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Witkoff und Kushner besuchen nach Iran-Gesprächen US-Flugzeugträger

Unterhändler Witkoff und Kushner besuchen nach Iran-Gesprächen US-Flugzeugträger

07.02.2026, 20:1707.02.2026, 20:33

Einen Tag nach ihren Verhandlungen mit dem Iran im Oman haben der US-Sondergesandte Steve Witkoff und der Trump-Schwiegersohn Jared Kushner den in die Region verlegten Flugzeugträger «USS Abraham Lincoln» besucht. Sie hätten dort unter anderem Matrosen und Marineinfanteristen gedankt und Flugeinsätze verfolgt, teilte Witkoff auf der Plattform X mit. Er sei stolz darauf, an der Seite der Männer und Frauen zu stehen, die die Interessen der USA verteidigten, deren Gegner abschreckten und der Welt zeigten, wie amerikanische Entschlossenheit aussehe.

Der Besuch kann kurz nach dem Beginn neuer Verhandlungen unter Vermittlung des Omans als weiteres Signal der Amerikaner an den Iran verstanden werden, dass sie von ihren militärischen Drohungen nicht abrücken. Er erfolgte auf Einladung des Oberbefehlshabers der amerikanischen Streitkräfte in der Region, Admiral Brad Cooper, wie der US-Sender CNN unter Berufung auf einen hochrangigen US-Beamten berichtete.

Cooper war bei den Gesprächen mit dem Iran am Freitag Teil der US-Delegation um Witkoff und Kushner. Der Iran sah schon darin den Versuch einer «Machtdemonstration», wie das Onlineportal Nur-News berichtete. «Das Einbringen der militärischen Komponente erhöht das Risiko und die Kosten der Verhandlungen; die Verantwortung dafür liegt bei den USA», hiess es in einem Bericht. Über den Besuch Kushners und Witkoffs auf dem Flugzeugträger waren nach CNN-Informationen sowohl der Oman als auch der Iran vorab informiert.

Trump hat mehrfach mit militärischem Eingreifen gedroht

Die USA hatten ihr militärische Präsenz in der Nähe des Irans zuletzt massiv aufgestockt und in dem Zuge auch den Flugzeugträger nach Nahost verlegt. Dieser wird von einem Atomreaktor angetrieben und transportiert normalerweise mehrere Tausend Soldaten sowie Dutzende Kampfflugzeuge und wird von Zerstörern der Marine begleitet.

US-Präsident Donald Trump hatte der Führung in Teheran zuletzt mehrfach mit einem militärischen Eingreifen gedroht und dies unter anderem mit dem brutalen Vorgehen der Staatsgewalt gegen Demonstranten bei den jüngsten Massenprotesten begründet. Immer wieder macht er auch klar, dass ihm das umstrittene Atomprogramm des Irans ein Dorn im Auge ist.

Unterdessen will Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu voraussichtlich am Mittwoch in Washington mit Trump über die laufenden Gespräche mit dem Iran beraten. Das teilte Netanjahus Büro auf der Plattform X mit. (sda/dpa)

Netanjahu pocht auf harte Linie bei Iran-Gesprächen
Netanjahu erklärte, dass jegliche Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran sowohl eine Begrenzung ballistischer Raketen als auch eine Beendigung der Unterstützung der iranischen Verbündeten in der Region beinhalten müsse. Vertreter der US-Regierung und des Irans hatten am Freitag in der omanischen Hauptstadt Maskat Gespräche begonnen. Ein Termin für eine mögliche Fortsetzung steht bislang nicht fest. Der Iran hat mehrfach erklärt, ausschliesslich über sein umstrittenes Atomprogramm verhandeln zu wollen. Gespräche über weitere Streitpunkte lehnt die Führung in Teheran bislang ab. Der israelische Iran-Experte Danny Citrinowicz schrieb dazu auf X, dass die US-Regierung letztlich entscheiden müsse, «ob sie sich auf die nukleare Frage konzentriert oder Verhandlungen über alle Themen verlangt – in dem klaren Bewusstsein, dass es in diesem Fall sehr schwierig sein wird, zu einer Einigung zu gelangen». (sda/dpa)
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