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Diese 7 Bilder zeigen, was gerade in Griechenland passiert

Am Freitag öffnete der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan die Grenzen der Türkei in Richtung EU. Damit löste er eine neue Migrationsbewegung aus. 7 Bilder zeigen, was gerade in Griechenland passiert.



Was passiert gerade in Griechenland?

Migrants arrive at the village of Skala Sikaminias, on the Greek island of Lesbos, after crossing on a dinghy the Aegean sea from Turkey on Monday, March 2, 2020. Thousands of migrants and refugees massed at Turkey's western frontier, trying to enter Greece by land and sea after Turkey said its borders were open to those hoping to head to Europe. (AP Photo/Michael Varaklas)

Zu Fuss und mit nur einem Rucksack voller Habseligkeiten versuchen die Geflüchteten nach Europa zu gelangen. Bild: AP, Bild aufgenommen am 2. März

Mehrere tausend geflüchtete Menschen strömen derzeit an die türkisch-griechischen Grenzen. Zu Fuss über den Landweg oder per Boot über die Ägäis versuchen sie, in die EU zu gelangen. Die Lage ist angespannt. Die EU-Grenzschutzagentur Frontex erwartet in den kommenden Tagen eine weitere Zuspitzung der Krise an den EU-Grenzen zur Türkei.

Es werden «Massenmigrationsströme nach Griechenland erwartet», schrieb die Behörde (Frontex Situation Centre) am Wochenende in einem internen und vertraulichen «Situationsbericht zur griechisch-türkischen Grenze», der dem Nachrichtenblatt «Welt» vorliegt.

Was löste die Ausnahmesituation an den EU-Grenzen aus?

Turkish President Recep Tayyip Erdogan speaks to his ruling party members, in Ankara, Turkey, Thursday, Feb. 27, 2020. Erdogan said Thursday that fighting in northwest Syria had swung in favor of Turkey and the opposition forces it supports. (Presidential Press Service via AP, Pool)

«Wir haben die (Grenz-) Tore gestern geöffnet», verkündete der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan am Samstag. Bild: AP

Schuld daran ist ein Satz, gesagt vom türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. Am Samstag sagte er in Istanbul: «Wir haben die (Grenz-) Tore gestern geöffnet.» Man werde die Geflüchteten auf dem Weg in Richtung Europa nicht mehr aufhalten, so Erdogan.

Mit dieser Reaktion übt Erdogan Kritik am Abkommen mit der EU. Der mit der Türkei 2016 abgeschlossene Flüchtlingspakt sieht eigentlich vor, dass die Türkei Flüchtlinge und Migranten vom Weg in die EU abhält. Im Gegenzug erhält Ankara unter anderem finanzielle Unterstützung. Doch laut Erdogan habe die EU ihre Versprechen nicht gehalten. Die Türkei könne so viele Flüchtlinge nicht mehr versorgen.

Welche Grenzübergänge sind am stärksten betroffen?

Zahlreiche Geflüchtete, darunter Syrer, Iraner, Iraker, Marokkaner und Pakistaner, versuchen über die türkische Provinz Edirne an der Grenze zu Griechenland in die EU zu gelangen.

Ebenfalls stark betroffen von der aktuellen Situation ist die griechische Insel Lesbos. Allein am Sonntagvormittag sollen gemäss der Nachrichtenagentur ANA-MPA 220 Migranten angekommen sein. Reporter vor Ort berichten, dass weitere Boote auf dem Weg seien.

Migration Lesbos EU Türkei

Bild: datawrapper

Anders als in Griechenland sieht die Lage in Bulgarien aus, das ebenfalls eine EU-Aussengrenze zur Türkei hat. «An unserer Grenze (zur Türkei) gibt es null Migration», sagte Regierungschef Boiko Borissow am Samstag gemäss eines Berichts des Staatsfernsehens.

Grenzpolizei-Chef Swetlan Kitschikow bekräftigte am grössten bulgarisch-türkischen Grenzübergang bei Kapitan Andreewo, die Lage unterscheide sich nicht von der der vergangenen Tage. Migranten bewegten sich zwar von Istanbul nach Westen, allerdings nicht in Richtung Bulgariens Grenze.

Wie viele Menschen sind unterwegs?

epa08263903 Refugees walk back after a failed attempt to pass the Greek border near the Meric (Evros) River, as they try to find a way to reach Greek territory at the Turkish-Greek border in the Ipsala district of Edirne, Turkey, 02 March 2020. The Turkish government announced its decision to no longer stop refugees from reaching Europe, after 33 Turkish soldiers were killed in Idlib, Syria on 27 February.  EPA/TOLGA BOZOGLU

In der türkischen Provinz Edirne gibt es Grenzübergänge zu Bulgarien und Griechenland. Viele Geflüchtete scheitern beim Grenzübergang. Auf dem Bild kehren zahlreiche zurück zu ihren Lagern, nachdem sie nicht über die Grenze gelassen wurden. Bild: EPA, bild aufgenommen am 2. märz

Seit Freitag seien 18'000 Flüchtlinge über die türkische Grenze in die EU gekommen. Laut der Uno-Organisation für Migration harren zudem rund 13'000 Menschen bei Frost auf der türkischen Seite der Grenze aus.

Wie gefährlich ist der Grenzübertritt für die Geflüchteten?

Migrants arrive at the village of Skala Sikaminias, on the Greek island of Lesbos, after crossing on a dinghy the Aegean sea from Turkey on Monday, March 2, 2020. Thousands of migrants and refugees massed at Turkey's western frontier, trying to enter Greece by land and sea after Turkey said its borders were open to those hoping to head to Europe. (AP Photo/Michael Varaklas)

Migranten erreichen das Dorf Skala Sikaminias auf der griechischen Insel Lesbos. Die Überfahrt mit dem Schlauchboot ist lebensgefährlich. Bild: AP, bild aufgenommen am 2. märz

Der Grenzübertritt ist für die Geflüchteten mit viel Gefahr verbunden. Besonders über den Seeweg bringen sich die Menschen regelmässig in Lebensgefahr. Am Montagvormittag war ein Kleinkind beim Untergang eines Schlauchboots vor der Insel Lesbos ums Leben gekommen, wie das griechische Fernsehen (ERT) unter Berufung auf die Küstenwache berichtete. Das Kind kam an Bord eines Schlauchbootes mit 48 Flüchtlingen aus der Türkei an.

Nebst den Naturgefahren müssen die Geflüchteten auch mit aufgebrachten Reaktionen der griechischen Einwohner rechnen. Ein Video zeigt, wie ein wütender Mob, versammelt am Hafen der griechischen Insel Lesbos, ein Schlauchboot mit einer Stange zurück ins Gewässer zu stossen versucht. «Die Grenze ist geschlossen, warum kommt ihr hierher?», ruft ein Grieche den Geflüchteten im Boot zu.

Auch der Landweg über die Grenze ist mit Gefahren verbunden. So reagiert die griechische Polizei mit Tränengas und Blendgranaten auf die Grenzübertritte. Am Montag versuchten hunderte Menschen, die Grenze bei Kastanies zu passieren.

Migrants try to cut the fence at the Turkish-Greek border during clashes with the Greek police near the Pazarkule border gate in Edirne, Turkey on Monday, March 2, 2020.Thousands of migrants and refugees massed at Turkey's western frontier, trying to enter Greece by land and sea after Turkey said its borders were open to those hoping to head to Europe. (AP Photo/Darko Bandic)

Migranten versuchen den Grenzzaun, der aus der Türkei nach Griechland führt, zu durchbrechen. Bild: AP, bild aufgenommen am 2. märz

Greek military fire teargas canisters during clashes between migrants and Greek police and army personnel near the Kastanies border gate at the Greek-Turkish border, Sunday, March 1, 2020. Migrants and refugees were trying to enter Greece by land and by sea Sunday despite Greece making clear it would not allow anyone in, after Turkey officially declared its western borders open to those hoping to head into the European Union. (AP Photo/Giannis Papanikos)

Mit Tränengas und Blendgranaten verteidigen die griechischen Behörden ihre Grenze. Bild: AP, bild aufgenommen am 1. märz

Wie reagiert die Politik?

Greek riot policemen guard as migrants gather near the Kastanies border gate at the Greek-Turkish border, Sunday, March 1, 2020. Thousands migrants massed at the Turkish-Greek border, and hundreds more crossed from the Turkish coast to nearby Greek islands in dinghies over the weekend, after Turkey declared its borders open amid a Russia-backed Syrian government offensive into Syria's northwestern Idlib province. (AP Photo/Giannis Papanikos)

Aufgrund der erhöhten Migration hat die griechische Polizei die Sicherheitsvorkehrungen an den Grenzübergängen erhöht. Hier patrouillieren griechische Polizisten in der Nähe des Grenzübergangs von Kastanies. Bild: AP, bild aufgenommen am 1. märz

Griechenland setzte bereits die Schutzvorkehrungen an seinen Grenzen auf die höchste Stufe herauf, wie Regierungschef Kyriakos Mitsotakis am Sonntagabend nach einer Krisensitzung des nationalen Sicherheitsrats mitteilte.

So sollen die Patrouillen an Land und zu Wasser im Nordosten des Landes verstärkt werden, nachdem die Türkei am Wochenende ihre Grenzen zur EU für Flüchtlinge geöffnet hat. Wie der griechische Regierungssprecher Stelios Petsas ergänzte, will sein Land zudem einen Monat lang keine neuen Asylanträge mehr annehmen. Er sprach von einer «asymmetrischen Bedrohung der Sicherheit unseres Landes».

Petsas kritisierte zudem die Türkei, die mit der Öffnung ihrer Grenzen diplomatischen Druck ausüben wolle. Ankara sei damit «selbst zum Schlepper» geworden. Die Türkei hingegen wirft der EU vor, sich nicht an den 2016 geschlossenen Flüchtlingspakt zu halten.

Aus der griechischen Regierung hiess es am Wochenende, binnen 24 Stunden seien fast 10'000 Migranten an einem «illegalen» Grenzübertritt gehindert worden. Zudem wurden rund 140 Flüchtlinge festgenommen.

Die griechische Polizei drängte die Flüchtlinge am Grenzübergang Pazarkule am Samstag mit Tränengas zurück, daraufhin warfen einige der Migranten mit Steinen.

EU-Migrationskommissar Margaritis Schinas wird nach eigenen Worten an diesem Montag in Berlin sein. Er hatte am Wochenende eine baldige Sondersitzung der EU-Innenminister gefordert. Eine EU-Sprecherin erklärte am Sonntag, die Europäische Union sei in stetigem Kontakt mit den türkischen Behörden.

Bulgariens Regierungschef Boiko Borissow reist an diesem Montag nach Ankara, um mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan über die Lage in Syrien und Flüchtlingsbewegungen zu sprechen. Wie die bulgarische Regierung am Sonntag mitteilte, werden die beiden bei einem Abendessen «Handlungen erörtern, die zur Bewältigung der Krise in Syrien und zum Stopp des Migrationsdrucks beitragen werden».

Mit Material von der sda

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64
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64Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Martin Jordi (2) 04.03.2020 20:18
    Highlight Highlight Zuerst mogelt er sich an die Macht und verhaftet alle die nicht gleicher Meinung sind. Dann spielt er krieg auf Menschen leben, greift der Freund einer Weltmacht an und wundert sich, dass er den Po versollt bekommt. Aber nicht genug, erpresst die EU für die Hilfe, sonst Grenzen auf. Hallo? Ist er nicht ganz dicht? Wenn so weiter geht, stellt vielleicht der Türkei ein Ultimatum, schmeisst den Tyrannen vom Trohn oder krieg? Den auf das läuft es hinaus... Traurig...
  • cosmonaut 04.03.2020 15:13
    Highlight Highlight Das Problem ist Erdogan. Wenn er nicht wäre, hätten die Russen mit den Syrern kurzen Prozess mit den Islamisten, die Erdogan beschützt, gemacht. Das sinnlose hinauszögern des Krieges mit erneuten flüchtenden Kurden und Syrern ist Erdogan geschuldet. Europa sollte sich mit Russland und Syrien an einen Tisch setzten und diesen elendigen Krieg beenden. Damit die Syrer wiede nach Hause können und ihr Land wieder aufbauen.
  • Ricardo Tubbs 04.03.2020 08:31
    Highlight Highlight unter den Migranten sind Marokkaner? hab ich was verpasst? was ist dort los?
  • Lucida Sans 03.03.2020 16:47
    Highlight Highlight Ich bin überzeugt, der grösste Teil der Geflüchteten würden am liebsten bei sich zuhause im vertrauten Umfeld und in Frieden leben.
  • Rabbi Jussuf 03.03.2020 14:04
    Highlight Highlight Interessant

    Im ersten Bild sind wohl keine Syrer zu sehen, wie immer wieder behauptet wird.
    • CaptainObvious 04.03.2020 16:34
      Highlight Highlight Bei genauerer Betrachtung ist mir aufgefallen, dass die Gruppe im ersten Bild (zumindest teilweise) dieselbe wie im Bild unter Punkt 5) ist.

      Die Objektivität der Berichterstattung leidet für mich dann ein bisschen unter solchen Dingen. Zumal ich mir auch bewusst bin zu welchen Mitteln in Info-Wars gegriffen wird.
      Verschiedene Lager sind in der Vergangenheit auch nicht davor zurückgeschreckt Situationen nachzustellen - böse Zungen würden "schauspielern" sagen.
    • Rabbi Jussuf 04.03.2020 18:58
      Highlight Highlight Stimmt. Die beiden Mädchen vorne sind deutlich auszumachen. Der Mann, der das rote Mädchen aus dem Boot holt ist nachher der mit den Säcken rechts. Der Mann, der aussieht wie ein Asiate mit den beiden Mädchen an der Hand ist im Boot weit hinten zu sehen.
      So wie es aussieht, sind beide Bilder von Lesbos. Vermutlich ein dankbares Motiv, weil einige Kinder zu sehen sind.
    • grumpygirl 05.03.2020 09:00
      Highlight Highlight "bei genauerer Betrachtung" sieht man ja auf den ersten Blick. Was ich nicht verstehe, wo das Problem sein soll?
      Selbst wenn -wie du sagst- Bilder nachgestellt werden, braucht es ja nicht viel Fantasie, um sich auszudenken, wie es in der Realität aussieht - wohl nicht viel anders.

      Diese "Ich habe eine Verschwörung aufgedeckt"-Mentalität ist nicht gerade förderlich für diese Problematik.
      Aber nach diesen Kommentaren bin ich immer wieder schockiert, wie wenig Mitgefühl Menschen haben. Ich hoffe für alle, dass wir nie Hilfe benötigen.
      Menschen sind Menschen und Grenzen sind zufällig?!
  • Special K 03.03.2020 13:45
    Highlight Highlight Es war schon 2016 abzusehen, dass es so kommen wird. Die EU und die Schweiz haben nichts getan, um sich darauf vorzubereiten. Es ist eine Schande, wie Menschen an der Grenze behandelt werden.

    Wir dürfen Griechenland und Italien nicht alleine lassen. Europa muss diesen Menschen rasch und unbürokratisch Schutz bieten.

    Heute Um 18:30 findet in Zürich am HB eine Solidaritätskundgebung statt.

    Beweist Menschlichkeit, fordert die Politik zum Handeln auf.
  • Nino F. 03.03.2020 13:23
    Highlight Highlight Wenn Unternehmen wegen Corona Verluste haben, wird versprochen, Geld bereitzustellen. Wenn Geflüchtete inkl. Kinder an der griechischen Grenze stehen, wird versprochen, dass Frontex mit Tränengas bereitsteht.
    Das Kapital ist also wichtiger als die Menschen. Zu gegebener Zeit wird sich diese Logik auch gegen diejenigen Leute richten, die sich jetzt gegen die Aufnahme von Geflüchteten aussprechen.
  • Martin Ho 03.03.2020 13:07
    Highlight Highlight Verstehe ich das richtig; Erdi mischt im Syrienkrieg mit und überlässt die Flüchtlinge der EU?
    • Rabbi Jussuf 04.03.2020 19:01
      Highlight Highlight Das verstehst du absolut richtig!
      Und Merkel unterstützt den Erdi auch noch. Es sind 30 Millionen im Gespräch, die an Erdi gehen sollen.
    • ater0 05.03.2020 04:46
      Highlight Highlight Du meinst wohl eher 30 Miliarden?
  • Do not lie to mE 03.03.2020 12:37
    Highlight Highlight Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) und Innenminister Karl Nehammer (ÖVP): "Wenn wir jetzt dem Druck Erdogans nachgeben, dann sei der Ansturm von 13.000 Migranten nur die erste kleine Prise und nur der Anfang gewesen" so Kurz. Es sei ein „Angriff der Türkei auf die Europäische Union und auf Griechenland“, kritisierte er den türkischen Machthaber aufs Schärfste. Bezüglich Frauen und Kinder, die bereits in griechischen Flüchtlingslagern leben, um diese nach Österreich zu holen wurde abgelehnt. Source:Kronen.at
  • Petrum 03.03.2020 12:29
    Highlight Highlight Man sollte auch mal erwähnen, dass diese Menschen von der Türkei regelrecht nach Griechenland getrieben werden. Das ist kein "Wir halten sie nicht mehr auf"...
  • schuelhuusgspängschtli 03.03.2020 12:16
    Highlight Highlight Mit dieser ablehnenden Haltung macht sich Europa erpressbar. Flüchtlinge werden zum Hebel für Erdogan. Zeigt diesem Diktator, dass Europa mehr ist. Besser ist!
    Wie Ruthe.de gesagt hat: “ Wenn mit Tränengas auf Kinder schießen nötig ist, um das zu bewahren, was wir Europa nennen, dann isses die Scheiße echt nicht wert, Leute.”
  • Lowend 03.03.2020 12:01
    Highlight Highlight Aus purer Angst vor der rassistischen Rhetorik der extremen Rechten haben sich die Europäischen Politiker freiwillig in die Geiselhaft eines Erpressers begeben und dieser benutzt nun die Flüchtlinge als Waffe, um von uns Geld zu erpressen, damit er seinen Krieg gegen die Kurden weiterführen und so neue Flüchtlinge produzieren kann.

    Für den türkischen Despoten sind diese Menschen nur Mittel zum Zweck und es wäre an uns, diesen Irrsinn zu stoppen, aber das geht nur, wenn wir die Angst vor der rassistischen, rechtsextremen Rhetorik verlieren.

    Ein wahrer Teufelskreis!
  • Gebery 03.03.2020 11:40
    Highlight Highlight Ich finde es krass, wenn man sich vor Augen hält, dass einige (mächtige) Menschen diese Flüchtlinge mehr als politisches Druckmittel als als Mensch ansehen...
  • Füürtüfäli 03.03.2020 11:39
    Highlight Highlight Die Einwohner von Lesbos
    sind nicht einfach hasserfüllte Menschen, sondern selbst verzweifelt. Der Artikel könnte schon die Gründe für deren Zorn erwähnen.
    • d-effekt 03.03.2020 16:51
      Highlight Highlight Die Bewohner sind verzweifelt, ja.
      Einzelne, hasserfüllte Radikale prügeln auf die Flüchtlinge ein. Nicht alle Bewohner.
  • Bert der Geologe 03.03.2020 11:36
    Highlight Highlight Europa hatte seit 2016 Zeit, um neben dem Flüchtlingsabkommen mit der unberechenbaren Türkei einen Plan B zu erarbeiten. Dass die Despoten Erdogan, Assad und Putin, irgendwann wieder einen grossen Flüchtlingsstrom auslösen, war absehbar. Aber lieber stritt man sich über Quoten, Fluchthelferboote und andere Befindlichkeiten.
  • TheKen 03.03.2020 11:10
    Highlight Highlight habe Muehe mit diesem Zitat : "Mit dieser Reaktion übt Erdogan Kritik am Abkommen mit der EU. Der mit der Türkei 2016 abgeschlossene Flüchtlingspakt sieht eigentlich vor, dass die Türkei Flüchtlinge und Migranten vom Weg in die EU abhält. Im Gegenzug erhält Ankara unter anderem finanzielle Unterstützung. Doch laut Erodgan habe die EU ihre Versprechen nicht gehalten. Die Türkei könne so viele Flüchtlinge nicht mehr versorgen." Koennt ihr, Watson nicht die Fakten liefern? Was beinhaltet der Pakt, wieviel wurde bezahlt. Welches Versprechen hat die EU gebrochen. Danke.
    • Rabbi Jussuf 04.03.2020 19:13
      Highlight Highlight Dieser "Pakt" ist nur eine mündliche Abmachung, extrem kompliziert und nicht einzuhalten - von beiden Seiten nicht.
      Das Geld ist weg. Die Griechen haben nicht alle Ankommenden in die Türkei zurückgeschoben und die EU hat mehr aufgenommen als sie hätten müssen. (Sie hätten nichts müssen, denn der Deal war von Merkel, den Niederlanden und noch einem Staat eingefädelt, also eigentlich nicht von der EU.)
      Erdogan hat immerhin die Grenzen einige Zeit einigermassen dicht gemacht. Es war aber abzusehen, dass das nicht ewig hält.
  • Cirrum 03.03.2020 10:37
    Highlight Highlight Traurige Welt, müssen Menschen vom eigenen Land flüchten und werden so behandelt:-(
    • Älplermagrönli mit Öpfelmues 03.03.2020 11:27
      Highlight Highlight Aber Grenzzäune gewaltsam durchbrechen, herumzuschreien und zu protestieren weil es gerade halt nicht ins "Wunschland" geht ist dann in Ordnung oder wie?
    • Defekte Demokratie 03.03.2020 12:05
      Highlight Highlight Die Leute sind vieleicht verzweifelt, weil es unter anderem seit einigen Monaten anstelle Älplermagrönli mit Öpfelmues Bomben und Tretminen mit Tränengas zum Zmorge, Zmittag und Znacht gegeben hat?
    • Tutu 03.03.2020 12:11
      Highlight Highlight Ja, Sie würden eher bei Minusgraden noch ein paar Jahre am Grenzzaun kampieren?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Stefan Morgenthaler-Müller 03.03.2020 10:35
    Highlight Highlight @ Helena Obrist. Wäre es möglich, zukünftig anstatt von "Flüchtlingen" von "Geflüchteten" zu schreiben?

    Die Endung "-ling" wird in der deutschen Sprache gebraucht, um etwas abzuwerten oder für nicht ganz voll zu nehmen: Feigling, Dümmling, Schwächling, usw.
    • loquito 03.03.2020 10:56
      Highlight Highlight Lehrling, Häftling, Frühling.... Der pejorative aspekt bei - ling ist nun wirklich nicht immer gegeben...
    • Fritz N 03.03.2020 10:56
      Highlight Highlight https://de.wikipedia.org/wiki/Euphemismus-Tretm%C3%BChle
    • buffettino 03.03.2020 11:04
      Highlight Highlight Pejorativsuffix, wie bei Säugling und Lehrling. Ich habe im Ausland mal gesagt, ich sei Ausländer, kam nicht gut an.
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