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Britischer Rechtsextremer Tommy Robinson vor Freilassung

Britischer Rechtsextremer Tommy Robinson vor Freilassung

20.05.2025, 13:57

Der britische Rechtsextreme Tommy Robinson soll bald auf freien Fuss kommen. Seine Haftstrafe sei um vier Monate verkürzt worden, berichtete die britische Nachrichtenagentur PA unter Berufung auf eine Gerichtsentscheidung am Londoner High Court. Erwartet werde, dass er noch in der kommenden Woche freikommt.

FILE - Tommy Robinson, the former leader of the far-right EDL "English Defence League" group arrives for an appearance at Westminster Magistrates Court in London, Oct. 16, 2013. (AP Photo/Ma ...
Tommy Robinson ist bald wieder frei.Bild: keystone

Tommy Robinson, der eigentlich Stephen Yaxley-Lennon heisst, ist einer der bekanntesten Rechtsextremen Grossbritanniens. Er sitzt seit Oktober 2024 in Haft, weil er trotz einer gerichtlichen Unterlassungsverfügung falsche Behauptungen über einen syrischen Flüchtling verbreitet hatte.

Robinson zeige zwar keine Reue oder Bedauern, er habe aber zugesichert, sich an die Unterlassungsverfügung zu halten, zitierte PA den zuständigen Richter am High Court.

Selbst Farage distanzierte sich deutlich

Robinson ist eine höchst umstrittene Figur in Grossbritannien mit Verbindungen in die Hooligan-Szene. Der frühere Chef der rechtsextremen Vereinigung English Defence League ist bekannt für seine islamfeindlichen Aktivitäten. Selbst Brexit-Vorkämpfer Nigel Farage distanzierte sich in der Vergangenheit deutlich von Robinson – und nahm dabei sogar den Bruch mit US-Multimilliardär Elon Musk in Kauf, der als Unterstützer Robinsons gilt.

Rechtsextreme Ausschreitungen angeheizt

Robinson spielte unter anderem während der rechtsextremen Ausschreitungen in England im vergangenen Sommer mit seinen Social-Media-Aktivitäten eine problematische Rolle. Mit seinen millionenfach geklickten Posts heizte er die Stimmung weiter an.

Auslöser der tagelangen Randale war ein Messerangriff in Southport nahe Liverpool Ende Juli, bei dem drei Mädchen im Grundschulalter getötet wurden. In sozialen Netzwerken verbreiteten sich daraufhin Falschmeldungen, der Täter sei ein muslimischer Migrant. Daraufhin wurden in mehreren Städten in England und Nordirland Unterkünfte für Asylbewerber, Moscheen und Geschäfte angegriffen.

Musk setzte sich immer wieder öffentlich für Robinson ein. Auf seinem X-Account teilte Musk unter anderem den Post eines Robinson-Unterstützers und kommentierte diesen mit «Free Tommy». Er teilte auch Robinsons Account sowie weitere Beiträge, in denen der rechtsextreme und islamfeindliche Aktivist als politischer Gefangener bezeichnet wird. (dab/sda/dpa)

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