International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Tsipras droht wegen Flüchtlingskrise mit EU-Blockade



Griechenland hat im Zusammenhang mit der Flüchtlingspolitik am Mittwoch mit einer Blockade aller EU-Entscheidungen gedroht. Seine Regierung werde «keinem Abkommen mehr zustimmen, wenn die Last und die Verantwortung nicht im richtigen Verhältnis geteilt» würden.

Dies sagte Ministerpräsident Alexis Tsipras am Abend im Parlament. Er kündigte an, vor dem EU-Türkei-Gipfel am 7. März die Chefs aller griechischen Parteien einzuberufen, um ein gemeinsames Vorgehen zu vereinbaren.

«Wir werden nicht akzeptieren, dass sich unser Land in ein Lager für menschliche Wesen verwandelt», sagte Tsipras vor den Abgeordneten.

Tsipras ist vor allem über Österreich erbost. Obwohl erst am vergangenen Donnerstag auf dem EU-Gipfel ein gemeinsames Vorgehen in der Flüchtlingskrise vereinbart worden war, hatte Wien am Mittwoch auf einer Westbalkankonferenz gemeinsam mit neun weiteren Ländern vereinbart, weniger Flüchtlinge passieren zu lassen. Weder Griechenland noch die EU oder Deutschland waren eingeladen.

Dadurch sieht Griechenland seine Befürchtung bestätigt, mit den Flüchtlingen, die nach wie vor täglich zu Hunderten aus der Türkei durch die Ägäis kommen, allein zu bleiben. Es sei «eine Schande», dass einige Länder die Entscheidung des Gipfels zu einem gemeinsamen Vorgehen nicht respektierten, sagte Tsipras vor den Abgeordneten Parlament. (jas/sda/afp)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

3
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
3Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Wasss 25.02.2016 14:28
    Highlight Highlight Ja wie jeder weiss funktioniert das konstruckt EU nicht.
    Also wirschaftlich oder besser gesagt Kapitalistisch ist es gold wert. Und den rest kennen wir ja alle einfach nur misst
  • atomschlaf 25.02.2016 00:35
    Highlight Highlight Super! Je weniger die EU entscheidet, desto besser!
  • Amboss 24.02.2016 23:10
    Highlight Highlight Hoffentlich kann Tsipras das durchziehen.

    Ist eine Schande, wie die europäischen Staaten mit den Griechen umgehen.

Analyse

Griechenland setzt Flüchtlinge auf offenem Meer aus – und überlässt sie ihrem Schicksal

So aggressiv hat noch kein europäisches Land auf die Ankunft von geflohenen Menschen reagiert. Was die Hellenen da gerade machen, ist brandgefährlich.

Die Enthüllung der New York Times ist schockierend: Die amerikanische Zeitung berichtete am Wochenende, dass griechische Behörden in den vergangenen Monaten mindestens 31 Mal Flüchtlingsgruppen aus Auffanglagern holten, sie mitten in der Nachts aufs offene Meer hinausfuhren, in Schlauchboote setzten und sie an der griechischen Seegrenze ihrem Schicksal überliessen.

Mindestens 1072 Menschen haben sich die Griechen auf diesem Weg vom Hals geschafft. Die New York Times hat mit mehreren von ihnen …

Artikel lesen
Link zum Artikel