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Left-wing Syriza party leader Alexis Tsipras, left, embraces leader of the right-wing Independent Greeks party Panos Kammenos after his general election victory, at Syriza's party’s main electoral center in Athens, Sunday, Sept. 20, 2015. Tsipras said he would renew his partnership with Kammenos in coalition government. (AP Photo/Lefteris Pitarakis)

Anel-Chef Panos Kammenos (rechts) hatte Dimitris Kammenos zum Rücktritt bewogen.
Bild: Lefteris Pitarakis/AP/KEYSTONE

Wegen Antisemitismus-Vorwürfen: Kammenos verlässt Tsipras' Kabinett

Kurz nach der Vereidigung der neuen griechischen Regierung hat diese eines ihrer Mitglieder wegen umstrittener Äusserungen verloren. Der Infrastruktur-Staatssekretär Dimitris Kammenos aus der Rechtspartei Anel reichte am Mittwochabend in Athen seinen Rücktritt ein.



Damit wolle er «das gute Funktionieren der neuen Regierung» sicherstellen. Der 49-Jährige reagierte damit auf Kritik an einem Facebook-Eintrag, in dem er im Juni die Spar- und Reformauflagen von Griechenlands internationalen Gläubigern mit dem NS-Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau verglichen hatte.

Der linksgerichtete Ex-Abgeordnete Petros Tatsopoulos verbreitete zudem über Twitter eine Äusserung von Kammenos aus dem Jahr 2013. Darin hatte er über eine angebliche jüdische Verschwörung hinter den Terroranschlägen in den USA vom 11. September 2001 spekuliert.

Die Wochenzeitung «To Vima» berichtete, Kammenos habe die Homosexuellen-Kundgebung Gay Pride in Athen im Juni als «erbärmlich» bezeichnet. Kammenos erklärte, seine Facebook-Seite sei nicht von ihm selbst, sondern von seinen Mitarbeitern betrieben und überdies mehrfach gehackt worden.

Nunmehr gehören noch vier Politiker der rechtspopulistischen Partei Unabhängige Greichen (Anel) der Regierung des linksgerichteten Ministerpräsidenten Alexis Tsipras an, darunter Anel-Chef Panos Kammenos, der erneut zum Verteidigungsminister ernannt wurde.

Wie aus Regierungskreisen verlautete, hatte sich Tsipras am Mittwoch gezwungen gesehen, vom EU-Sondergipfel in Brüssel aus Anel-Chef Panos Kammenos anzurufen, um den Rücktritt von dessen Namensvetter zu veranlassen. (dwi/sda/afp)

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