which the majority of voters said “no” to more austerity measures in exchange for another financial bailout. (AP Photo/Emilio Morenatti)
Needy people pray before eating at the Church-run Galini charity's soup kitchen in central Athens on Monday, July 6, 2015. Greece’s finance minister has resigned following Sunday’s referendum in which the majority of voters said “no” to more austerity measures in exchange for another financial bailout. (AP Photo/Emilio Morenatti)
13:20
Schuldenschnitt «kein Thema»
Die Eurogruppe und der Internationale Währungsfonds (IWF) haben sich nach Angaben des Bundesfinanzministeriums gegen einen Schuldenschnitt ausgesprochen. Ein Sprecher des Finanzministeriums hat mitgeteilt, dass der von Griechenland geforderte Schuldenerlass «kein Thema» sei und auch nicht Gegenstand der zuletzt abgebrochenen Verhandlungen über ein zweites Hilfspaket gewesen sei. Das berichtet der Spiegel.
Es ist noch lange nicht vorbei
von Philipp Dahm
US-Finanzfachmann Ian Bremmer hat diesen interessanten Gedanken:


Dazu passt:


Und damit es nicht ganz depremierend ist, hier noch ein Cartoon:

Hässliche deutsche Zeitungstitel
von Philipp Dahm
Die Blätter des deutschen Axel-Springer-Verlags machen aus ihren Herzen keine Mördergrube. «Endlich verlässt der grosse Brandstifter die Bühne», titelt die Welt zum Varoufakis-Rücktritt. Bild jubiliert: «Schäubles Erzfeind entmachtet». Die Frankfurter Allgemeine Zeitung schmollt: «Varoufakis schiebt Rücktritt auf Eurogruppe», die Süddeutsche Zeitung nennt den zurückgetretenen griechischen Finanzminister «Hart wie ein Helm». [Anm. d. Red.: FAZ und SZ gehören nicht zu Axel Springer]
12:58
Euro bleibt stabil
Der Euro hat gegenüber dem Dollar zu Beginn des Tages nachgegeben, sich nach der Meldung vom Varoufakis-Rücktritt jedoch prompt erholt. Derzeit liegt die Gemeinschaftswährung bei einem Kurs von 1,043 Franken. Am Freitag waren es noch 1,045 Franken.
Telefon-Diplomatie
von Philipp Dahm
Der Spiegel meldet, dass Premierminister Tsipras sowohl mit Frankreichs Präsident Hollande und seinem russischen Pendant Wladimir Putin, als auch mit dem Chef der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, telefoniert haben soll. Über die Inhalte der Gespäche wurde nichts bekannt.
3 Bilder zur Stimmungslage in Athen
von Philipp Dahm
People look at the newspapers at a newsstand in central Athens, Monday, July 6, 2015. Greece’s finance minister has resigned following Sunday’s referendum in which the majority of voters said “no” to more austerity measures in exchange for another financial bailout. (AP Photo/Emilio Morenatti)
Griechen betrachten die Tageszeitungen am Montagmorgen. Zum Kauf fehlt wahrscheinlich das Geld.
Red spray paint covers a French-language Bank of Greece sign to read 'Bank of Merkel' in reference to German Chancellor Angela Merkel in Athens, Monday, July 6, 2015. Greek Finance Minister Yanis Varoufakis resigned Monday, saying he was told shortly after Greece's decisive referendum result that some other eurozone finance ministers and the country's other creditors would appreciate his not attending the ministers' meetings. (AP Photo/Thanassis Stavrakis)
Aus «Banque de Greece» wird «Banque de Merkel»
Elderly people argue with a bank worker as they wait to be allowed into a bank to withdraw a maximum of 120 euros ($134) for the week in Athens, Monday, July 6, 2015. Greece’s Finance Minister Yanis Varoufakis has resigned following Sunday’s referendum in which the majority of voters said “no” to more austerity measures in exchange for another financial bailout. (AP Photo/Emilio Morenatti)
Rentner diskutieren erregt mit einem Angestellten vor einer Bank.
11:58
EU erwartet jetzt neue Vorschlage von Griechenland
Der griechische Ministerpräsident Alexis Tspiras forderte Zugeständnisse der Geldgeber – etwa Investitionen sowie eine Umstrukturierung der Schulden. Sein Land sei zu Reformen bereit. An seine Landsleute gewandt betonte Tsipras: «Das Mandat, das Sie mir erteilt haben, ruft nicht nach einem Bruch mit Europa, sondern verleiht mir eine grössere Verhandlungsmacht.» Paris, Rom und Wien forderten dagegen von Athen fast wortgleich neue Ansätze zur Lösung der Krise. «Jetzt ist die griechische Regierung gefordert, Vorschläge zu machen, wie es weitergehen soll», sagte Österreichs Bundeskanzler Werner Faymann. (sda/dpa)
BBC: Wirtschaft in Griechenland kommt zum Erliegen
von Philipp Dahm
Weil laut BBC die 20-Euro-Noten alle sind, bekommen viele Griechen nur noch 50 Euro am Automaten. Die Kunden haben also kein Geld zum Ausgeben: Nur noch Beamte würden am heutigen Montag noch arbeiten, berichtet der Korrespondent des britischen Senders.
People line up to use ATM machines of a bank after government's decision for limited daily cash withdrawals to 60 euros ($67), in Athens, on Monday, July 6, 2015. Greek Finance Minister Yanis Varoufakis resigned Monday, saying he was told shortly after Greece's decisive referendum result that some other eurozone finance ministers and the country's other creditors would appreciate his not attending the ministers' meetings. (AP Photo/Thanassis Stavrakis)
EZB-Rat befasst sich mit Griechenland
von Philipp Dahm
Der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) will sich am Montag in einer Telefonschalte mit der Lage in Griechenland nach der dortigen Volksabstimmung befassen. Die meisten Beobachter rechnen damit, dass die EZB die Notkredite für Griechenlands Banken aufrechterhalten wird, solange auf politischer Ebene weiter verhandelt wird. Für diesen Dienstag ist ein Sondergipfel der Staats- und Regierungschefs der 19 Euroländer in Brüssel angesetzt. (sda/dpa)
11:33
Treffen der griechischen Polit-Grössen
From left to right, General Secretary of the Greek Communist Party Dimitris Koutsoubas, leader of Independent Greeks party Panos Kammenos, Prime Minister Alexis Tsipras and Greek President Prokopis Pavlopoulos, Potami party Stavros Theodorakis and PASOK Socialist party leader Fofi Gennimata attend a meeting of political party leaders  in Athens, on Monday, July 6, 2015. Greece’s finance minister has resigned following Sunday’s referendum in which the majority of voters said “no” to more austerity measures in exchange for another financial bailout. (AP Photo/Petros Giannakouris)


Von links: Dimitris Koutsoubas von der Kommunistischen Partei, Panos Kammenos von den unabhängigen Griechen, Premier Alexis Tsipras, Präsident Prokopis Pavlopoulos, Stavros Theodorakis von der Potami-Partei und Fofi Gennimata von der Pasok-Partei.
SNB interveniert anscheinend im Devisenmarkt
von Philipp Dahm
Nachdem die Schweizerische Nationalbank (SNB) vergangene Woche erstmals seit Januar Devisenmarktinterventionen bestätigt hat, haben die Giroguthaben leicht zugenommen. Die Entwicklung dieser Sichtguthaben gilt als Indiz dafür, ob die SNB am Devisenmarkt eingreift, um den Franken gegenüber dem Euro zu schwächen. (via sda)
Varoufakis-Nachfolger steht anscheinend fest
von Philipp Dahm
Ein hochrangiger Regierungsvertreter hat gegenüber Reuters bestätigt, dass Euclid Tsakalotos neuer griechischer Finanzminister werden soll. Der 55-Jährige ist aktuell Chef-Unterhändler in den Gesprächen mit den Gläubigern. Er wurde in Holland geboren und wuchs in Grossbritannien auf, wo er die Eliteschulen St Paul's und Oxford besuchte. Später unterrichtete er an der Universität Kent, bevor er zu Beginn der 1990er-Jahre in die Heimat seiner Eltern übersiedelte. Noch heute spricht er laut britischen Medienberichten perfekt englisch – und griechisch mit einem leichten englischen Akzent. Sein ruhiges, professorales Auftreten unterscheidet sich deutlich vom lauten Varoufakis – allerdings gibt es inhaltlich kaum Unterschiede. Beide befürworten einen Verbleib Griechenlands in der Eurozone, lehnen aber eine Fortführung der Austeritätspolitik ab.
Greek Deputy Foreign Minister and coordinator of the negotiating team for the talks between Greece and its international lenders, Euclid Tsakalotos, speaks during an interview with Reuters at his ministerial office in Athens June 17, 2015. Greece is willing to make concessions to strike a deal with creditors as long as it is "economically viable", but will not cut its existing pensions, a top Greek negotiator told Reuters on Wednesday. The comments by Euclid Tsakalotos were the clearest sign since the collapse of talks at the weekend that Greece still has room to offer some ground to lenders despite its hardline rhetoric against their demands.REUTERS/Alkis Konstantinidis
11:04
Konservative in Europa pessimistisch
Gegen weitere Hilfen sprach sich der Obmann der Unions-Fraktion im Bundestags-Finanzausschuss, Hans Michelbach (CSU), aus. «Griechenland kann nicht um jeden Preis in der Eurozone gehalten werden», sagte Michelbach am Montag auf Radioeins des RBB. «Wir sollten alles tun, um jetzt keine faulen Kompromisse einzugehen.» Ohne Reformen werde es keinen Sinn machen, weiter zu helfen, sagte der CSU-Politiker. «Wer kann es denn schon verantworten, dass das verliehene Geld einfach versickert.» Gegen diese Vernunft könne man sich auch nicht eine neue Lösung von der griechischen Regierung diktieren lassen. Der Chef der konservativen EVP-Fraktion im Europaparlament, Manfred Weber (CSU), äusserte sich im Hinblick auf den Ausgang des Referendums skeptisch über die Chancen auf einer rasche Einigung zwischen der Regierung in Athen und den internationalen Geldgebern. «Es wird verdammt schwer werden, in den nächsten Tagen, zum Kompromiss zu kommen», sagte Weber am Montag im ZDF-«Morgenmagazin».
11:02
Linke in Deutschland will neue Verhandlungen
Nach dem klaren Nein der Griechen gegen die Forderungen der internationalen Gläubiger hat die deutsche Linke umgehend neue Verhandlungen mit der Regierung in Athen gefordert. Grünen-Fraktionsvorsitzende Katrin Göring-Eckardt rief die Beteiligten zu Zugeständnissen auf. Griechenland müsse stabilisiert werden, damit der Staat nicht zahlungsunfähig werde. Gegebenenfalls brauche es humanitäre Hilfe und längerfristig wohl auch eine Umschuldung. Ein Schuldenschnitt sei dagegen bei den Gläubigern nicht durchzusetzen, meinte sie. Ähnlich äusserte sich Gregor Gysi von der Linken.
10:54
Erster EU-Vertreter will sich äussern
Der zuständige Vizepräsident der EU-Kommission, Valdis Dombrovskis, will um 12 Uhr eine Pressekonferenz geben, berichtet der Spiegel.
10:52
Freund und Leid liegen nah beieinander
Zeiten ändern sich: Am Sonntagabend wurde das Ergebnis des Referendums in Athen noch gefeiert ...
epa04832875 Supporters of the 'No' campaign wave flags and react after the first results of the referendum at Syntagma Square, in Athens, Greece, 05 July 2015. Greek voters in the referendum were asked whether the country should accept reform proposals made by its creditors.  EPA/YANNIS KOLESIDIS
epa04832994 Supporters of the Syriza party and No vote campaign wave flags and react after results of the referendum in front of Greek Parliament in central Athens, Greece, 05 July 2015. Greek voters in the referendum were asked whether the country should accept reform proposals made by its creditors.  EPA/KAY NIETFELD


... doch am Morgen danach herrscht zumindest bei jenen Katerstimmung, die sich wieder anstellen müssen, um am Automaten noch ein paar Euro zu bekommen.
An elderly woman asks a question to a bank employee as people line up to an ATM machine outside the bank in Athens, on Monday, July 6, 2015. Greece’s Finance Minister Yanis Varoufakis has resigned following Sunday’s referendum in which the majority of voters said “no” to more austerity measures in exchange for another financial bailout. (AP Photo/Petros Giannakouris)
People line up to use an ATM machine outside a bank in Athens, on Monday, July 6, 2015. Greece’s Finance Minister Yanis Varoufakis has resigned following Sunday’s referendum in which the majority of voters said “no” to more austerity measures in exchange for another financial bailout. (AP Photo/Petros Giannakouris)
10:47
Wie reagieren die anderen Europäer aus Athens Ankündigung?
Duncan Weldon, Analyst der BBC, bringt in diesem Tweet auf den Punkt, worum es nun geht.
10:34 Uhr: Drei aussichtsreiche Kandidaten für die Nachfolge
von U. Tomaschett
Die griechische Regierung wird nach ihrem Treffen mit den Vorsitzenden aller im Parlament vertretenen politischen Parteien bekanntgeben, wer neuer Finanzminister wird. Als besonders aussichtsreich gelten Gianis Dragasakis, derzeit Stellvertreter von Ministerpräsident Alexis Tsipras und mit der Aufsicht über Wirtschaft und Finanzen betraut und Euklidis Tsakalotos, stellvertretender Außenminister und vor allem Chef-Unterhändler bei den Verhandlungen mit den Gläubigern. Auch Giorgios Stathakis wird als möglicher Nachfolger gehandelt. Der Syriza-Ökonom versteht sich besonders gut mit der griechischem Opposition - ein Konsens wäre mit ihm vielleicht einfacher zu finden. (spon)
10:10 Uhr: Rücktritt macht der Börse Beine
von U. Tomaschett
Das Nein der Griechen hat den Eurokurs zunächst absacken lassen. Die zwischenzeitlich deutlichen Verluste wurden aber noch am frühen Montagmorgen schnell und fast vollständig wettgemacht – parallel zur Rücktrittsankündigung des griechischen Finanzministers Gianis Varoufakis. Am Morgen kostete die Gemeinschaftswährung 1,1055 US-Dollar, nachdem sie im asiatischen Handel bis auf 1,0970 Dollar abgerutscht war. Am Freitagmittag hatte die EZB den Referenzkurs auf 1,1096 Dollar festgesetzt. (spon)
8:23
EZB will weiter Nothilfe leisten
Die Europäische Zentralbank (EZB) wird nach Informationen von Insidern voraussichtlich die Nothilfen an griechische Banken auch nach dem Nein beim Referendum aufrechterhalten. Obgleich die Entscheidung noch ausstehe, würden die Währungshüter wahrscheinlich die so genannten ELA-Hilfen auf dem aktuellen Niveau belassen, sagten mehrere mit der Situation vertraute Personen am Sonntag. Die Notkredite stehen heute in einer Telefonkonferenz des EZB-Rats erneut auf der Tagesordnung.
8:20
Druck von allen Seiten
Auch die griechische Opposition hatte einen neuen Verhandler für die Gespräche in Brüssel gefordert. Am Sonntagabend hatten Vertreter der Syriza noch auf Anfrage erklärt, dass Varoufakis im Amt bleibe. Varoufakis hatte immer wieder mit Provokationen für Schlagzeilen gesorgt, zuletzt warf er den Gläubigern Griechenlands Terrorismus vor.
8:05
Rücktritt nahegelegt
«Kurz nach Bekanntgabe der Referendums-Resultate haben mir einige Mitglieder der Eurogruppe klar gemacht, dass sie es vorziehen würden, wenn ich nicht mehr an ihren Treffen teilnehmen würde. Eine Idee, die auch Ministerpräsident Alexis Tsipras als potentiell hilfreich betrachtet hat. Deshalb verlasse ich heute das Finanzministerium.»
8:04
So beginnt das Rücktrittsschreiben
«Die Volksabstimmung vom 5. Juli wird in die Geschichte als einzigartiger Moment eingehen, an dem eine kleine europäische Nation sich gegen Knechtschaft erhoben hatte.»
7:46
Varoufakis nimmt den Hut
Der griechische Finanzminister Gianis Varoufakis tritt zurück. Das teilte er am Montag nach dem Referendum mit, bei dem das griechische Volk die Sparauflagen der Gläubiger mit grosser Mehrheit abgelehnt hatte.
7:10
Eurokurs leicht schwächer
Der Euro rutschte zeitweise um 1,4 Prozent ab, konnte sich dann aber wieder fangen. Zuletzt kostete die europäische Gemeinschaftswährung mit 1,1034 Dollar etwas weniger als am Freitagabend. Auch zum Yen geriet der Euro unter Druck und fiel zeitweise auf 133,700 Yen - der tiefste Stand seit sechs Wochen. Gegenüber dem Franken sackte der Euro vorerst um 0,7 Prozent ab, nähert sich dann aber wieder dem Schlusskurs vom Freitag von 1,0438 an.
6:30
Börsen eröffnen im Minus
Nach dem deutlichen «Nein» ist es an den Börsen in Asien und Australien zu Kurseinbrüchen gekommen. Südkoreas Kospi-Index, Japans Nikkei und Australiens ASX sind jeweils mit über einem Prozent im Minus in den Tag gestartet.
05:55
Das erwartet uns heute
Die nächsten 48 Stunden könnten kritisch werden – was macht die EZB? Und der IWF? Bisher wurde den griechischen Banken der Geldhahn nicht abgedreht.

Tsipras wird sich heute Morgen zu neuen Gesprächen mit politischen Spitzenleuten treffen.

Merkel und Hollande wollen am Montagabend in Paris zusammenkommen.

Und am Dienstag werden die Eurozonen-Chefs ein Notfall-Gipfeltreffen abhalten.
03:21
Wie immer: Griechenland-Talk bei Jauch
«Wie ein Schrei» halle das Nein der Griechen durch Europa, fand Günther Jauch. Das rhetorische Echo in seiner Sendung an «diesem ganz besonderen Abend» allerdings erinnerte verdächtig an den inzwischen bis zum Überdruss eingeübten Sound all der vorausgegangenen Veranstaltungen zum hellenischen Drama, schreibt Mathias Zschaler bei Spiegel Online.
02:55
Eurokurs unter Druck
Der Euro hat mit Kursverlusten auf das «Nein» der Griechen zu den Reformvorschlägen der Geldgeber reagiert. Die Gemeinschaftswährung rutschte zeitweise um 1,4 Prozent ab, konnte sich dann aber etwas fangen.

Im asiatischen Handel lag der Euro zuletzt bei rund 1,10 Dollar. Am Freitag hatte er in New York bei 1,1104 Dollar geschlossen. Auch zum Yen geriet der Euro unter Druck und fiel zeitweise auf 133,700 Yen - der tiefste Stand seit sechs Wochen.
Tsipras im Video: «Demokratie ist nicht erpressbar»
01:55
Alle Stimmen ausgezählt – 61,31 Prozent Nein
Die Stimmen sind ausgezählt, es ist offiziell: Die Griechen haben das Referendum überraschend klar abgeschmettert. Hier sind alle Ergebnisse.
00:35
Das sagt Juncker
EU-Kommissionspräsident Juncker will heute und morgen mit den anderen 18 Präsidenten der Eurozone sowie mit den Spitzen der EU zusammenkommen. Im Statement heisst es, man akzeptiere den Entscheid über das Referendum.
23:59
Gipfeltreffen der Eurozone am Dienstag
EU-Ratspräsident Donald Tusk berief einen Sondergipfel der Staats- und Regierungschefs der 19 Euro-Länder für diesen Dienstag (18.00 Uhr) in Brüssel ein. Zur Vorbereitung soll es am selben Tag ein Treffen der Euro-Finanzminister geben. Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident François Hollande wollen bereits am Montag über die Konsequenzen aus dem Referendum beraten. «Beide sind sich darin einig, dass das Votum der griechischen Bürger zu respektieren ist», hiess es in der kurzen Erklärung weiter.
23:28
5 der 13 administrativen Regionen Griechenlands sind ausgezählt
In allen der bisher ausgezählten Regionen hat die Mehrheit mit Ja gestimmt. 91,42 Prozent der Wahllokale sind ausgezählt und der Nein-Anteil beträgt 61,35 Prozent.
23:06
Tweet-Flut von Alexis Tsipras
In den letzten 35 Minuten veröffentlichte der offizielle Twitter-Account des griechischen Präsidenten Alexis Tsipras 13 Tweets. Hauptaussage: «Die Demokratie lässt sich nicht erpressen.»
23:02
Präsident des Europaparlamentes: «Wir müssen das Nein der Griechen akzeptieren»
Schulzlive
Martin Schulz, Präsident des Europaparlamentes: «Das Versprechen von Tsipras an das griechische Volk, eine gestärkte Verhandlungsposition erreicht zu haben, ist unwahr. Ich kann auch nicht bestätigen, dass die Banken in Griechenland morgen öffnen werden. Es ist nun die Aufgabe der griechischen Regierung, neue Vorschläge zu machen. Alles hängt jetzt von diesen Vorschlägen ab. Nun ist die Zeit der Verhandlungen. Wir müssen das Nein der Griechen akzeptieren.»
DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

«Du kannst jederzeit sterben» – wegen Corona wurden die Kanaren zum Flüchtlings-Hotspot

Wegen der Corona-Krise hat sich die Flüchtlings-Situation verschärft: Viele haben ihren Job verloren und bleiben in den Auffangstationen gestrandet.

Das verwüstete Moria, Migranten in Seenot vor Italien oder am Grenzfluss zwischen der Türkei und Griechenland – Bilder wie diese prägen die Berichterstattung über das Schicksal von Migranten. Aber rund 4000 Kilometer entfernt vom abgebrannten Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos braut sich im Atlantik eine neue Krise zusammen. Seit Jahresbeginn erreichten knapp 14'000 Migranten die zu Spanien gehörenden Kanarischen Inseln vor der Westküste Afrikas. Das waren nach …

Artikel lesen
Link zum Artikel