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epa04813897 Greece's Prime Minister Alexis Tsipras as he is welcomed by European Commission President Jean-Claude Juncker (unseen) ahead of an emergency leaders summit on Greece at the European Commission in Brussels, Belgium, 22 June 2015. Progress has been made on Greece over the weekend, but 'we are not yet there,' European Commission President Jean-Claude Juncker said ahead of a meeting with Greek Prime Minister Alexis Tsipras. Tsipras, meanwhile, said 'this is time for a substantial and viable solution that would allow Greece to come back to growth, within the eurozone, and with social justice.'  EPA/OLIVIER HOSLET

Bild: OLIVIER HOSLET/EPA/KEYSTONE

Ist der Griechen-Deal gescheitert? Tsipras twittert und die Börsen spielen verrückt

Ist Athens jüngster Reformplan schon durchgefallen? An den Börsen sorgen Äusserungen von Ministerpräsident Tsipras für Unruhe. Tatsächlich ist vor allem der IWF unzufrieden mit den griechischen Vorschlägen. 



Ein Artikel von

Spiegel Online

Unmittelbar vor den entscheidenden Verhandlungen in der Euro-Gruppe sorgt eine Meldung aus Athen für Aufregung. Bestimmte Geldgeber hätten die Sparvorschläge Griechenlands zurückgewiesen, liess Ministerpräsident Alexis Tsipras verlauten. 

Hintergrund ist nach Informationen von Spiegel Online die Unzufriedenheit des Internationalen Währungsfonds (IWF) mit den Reformvorschlägen. Die IWF-Vertreter stören sich dem Vernehmen nach daran, dass mehr als 90 Prozent der geplanten Mehreinnahmen durch Steuererhöhungen erzielt werden sollen. Deshalb fordern sie Nachbesserungen. 

In Griechenland wird das offenbar als Ablehnung der Vorschläge interpretiert. Entsprechend sauer ist Tsipras. Auf Twitter machte er seinem Ärger Luft. Ähnliches habe es in den Rettungsverhandlungen mit Irland und Portugal nicht gegeben, heisst es dort. «Diese befremdliche Haltung kann nur eines von beiden bedeuten: Entweder wollen sie keine Einigung – oder sie dienen speziellen Interessen in Griechenland», wurde Tsipras zitiert. 

Sprayen gegen die Krise: Athener malen ihren Frust an die Wand

An den Börsen sorgten die Meldungen für Unruhe. Die Indizes Dax und EuroStoxx weiteten ihre Verluste aus und notierten zeitweise rund 1,5 Prozent im Minus. Der Athener Leitindex rutschte sogar um bis zu 4,4 Prozent ab. Im Gegenzug flüchteten einige Investoren in als sicher geltende deutsche Bundesanleihen. 

Eine Einigung im Schuldenstreit ist trotzdem immer noch möglich. Schliesslich haben die Verhandlungen in Brüssel gerade erst begonnen. Um 12 Uhr wollten sich die Vertreter der Gläubiger-Institutionen zusammensetzen, ab 13 Uhr trifft Tsipras dann Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker, den Chef der Europäischen Zentralbank, Mario Draghi, sowie die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde.  (stk/nck/gec/Reuters/dpa)

Griechenland

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