International
Grossbritannien

Boris Johnson weist Vorwurf der Lüge in «Partygate»-Affäre strikt zurück

Johnson weist Vorwurf der Lüge in «Partygate»-Affäre strikt zurück

22.03.2023, 15:4422.03.2023, 15:44

Der britische Ex-Premierminister Boris Johnson hat Vorwürfe strikt zurückgewiesen, dass er das Parlament in der «Partygate»-Affäre um illegale Lockdown-Feiern absichtlich in die Irre führte.

«Ich bin hier, um Ihnen – Hand aufs Herz – zu sagen, dass ich das Unterhaus nicht angelogen habe», sagte Johnson am Mittwoch in London vor dem zuständigen Parlamentsausschuss.

Er räumte erneut ein, dass er im Unterhaus falsche Angaben gemacht habe. Allerdings habe er stets nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt und habe zum damaligen Zeitpunkt keine Kenntnis vom tatsächlichen Ausmass der Feiern gehabt, sagte der konservative Politiker.

Zu Beginn der Befragung, die mehrere Stunden dauern sollte, schwor Johnson auf eine Bibel, nur die Wahrheit zu sprechen. Geklärt werden soll, ob Johnson das Unterhaus absichtlich belog. In diesem Fall droht dem 58-Jährigen eine längere Suspendierung, die zu einem Verlust seines Mandats führen könnte.

Der Ausschuss habe keine Beweise gefunden, dass er während der Corona-Pandemie von Mitarbeitern vor Regelbrüchen gewarnt wurde, sagte Johnson. Vielmehr zeige eine Vielzahl von Unterlagen, dass ihm die Rechtmässigkeit der Veranstaltungen versichert worden sei. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Cassis trifft in London Boris Johnson und die Queen
1 / 10
Cassis trifft in London Boris Johnson und die Queen
Bundesrat Ignazio trifft sich am 28.04 in London mit dem britischen Premierminister Boris Johnson.
quelle: keystone / andy rain
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Boris Johnson gibt Rücktritt bekannt (vollständige Rede)
Video: youtube
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
2 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2
Kurze Begegnung zwischen Bürgermeister Mamdani und AOC löst Debatte aus
An der Gedenkfeier zum 25. Jahrestag der Terroranschläge vom 11. September 2001 in New York kam es zu einer seltenen Pause der heftigen Zerstrittenheit zwischen Demokraten und Republikanern. Überschattet wurde sie von einer Debatte über eine kurze Sequenz im Livestream.
Die kurze Sequenz dauert etwa vier Sekunden. Trotzdem hat sie in den USA am 25. Jahrestag des 11. Septembers eine riesige Kontroverse ausgelöst.
Zur Story