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Britain's Prime Minister Boris Johnson poses with workers during a visit to Wilton Engineering Services, part of a General Election campaign trail stop in Middlesbrough, England, Wednesday, Nov. 20, 2019. Britain goes to the polls on Dec. 12. (AP Photo/Frank Augstein, Pool)

Johnson bei einem Wahlkampfauftritt in Middlesbrough. Bild: AP

47 Prozent – Boris Johnsons Tories mit bestem Umfragewert seit letzten Wahlen 2017



Zweieinhalb Wochen vor der Parlamentswahl in Grossbritannien haben die Konservativen von Premierminister Boris Johnson einer Umfrage zufolge den höchsten Wert seit der Wahl 2017 erreicht. Nach der am Samstag veröffentlichten Erhebung des Meinungsforschungsinstituts Opinium für die Zeitung «Observer» legen die Tories gegenüber der Vorwoche drei Punkte auf 47 Prozent zu.

Die oppositionelle Labour-Partei von Jeremy Corbyn bleibt bei 28 Prozent. Die pro-europäischen Liberaldemokraten verlieren zwei Punkte und kommen auf 12 Prozent. Die Brexit-Partei rutscht drei Punkte ab auf 3 Prozent.

Vom Verlust der Brexit-Partei profitieren die Konservativen, wie Jack Tadman von Opinium sagte. Allerdings seien noch viele Wähler unentschieden, was den Vorsprung der Tories schmälern könne.

Das Unterhaus hatte im Oktober Johnsons Wunsch zugestimmt, die Wahl auf den 12. Dezember vorzuziehen. Die Labour-Partei gab ihren Widerstand dagegen auf, nachdem ihrer Einschätzung nach die Gefahr eines ungeregelten Austritts Grossbritanniens aus der EU durch die erneute Verschiebung des Brexit-Termins auf den 31. Januar nicht mehr gegeben ist.

Johnson, der über keine Mehrheit im Unterhaus verfügt und den Abgeordneten eine Verweigerungshaltung vorwirft, hatte die Neuwahl vorgeschlagen und argumentiert, nur durch sie könne die Brexit-Sackgasse aufgehoben werden.

Die Prozentzahl sagt etwas über die Stärke der Parteien aus, nicht aber zwangsläufig über die Mehrheit im Unterhaus. Denn in den 650 Wahlkreisen, die der Anzahl der Mandate im Unterhaus entsprechen, werden die Sitze nach dem Mehrheitswahlrecht vergeben. Das heisst, die Sitze werden nicht entsprechend der Prozentzahl für die Parteien verteilt (Verhältniswahlrecht), sondern nach dem Prinzip: Wer im Wahlkreis die Mehrheit holt, bekommt den Sitz. (cbe/sda/reu)

Das Brexit-Chaos seit Johnsons Amtsübernahme

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    Alle Leser-Kommentare
  • rodolofo 24.11.2019 09:12
    Highlight Highlight Okay.
    Die Briten wollen exzentrisch sein.
    Dann sollen sie das tun und mit den Konsequenzen leben!
    Exzentrik führt zu monarchischem Glanz und Protz, aber auch zu verwahrlostem Elend.
    Gross Britannien folgt damit dem "Grossen Bruder" jenseits des Atlantiks, der USA, mit ihrem ultra-liberalen, deregulierten "Turbo-Kapitalismus" mit neo-feudalistischen Auswüchsen und Exzessen.
    "Die einfachen Arbeiter" lassen sich vom trottelige Volkstümlichkeit und Geselligkeit inszenierenden Boris Johnson ähnlich an der Nase herum führen, wie die US-Workers sich von Donald Trump übertölpeln lassen.
    So sad!
  • TanookiStormtrooper 23.11.2019 22:44
    Highlight Highlight Muss dieser britische Humor sein... 🤔
  • Baron Swagham IV 23.11.2019 22:33
    Highlight Highlight Ist im UK immer schwer mit genauen Prognosen. 2015 sahen die absolute Mehrheit für Cameron auch nur Wenige kommen.
    Mir fiel in England aber auf, dass wirklich viele Menschen, selbst gemässigt wirkende Menschen, den Kurs von BoJo befürworten.
    Verstehen tu ichs nicht aber sie werden ihre Gründe haben🤷‍♂️
    • FrancoL 23.11.2019 23:49
      Highlight Highlight Prinzip Hoffnung.
    • Dominik Treier 24.11.2019 00:34
      Highlight Highlight Wohlstandsverwahrlosung auf der einen, Verzweiflung und Protest auf der anderen Seite...
      Viele wollen wohl etwas Anderes und sei es noch so unsinnig und dumm oder glaubst du Hitler sei nur wegen seines "Programms" an die Macht gekommen?
    • Albi Gabriel 24.11.2019 09:35
      Highlight Highlight Ganz einfach: Der Chef von Labour ist noch schlimmer... Da wählt man lieber das kleinere Übel.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Saerd neute 23.11.2019 22:30
    Highlight Highlight Wo bleiben heute all die Anti- Boris Kommentare?

«Premierminister auf Intensivstation»: Das schreibt die britische Presse über Johnson

Die Verschlechterung des Gesundheitszustandes von Boris Johnson dominiert die Titelblätter der Britischen Presse. Wir haben für euch die wichtigsten Meldungen zusammengestellt.

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Die «Sun» enthält Kommentare von Iain Duncan Smith, einem konservativen Kollegen von Johnson, der sagt, er sei «zutiefst traurig, dass es dazu kommen musste». «Hoffen und beten wir. Das bedeutet nicht, dass er nicht durchkommt», zitiert die Zeitung Smith.

Die «Daily Mail» berichtet, wie «die Krise um Boris Johnsons Gesundheitszustand zu einem umfassenden Notfall wurde». Sein Arzt schickte ihn sofort ins Krankenhaus, nachdem er ihn bei einer …

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