International
Grönland

Dänemark glaubt trotz «roter Linien» an Einigung mit USA

Denmark's Foreign Minister Lars Lokke Rasmussen arrives for a meeting of EU foreign ministers at the European Council building in Brussels, Thursday, Jan. 29, 2026. (AP Photo/Geert Vanden Wijngae ...
Der dänische Aussenminister Lars Løkke Rasmussen.Bild: keystone

Dänemark glaubt trotz «roter Linien» an Einigung mit USA

07.02.2026, 18:5907.02.2026, 18:59

In den Verhandlungen mit den USA im Grönland-Konflikt glaubt der dänische Aussenminister Lars Løkke Rasmussen an eine Einigung, die die territoriale Integrität und Selbstbestimmung der Arktisinsel nicht verletzt. Nach wiederholten Drohungen des US-Präsidenten Donald Trump, die Insel zu annektieren, hatten die USA, Dänemark und Grönland vor einigen Wochen diplomatische Gespräche über die Zukunft des Landes begonnen.

«Wir haben von Anfang an klargemacht, dass jede Lösung unsere roten Linien respektieren muss», sagte Lars Løkke Rasmussen bei einer Pressekonferenz in der grönländischen Hauptstadt Nuuk. «Trotzdem haben wir Diskussionen begonnen. Das sehe ich als klares Zeichen, dass es möglich ist, eine Lösung zu finden, die unsere roten Linien respektiert.»

Grönland sei nach dem ersten Treffen aber «noch nicht da, wo wir gerne sein wollen», sagte die grönländische Ministerin für äussere Angelegenheiten, Vivian Motzfeldt. «Es ist ein langer Weg, deshalb ist es zu früh zu sagen, wo wir enden.»

Motzfeldt und Rasmussen hatten sich am Samstag in Nuuk mit ihrer kanadischen Amtskollegin Anita Anand getroffen. Zuvor hatte Kanada dem Fernsehsender DR zufolge am Freitag – wie auch Frankreich – ein Konsulat in Grönland eröffnet. Das neue kanadische Konsulat nannte Rasmussen am Samstag einen «Neuanfang» und eine «gute Möglichkeit, unsere bereits existierende Zusammenarbeit zu stärken». (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
6 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
6
Trump wütet im Iran: Benzin in der Schweiz droht wieder teurer zu werden
Noch sind die hiesigen Benzinpreise kaum angestiegen. Das könnte sich aber ändern.
Donald Trump, selbsterklärter Friedenspräsident, hat sein Land in einen Krieg gegen den Iran hineingezogen. Der Krieg hat bereits vielen Unschuldigen das Leben gekostet. Zum Beispiel haben die USA versehentlich eine iranische Primarschule getroffen und damit laut der «New York Times» rund 150 Menschen getötet und 100 weitere verletzt. Doch zugleich wird der Krieg finanzielle Folgen haben, auch in der Schweiz.
Zur Story