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epa07494375 French President Emmanuel Macron (L) greets British Prime Minister Theresa May (R) as she arrives for a meeting at the Elysee Palace in Paris, France, 09 April 2019. British Prime Minister Theresa May is in Paris and Berlin seeking an extension to article 50.  EPA/IAN LANGSDON

Lediglich Frankreich äusserte sich skeptisch dazu, den Brexit um Monate zu verschieben. Bild: EPA/EPA

Macron lässt May zappeln – und doch erhalten Briten wohl nochmals Gnadenfrist



Kurz vor dem Beginn des EU-Sondergipfels zum Brexit gibt es kaum noch Zweifel: Der Termin für den britischen EU-Austritt soll nach Ansicht der übrigen Mitgliedstaaten noch einmal um etliche Monate verschoben werden.

Bei einem Vorbereitungstreffen der EU-Botschafter sprach sich am Dienstagabend nach Informationen der Nachrichtenagentur DPA eine Mehrheit der Mitgliedstaaten dafür aus, den Briten einen Aufschub bis zum 31. Dezember oder 1. März anzubieten. Lediglich Frankreich soll sich demnach noch skeptisch geäussert haben.

Die britische Premierministerin Theresa May will an diesem Mittwoch bei dem EU-Sondergipfel dafür werben, ihren Vorschlag auf eine Verlängerung der Austrittsfrist bis zum 30. Juni zu akzeptieren. Viele EU-Staaten stehen diesem Ansinnen allerdings ablehnend gegenüber, weil sie befürchten, dass die Briten auch bis zu diesem Termin ihre innenpolitischen Konflikte nicht beilegen können.

May war zuletzt drei Mal damit gescheitert, ihren mit der EU ausgehandelten EU-Austrittsvertrag durchs Parlament zu bringen. Grund ist, dass es in Grossbritannien parteiübergreifend grosse Differenzen darüber gibt, wie beziehungsweise ob der per Referendum angestossene EU-Austritt umgesetzt werden sollte.

EU will klare Bedingungen

Als sicher gilt nach dem rund dreistündigen Vorbereitungstreffen, dass eine Verlängerung der Austrittsfrist von EU-Seite an klare Bedingungen geknüpft wird. So werden die Briten im Mai zum Beispiel an der Europawahl teilnehmen müssen. Dies soll sicherstellen, dass es keine rechtlichen Schwierigkeiten gibt, wenn Grossbritannien im Sommer noch EU-Mitglied sein sollte, aber keine Abgeordneten gewählt hat.

Zudem wollen die Mitgliedstaaten erreichen, dass sich die britische Regierung verpflichtet, nicht mehr aktiv in EU-Entscheidungen einzugreifen. Relevant könnte dies zum Beispiel bei der Ernennung des nächsten EU-Kommissionspräsidenten oder den Verhandlungen über den EU-Finanzrahmen für die Jahre 2021 bis Ende 2027 sein. (sda/dpa)

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