DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bild: OLIVIER HOSLET/EPA/KEYSTONE

Ist der Griechen-Deal gescheitert? Tsipras twittert und die Börsen spielen verrückt

Ist Athens jüngster Reformplan schon durchgefallen? An den Börsen sorgen Äusserungen von Ministerpräsident Tsipras für Unruhe. Tatsächlich ist vor allem der IWF unzufrieden mit den griechischen Vorschlägen. 
24.06.2015, 15:1124.06.2015, 15:49
Ein Artikel von
Spiegel Online

Unmittelbar vor den entscheidenden Verhandlungen in der Euro-Gruppe sorgt eine Meldung aus Athen für Aufregung. Bestimmte Geldgeber hätten die Sparvorschläge Griechenlands zurückgewiesen, liess Ministerpräsident Alexis Tsipras verlauten. 

Hintergrund ist nach Informationen von Spiegel Online die Unzufriedenheit des Internationalen Währungsfonds (IWF) mit den Reformvorschlägen. Die IWF-Vertreter stören sich dem Vernehmen nach daran, dass mehr als 90 Prozent der geplanten Mehreinnahmen durch Steuererhöhungen erzielt werden sollen. Deshalb fordern sie Nachbesserungen. 

In Griechenland wird das offenbar als Ablehnung der Vorschläge interpretiert. Entsprechend sauer ist Tsipras. Auf Twitter machte er seinem Ärger Luft. Ähnliches habe es in den Rettungsverhandlungen mit Irland und Portugal nicht gegeben, heisst es dort. «Diese befremdliche Haltung kann nur eines von beiden bedeuten: Entweder wollen sie keine Einigung – oder sie dienen speziellen Interessen in Griechenland», wurde Tsipras zitiert. 

Sprayen gegen die Krise: Athener malen ihren Frust an die Wand

1 / 25
Sprayen gegen die Krise: Athener malen ihren Frust an die Wand
quelle: getty images europe / milos bicanski
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

An den Börsen sorgten die Meldungen für Unruhe. Die Indizes Dax und EuroStoxx weiteten ihre Verluste aus und notierten zeitweise rund 1,5 Prozent im Minus. Der Athener Leitindex rutschte sogar um bis zu 4,4 Prozent ab. Im Gegenzug flüchteten einige Investoren in als sicher geltende deutsche Bundesanleihen. 

Eine Einigung im Schuldenstreit ist trotzdem immer noch möglich. Schliesslich haben die Verhandlungen in Brüssel gerade erst begonnen. Um 12 Uhr wollten sich die Vertreter der Gläubiger-Institutionen zusammensetzen, ab 13 Uhr trifft Tsipras dann Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker, den Chef der Europäischen Zentralbank, Mario Draghi, sowie die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde.  (stk/nck/gec/Reuters/dpa)

Griechenland

1 / 17
Griechenland
quelle: ap/ap / thanassis stavrakis
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer
Jetzt auf
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Zertifikate-Dealer packt aus: «Wir versorgen hauptsächlich Schweizer Kunden»

Bei Recherchen zu gefälschten Impfausweisen ist watson auf einen weiteren Anbieter in Deutschland gestossen, der gültige Zertifikate verkauft. Angeblich handelt es sich um eine Bande, die halb Europa beliefert.

Die Nachricht erreichte mich am vergangenen Dienstag über Threema: «Hey, ich verkaufe EU-Zertifikate.»

Der unbekannte Absender, dessen Pseudonym hier nicht verraten werden soll, fügte ein Zwinker-Smiley an. Und nachdem ich in den vergangenen Wochen intensiv zu den betrügerischen Angeboten bei Telegram recherchiert hatte, fiel meine Antwort äusserst kurz aus. Nämlich: «😂👍».

Ich ging davon aus, dass es sich um einen schlechten Scherz oder um einen Wichtigtuer handelte, getriggert durch den …

Artikel lesen
Link zum Artikel