International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa07786190 French President Emmanuel Macron (L) and British Prime Minister Boris Johnson (R) during their meeting at the Elysee Palace in Paris, France, 22 August 2019. Johnson is in Paris after a one day visit in Berlin.  EPA/CHRISTOPHE PETIT TESSON / POOL

Schlechte Manieren im Elysee-Palast: Boris Johnson stellt bei Emmanuel Macron den Fuss auf den Tisch. Bild: EPA

Fuss auf dem Tisch und Klatsche von Macron – So war Boris Johnsons Besuch in Paris



Nicht unbedingt die feine englische Art: Grossbritanniens Premierminister Boris Johnson hat bei seinem Antrittsbesuch beim französischen Präsidenten seinen Fuss auf einen Beistelltisch gestellt und dafür online böse Kommentare kassiert.

Auf einem Foto ist zu sehen, wie Johnson am Donnerstag im Pariser Elysee-Palast seinen rechten Fuss auf ein rundes Tischchen stützt und sich im Sessel zurücklehnt. Ihm gegenüber sitzt Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron.

In den sozialen Medien war der Ärger über Johnsons flapsigen Auftritt gross. Die britische Tageszeitung «The Guardian» schrieb, der britische Premier habe sich für einen eher «informellen Ansatz» entschieden, als er sich mit Macron zusammensetzte.

Kein neues Brexitabkommen

Auch im Gespräch erreichte Johnson nicht das, was er sich wohl erhofft hatte. Macron hat ihm beim Brexit klare Grenzen aufgezeigt. Die Zeit reiche nicht mehr, um eine neue Scheidungsvereinbarung zwischen der EU und Grossbritannien auszuhandeln, sagte Macron.

«Ich möchte das sehr deutlich sagen: Im kommenden Monat werden wir kein neues Austrittsabkommen finden, das gross vom Original abweicht», sagte Macron am Donnerstag an der Seite seines Staatsgastes im Hof des Elysee-Palasts in Paris. Im Poker um den Brexit gilt der Franzose als Hardliner.

Der britische Premier betonte nach dem Treffen, er wolle eine Einigung für den Austritt seines Landes aus der EU erzielen. «Ich möchte ein Abkommen.»

epaselect epa07785596 French President Emmanuel Macron (R) and British Prime Minister Boris Johnson (L) give a press conference prior to their  meeting at the Elysee Palace in Paris, France, 22 August 2019. Johnson is in Paris after a one day visit in Berlin.  EPA/CHRISTOPHE PETIT TESSON

Bild: EPA

Sein Treffen mit der deutschen Kanzlerin Angela Merkel habe ihn «stark ermutigt». Johnson plädierte dafür, den Brexit «vernünftig und pragmatisch sowie im Interesse beider Seiten» zu regeln und damit nicht bis zum 31. Oktober zu warten. «Lassen Sie uns nun damit weitermachen, unsere Freundschaft und Partnerschaft zu vertiefen und zu intensivieren.»

Johnsons Furcht vor dem Backstop

Boris Johnson, der seit einem Monat im Amt ist, will den zwischen seiner Vorgängerin Theresa May und der EU ausgehandelten, vom britischen Parlament aber mehrfach abgelehnten Brexit-Vertrag wieder aufschnüren und die Notfalllösung zur irischen Grenze kippen.

Dieser sogenannte Backstop soll eine harte Grenze zwischen dem EU-Mitglied Irland und dem zu Grossbritannien gehörenden Nordirland verhindern - und damit auch ein potenzielles Wiederaufflammen des Irland-Konflikts.

Johnson aber fürchtet, dass sein Land durch den Backstop, sollte er denn eintreten, dauerhaft eng mit der EU verbunden bliebe und so keine unabhängige Handelspolitik betreiben könnte.

Die EU hat jedoch wiederholt unterstrichen, dass am Austrittsabkommen nicht gerüttelt wird. Gelingt keine Einigung, droht ein Brexit ohne Abkommen. Experten warnen für so einen Fall vor schweren wirtschaftlichen Verwerfungen beiderseits des Ärmelkanals.

Johnsons Versprechen

Macron betonte, sowohl der Backstop als auch die Integrität des EU-Binnenmarkts seien Elemente, die man beibehalten müsse. Johnson versicherte, die britische Regierung werde «unter keinen Umständen» irgendeine Art von Kontrollen an der Grenze zu Irland einführen.

Er glaube auch nicht, dass die EU dies tun müsse, um ihren Binnenmarkt zu schützen. «Wir denken, dass es andere Wege gibt.» Er sei überzeugt, dass die Zeit dafür ausreiche. Vieles sei schon erledigt worden, um einen sanften Übergang Ende Oktober zu gewährleisten.

Mit Blick auf die Debatte über den Brexit-Vertrag merkte Johnson an, Merkel habe gesagt, dass man binnen 30 Tagen Überlegungen dazu entwickeln könne, was sich schaffen lasse. Diesen Geist bewundere er.

epa07784827 German Chancellor Angela Merkel (L) receives British Prime Minister Boris Johnson (R) with military honors at the Chancellery in Berlin, Germany, 21 August 2019. Prior to the G7 summit in Biarritz form 24 to 27 August 2019, Johnson meets Angela Merkel and on the next day French President Emmanuel Macron. In the talks, Johnson is expected to try to resume the Brexit talks, so that it will not come to a 'no deal' exit of the United Kingdom from the EU on 31 October 2019.  EPA/CLEMENS BILAN

Bild: EPA

Die deutsche Kanzlerin hatte am Mittwoch gesagt, dass der Backstop nur als «Rückfallposition» gedacht sei, falls man in dem zweijährigen Übergangszeitraum nach dem EU-Austritt zur Regelung des Grenzverkehrs an der irischen Grenze keine Einigung finde. «Man hat gesagt: Die finden wir wahrscheinlich in den nächsten zwei Jahren. Aber man kann sie vielleicht auch in den nächsten 30 Tagen finden. Warum nicht?»

Am Donnerstag präzisierte sie bei einem Besuch in Den Haag, dass sie keine 30-Tages-Frist gesetzt habe. Dieser Zeitraum sei nur sinnbildlich gemeint gewesen und habe deutlich machen sollen, dass auch in einem kurzen Zeitraum eine Lösung angestrebt werden könne, sagte Merkel.

An den Finanzmärkten kam am Donnerstag Hoffnung auf, dass nun doch Bewegung in den festgefahrenen Brexit-Streit kommt. Das britische Pfund stieg im Wert. (sda/dpa/reu/afp)

Diese 20 Cartoons fassen das Brexit-Chaos perfekt zusammen

EU-Ratspräsident Tusk beweist Galgenhumor

Play Icon

Das könnte dich auch interessieren:

Diese 9 Food Trucks aus New York wünschen wir uns in der Schweiz (weil absolut 🤤)

Link zum Artikel

Federer/Nadal necken sich wie ein altes Ehepaar und McEnroe will «ihre Karrieren beenden»

Link zum Artikel

«Kein Brexit ohne Parlament!» John Bercow sagt Johnson in Zürich den Kampf an

Link zum Artikel

St. Galler Polizist schiesst sich aus Versehen in den Oberschenkel

Link zum Artikel

Die lange Reise der Schiedsrichter-Pfeife an die Rugby-WM nach Japan

Link zum Artikel

Eins vor Tod will ich Sex und (eventuell) eine Ohrfeige

Link zum Artikel

CVP fährt grosse Negativ-Kampagne gegen andere Parteien – die Reaktionen sind heftig

Link zum Artikel

Wo du in dieser Saison Champions League und Europa League sehen kannst

Link zum Artikel

Migros Aare baut rund 300 Arbeitsplätze ab

Link zum Artikel

Eine Untergrund-Industrie plündert Banking-Apps wie Revolut – so gehen die Betrüger vor

Link zum Artikel

YB droht Bickel mit Gericht, nachdem er als Sportchef 40 Mio. verlochte

Link zum Artikel

Warum wir bald wieder über den Schweizer Pass reden werden

Link zum Artikel

«Ich hatte Sex mit dem Ex meiner besten Freundin…»

Link zum Artikel

Die amerikanische Agentin, die Frankreichs Résistance aufbaute

Link zum Artikel

Matheproblem um die Zahl 42 geknackt

Link zum Artikel

Wie gut kennst du dich in der Schweiz aus? Diese 11 Rätsel zeigen es dir

Link zum Artikel

«In der Schweiz gibt es zu viel Old Money und zu wenig Smart Money»

Link zum Artikel

So schneiden die Politiker im Franz-Test ab – wärst du besser?

Link zum Artikel

Röstigraben im Bundeshaus: «Sobald ich auf Deutsch wechsle, sinkt der Lärm um 10 Dezibel»

Link zum Artikel

So erklärt das OK der Hockey-WM in der Schweiz die Ähnlichkeit zum Tim-Hortons-Spot

Link zum Artikel

Die Geschichte von «Ausbrecherkönig» Walter Stürm und seinem traurigen Ende

Link zum Artikel

«Informiert euch!»: Greta liest den Amerikanern bei Trevor Noah die Leviten

Link zum Artikel

Keine Angst vor Freitag, dem 13.! Diese 13 Menschen haben bereits alles Pech aufgebraucht

Link zum Artikel

Der Kampf einer indonesischen Insel gegen den Plastik

Link zum Artikel

«Ich bin … wie soll ich es sagen … so ein bisschen ein Arschloch-Spieler»

Link zum Artikel

Alles, was du über die neuen iPhones und den «Netflix-Killer» von Apple wissen musst

Link zum Artikel

15 Bilder, die zeigen, wie wunderschön und gleichzeitig brutal die Natur ist

Link zum Artikel

Shaqiri? Xhaka? Von wegen! Zwei Torhüter sind die besten Schweizer bei «FIFA 20»

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

51
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
51Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • FITO 24.08.2019 14:35
    Highlight Highlight Dabei wollte doch BJ mit dem petite Napoléon nur ein bisschen 50 shades of Brexit spielen.
    Benutzer Bildabspielen
  • Ueli der Knecht 23.08.2019 13:29
    Highlight Highlight Zu diesem Foto von BoJos unpassendem Fuss auf dem Beistelltisch gäbe es auch zB. der Einwand eines Journalisten von Sky News, der behauptet, das Foto sei komplett aus dem Zusammenhang gerissen worden.

    Siehe da:
    https://twitter.com/RaynerSkyNews/status/1164563614243663872

    Ich wundere mich immer wieder, wie komplett falsch sogar auch Möchtegern-Qualitätsmedien wie watson die Fakten komplett verdreht darstellen:

    "Fuss auf dem Tisch und Klatsche von Macron: (...) Fuss auf dem Tisch und Klatsche von Macron (..) Nicht unbedingt die feine englische Art".

    Es war nur englischer Humor.
  • Hakuna!Matata 23.08.2019 12:37
    Highlight Highlight Die Schmutz-Kampagne die gegen Johnson gefahren wird ist beschämend. Unsachlich wird er verunglimpft und die Medien hinterfragen nichts, sondern springen auf den Zug auf. Googelt es, BBC klärt euch auf. Macron hat einen Witz gemacht, dass sich der Tisch ja ganz gut als Fussabsteller eigenen würde, möchte sich Johnson zurücklehnen. Das hat Johnson dann aus Spass auch ausprobiert und hatte den Fuss eine halbe Sekunde auf dem Tisch.
  • Annette von Droste Hülshoff 23.08.2019 12:36
    Highlight Highlight Wie sich gleich alle empören, dabei war es nur ein Spass. Zitat SRF: „Ein mittlerweile publiziertes Video zeigt: Macron hatte offenbar seinen Gast darauf hingewiesen, dass das Tischchen auch als Fussbank brauchbar sei. Worauf Johnson dies zum Scherz tat. Für eine Sekunde.“
    • The Swizzer 23.08.2019 13:41
      Highlight Highlight Genau. Und Watson ist wie so oft gleich auf den Social Media Quatsch aufgesprungen...
  • Heinzbond 23.08.2019 10:15
    Highlight Highlight Viel schlimmer als den stinkstiefel auf dem Tisch find ich seine linke Hand... Möchte er sich auf Kosten der EU die Eier kraulen?
  • frau-dachs 23.08.2019 09:50
    Highlight Highlight hier die ganze Szene in Bewegtbilder:

    https://twitter.com/raynerskynews/status/1164563614243663872?s=21
  • beaetel 23.08.2019 09:02
    Highlight Highlight Ich verstehe die Engländer. Der Irland-Backstop ist an die Verpflichtung gebunden, in der europäischen Zollunion zu verbleiben und verbietet daher England unilaterale Freihandelsabkommen mit anderen Ländern.
  • Avalon 23.08.2019 08:53
    Highlight Highlight Ich bin überzeugt, BJ hat ganz bewusst mit dem Fuss auf dem Couchtisch provoziert.
    • Alnothur 23.08.2019 09:35
      Highlight Highlight Hat er. Macron hatte einen Witz über die Tischchen gemacht, dann hat Johnson kurz den Fuss so hingehalten.
  • victoriaaaaa 23.08.2019 08:14
    Highlight Highlight Für wie wahrscheindlich hält Ihr es eigentlich, dass BJ diese ganzen Nachverhandlungs-bitten nur symbolisch macht (es also gar nicht anstrebt), um bei einem no-deal brexit sagen zu können, die Schuld läge nicht bei ihm/nicht bei den Briten?
    • Hü Hopp Hü 23.08.2019 08:49
      Highlight Highlight Ich fand den Bericht von Martin Aliot (SRF) dazu noch interessant. Er behandelt genau diese Frage.

      https://www.srf.ch/news/international/besuche-in-berlin-und-paris-boris-johnson-wird-den-schwarzen-peter-nicht-los
    • Gurgelhals 23.08.2019 09:22
      Highlight Highlight Das ist definitiv so. Johnson ist nicht Trump. Er mag zwar auch ein unseriöser, fahriger, impulsiver und prinzipienloser Narzisst sein, aber völlig dumm ist er nicht. Er weiss genau, dass sich am Austrittsabkommen nichts substantiell ändern lässt und dass er zu Hause für dieses keine Mehrheit hat.

      Hier geht es darum, dass er entweder im Hinblick auf Neuwahlen oder auf die unmittelbaren Folgen eines No Deal-Brexits sagen kann: "Wir wollten ja, aber die pöse EU." Wahrscheinlich spekuliert er darauf, dass er sich mit diesem Theater zu Hause letztlich einen Wahlsieg "erbullshitten" kann.
  • beagi 23.08.2019 08:08
    Highlight Highlight BoJo möchte so richtig entspannt und lässig wirken, Coolness kann er sich doch leisten, eh!
    Zwar: Der Fuss auf dem kleinen Tischchen sieht ziemlich unbequem aus und wirkt anstrengend.
  • Militia 23.08.2019 07:47
    Highlight Highlight "Freundschaft und Partnerschaft vertiefen und intensivieren" - dann solltet ihr am Besten den Austritt absagen!
  • Oigen 23.08.2019 06:59
    Highlight Highlight «Lassen Sie uns nun damit weitermachen, unsere Freundschaft und Partnerschaft zu vertiefen und zu intensivieren.»

    Ich dachte Die EU sei Böse, Gemein und allem Übel schuld?
  • Alice36 23.08.2019 06:20
    Highlight Highlight Ja, ja der ach so coole Boris. Mal sehen wie's ihm im Oktober geht. Der kleine Trump Verschnitt aus GB hat's nicht so mit den Manieren, gehört ja bei ihm zum Klischee. Anstatt den Ober-Macker zu spielen sollte er sich vielleicht mal überlegen wie er denn, aus dem von ihm und seinen Brexiters angerichteten Schlamassel wieder rauskommt ohne sein Gesicht ganz zu verlieren. Der Europäer kann's verkraften, der Durchschnitts- Engländer wird bluten.
  • Pana 23.08.2019 01:58
    Highlight Highlight Zum Titel und Titelbild.. Hier auf Watson gab es einen Artikel zu einen Videobeitrag von John Oliver über Boris Johnson. Nichts daraus gelernt?
  • Gurgelhals 22.08.2019 23:41
    Highlight Highlight Einfach nochmals kurz: Irland-Backstop für Anfänger:

    Aus offensichtlichen Gründen darf es keine harte Grenze in Nordirland geben.

    Das geht aber nur, wenn dort die ganzen EU-Regulierungen betr. Handel, Güter, etc. weiterhin gelten.

    Eine solche Sonderstellung gegenüber dem Rest des UKs ist für Unionisten absolut inakzeptabel.

    Daher hat man sich im Austrittsabkommen so verständigt, dass die EU-Regulierungen halt so lange für den ganzen UK gelten, bis eine dauerhafte Lösung gefunden wurde.

    Und das treibt wiederum die Brexit-Ultras auf die Palme.

    Und warum soll da nun die EU das Problem sein?
    • Astrogator 23.08.2019 06:00
      Highlight Highlight Noch zu erwähnen, der Backstop wurde auf Wunsch der Briten ins Abkommen aufgenommen.
    • Gonzolino_2017 23.08.2019 07:49
      Highlight Highlight Weil die EU damit versucht UK über eine Hintertür doch wieder an die EU und dessen Binnenmarkt zu binden! Offensichtlich hat die EU begriffen, dass UK ein sehr grosser Player ist, will und kann es aber nicht zugeben! Die Erklärung ist - bis auf die letzte Frage - sonst sehr gut ...
  • I_am_Bruno 22.08.2019 23:21
    Highlight Highlight Wenn der einen Deal hinkriegt, dann fresse ich einen Besen. Mit Stiel. Deal.
  • Vancouver123 22.08.2019 22:37
    Highlight Highlight Was ich aus dem Artikel herauslese, vielleicht zu unrecht, dass Merkel „weich“ wird gegenüber BJ (ein Ferkel wer jetzt was interpretiert...) und Macron jetzt den „Bösen“ spielen darf oder muss... Warum das „Mutti“ machen würde oder macht? Innenpolitisch ist sie angezählt und was wäre es nicht ein historisch schöner Abgang wenn Mutti Europa und die UK vor der absehbaren Katastrophe no deal brexit retten könnte.... An welche „Erfolge“ erinnert ihr euch spontan wenn ihr die Worte „Kohl“, „Reagan“, „Thatcher“ etc. hört? (Auswahl ist mir spontan in den Sinn gekommen weil sie mich nerven... :–)
    • kingeli 22.08.2019 22:44
      Highlight Highlight Ich erinnere mich daran, dass Thatcher ein entschlossener Gegner der deutschen Einheit war. Sie hat Deutschland oder das Deutsche Volk als den Unruhestifter (Kriegstreiber) in Europa gesehen. Aus heutiger Sicht kann man finde ich durchaus sagen, dass die Wiedervereinigung das wichtigste Ereignis Europas in den letzten 30 Jahren war.
    • Gurgelhals 22.08.2019 23:04
      Highlight Highlight Merkel wurde nicht weich gegenüber BoJo. Sie hat in der Sache das gleiche wie Macron gesagt. Letzterer hat halt einen etwas herrischeren Kommunikationsstil, wie man das auch vom Französischen Präsidenten erwartet.

      Merkel sagte in ihrer trockenen, leicht sarkastischen Art sinngemäss: "Wir gehen im Austrittsabkommen davon aus, dass es merhere Jahre braucht, bis wir eine dauerhafte Lösung für diehochkomplexe Irlandfrage gefunden haben; aber wenn wir das in nur 30 Tagen hinkriegen (lol 🤣), sagen wir natürlich nicht nein"

      Wie man diese Aussage als Zugeständnis deuten kann ist mir schleierhaft.
    • Ueli der Knecht 22.08.2019 23:28
      Highlight Highlight Sicherlich ist die Wiedervereinigung ein Ereignis. Ein gutes dazu. Aber begleitet vom Zerfall der Sowiejunion und des eisernen Vorhangs. Auch das war gut.

      Aber einschneidender für die künftigen Entwicklungen in Europa waren schliesslich die Balkan-Kriege, vorallem das elendliche Massaker von Srebrenica, das die UN und die NATO nicht verhindern wollten, die Kriegslüge, um die völkerrechtswidrige NATO-Aggression gegen Serbien und die Annexion des Kosovos durch die NATO zu rechtfertigen.

      Das hat Europa viel mehr geprägt als die Wiedervereinigung. Und daran leidet Europa noch heute.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Cityslicker 22.08.2019 22:33
    Highlight Highlight An seiner Stelle würde ich die paar Tage im Amt auch nach Kräften geniessen und abfeiern #YOLO 🤣
  • Dede7 22.08.2019 22:27
    Highlight Highlight Das wird ein sch**ss Meeting. Besser mal die Füsse auf den Tisch. Durfte ich ja als Kind nie. Dann habe ich die Empörung kanalisiert. Und so schlecht wirkt das auch nicht. Bin ja nicht gewöhnlich, aber einer aus dem Volk. Frisur richten.
  • fools garden 22.08.2019 22:25
    Highlight Highlight Man kann von Macron halten was man will, ein Arschkriecher ist er wirklich nicht, egal ob er nun Putin, Trump oder eben Johnson gegenüber hat.
    • Ueli der Knecht 22.08.2019 23:40
      Highlight Highlight Oder einen Jugendlichen Sympathisanten, der noch glaubt, Frankreich werde von einem Präsidenten und nicht mehr von einem König regiert.

      "Ça va Manu?"
      Play Icon
    • COLD AS ICE 22.08.2019 23:50
      Highlight Highlight bei dem was für die EU auf dem spiel steht kann er sich das auch gar nicht leisten.
    • Basti Spiesser 23.08.2019 01:01
      Highlight Highlight Hast du ihn mal beim G20 gesehen? Wie er Salman oder auch Trump hinter her kroch...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Sergio Colleoni 22.08.2019 22:10
    Highlight Highlight Die Schweiz hat mit GB bereits ein Freihandelsabkommen abgeschlossen. Ich nehme an GB hat noch mit weiteren Ländern solche Abkommen abgeschlossen
    • FrancoL 22.08.2019 22:58
      Highlight Highlight UK hat aber seinen Markt stark mit der EU abgeglichen und das ändert man nicht wie die tägliche Unterhose. Viele Produkteketten hängen stark an der EU und das ist auch nicht einfach austauschbar. Die Schweiz wird auch gut daran tun sich den grösseren Markt zu sichern und nicht ein Zuviel Hochzeiten tanzen, man ist nicht so frei am Markt wie einige immer vorgeben.
    • _kokolorix 22.08.2019 23:13
      Highlight Highlight Ja, ich glaube mit Singapur. Das wars dann aber auch schon...
    • Fly Baby 23.08.2019 07:29
      Highlight Highlight Länder wie Japan, Südkorea, Kanada, Brasilien etc. haben Verträge mit der EU, nicht direkt mit UK. Das bedeutet alle Verträge neu verhandeln. Das dauert...
    Weitere Antworten anzeigen
  • BratmirnenStorch 22.08.2019 22:10
    Highlight Highlight wie sagt doch der noble Butler: Es ist angerichtet, Ladies und Gentlemen 🥴
  • N. Y. P. 22.08.2019 21:39
    Highlight Highlight Er benimmt sich wie eine und ist eine..

    Benutzer Bild
    • Dönergott 23.08.2019 07:19
      Highlight Highlight Genau. Macron.
    • Planet Escoria auch bekannt als Gähn 23.08.2019 08:28
      Highlight Highlight Hey! Das war jetzt also nicht sehr nett.
      Denk doch mal an die Gefühle dieses armen Wildschweins. Es möchte doch ganz sicher nicht einfach so als Boris Johnson beleidigt werden.
    • Alnothur 23.08.2019 09:37
      Highlight Highlight Dass er den Fuss als Reaktion auf einen Witz Macrons über die Tischchen auf selbiges gestellt hat, verschweigt Watson gekonnt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Captainlvs 22.08.2019 21:28
    Highlight Highlight „ In den sozialen Medien ärgerten war der Ärger über Johnsons flapsigen Auftritt gross.“

    was?
    • SaraSera 22.08.2019 22:40
      Highlight Highlight @Captainlvs: Sorry, korrigiert!

«Wollte ihm in den Arsch treten» – Churchills Enkel rechnet mit Boris Johnson und Co. ab

Sir Nicholas Soames ist ein in der Wolle gefärbter Konservativer. Doch weil er sich gegen Boris Johnons No-Deal-Brexit stellte, warfen ihn die Tories aus der Partei. Nun findet der Enkel des legendären Kriegspremiers Winston Churchill deutliche Worte.

Der 71-Jährige galt als graue Eminenz der Konservativen Partei: Seit 37 Jahren vertrat Nicholas Soames die Tories im britischen Unterhaus. Er hat die Eliteschule Eton absolviert, diente in der Armee und war in den neunziger Jahren Staatssekretär im Verteidigungsministerium.

Doch weil er und 20 andere Tory-Abgeordnete am vergangenen Dienstag gemeinsam mit der Opposition für ein Gesetz gestimmt hatten, das Premierminister Boris Johnson einen No-Deal-Brexit verbietet, entzog ihm die Parteileitung …

Artikel lesen
Link zum Artikel