DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Grossbritanniens Parteichefs geben sich aufs Dach

22.11.2019, 10:57
Johnson und Corbyn bei der ersten Debatte.
Johnson und Corbyn bei der ersten Debatte.Bild: EPA

Knapp drei Wochen vor der Parlamentswahl in Grossbritannien stehen sich die Chefs der vier grossen Parteien erstmals alle in einer TV-Sendung gegenüber. Jeder der Parteichefs hat insgesamt 30 Minuten, um auf Fragen aus dem Publikum zu antworten.

Premierminister Boris Johnson von den Konservativen, Labour-Chef Jeremy Corbyn, Jo Swinson von den Liberaldemokraten und Schottlands Regierungschefin Nicola Sturgeon von der Schottischen Nationalpartei (SNP) treffen am Freitagabend in der Talkshow BBC Question Time (20.00 Uhr MEZ) aufeinander.

Am 12. Dezember wählen die Briten ein neues Parlament. Die Labour-Partei hatte am Donnerstag ein radikales Wahlprogramm vorgestellt. Die britischen Sozialdemokraten wollen die Wasser- und Energieversorgung sowie das Eisenbahnnetz und die Post verstaatlichen.

Auch der Telekommunikationsriese BT soll teilverstaatlicht werden. Die Briten sollen künftig ohne Gebühren mit Internetanschlüssen versorgt werden. Die Partei will zudem 150'000 neue Wohnungen bauen. Finanziert werden soll das über Steuererhöhungen für Unternehmen und Grossverdiener. Zudem verspricht Labour-Chef Corbyn einen «grüne industrielle Revolution», durch die das Land zwischen 2030 und 2040 klimaneutral werden soll.

Wann die Tories ihr Wahlprogramm vorstellen werden, ist noch nicht klar. Doch auch Johnson hat bereits grosse Investitionen, beispielsweise in den Nationalen Gesundheitsdienst NHS und die Polizei angekündigt.

Wichtigstes Wahlversprechen des Premiers ist aber, den EU-Austritt bis zum 31. Januar 2020 mit seinem nachverhandelten Brexit-Deal zu vollziehen. Labour will stattdessen ein eigenes Austrittsabkommen mit Brüssel aushandeln. Anschliessend sollen die Briten in einem zweiten Referendum die Wahl zwischen einem Brexit mit enger Anbindung an die EU und einem Verbleib in der Staatengemeinschaft haben. (aeg/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das Brexit-Chaos seit Johnsons Amtsübernahme

1 / 22
Das Brexit-Chaos seit Johnsons Amtsübernahme
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Das sagt Boris Johnson zu seinem Brexit-Deal

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

«Lasst uns Aktivismus feiern» – das sind die Gewinner der Alternativen Nobelpreise

Vier Vorkämpfer für Menschenrechte, das Klima und die Umwelt sind in Stockholm mit den diesjährigen Alternativen Nobelpreisen ausgezeichnet worden. Alle vier Preisträgerinnen und Preisträger des Right Livelihood Awards nahmen die Auszeichnungen am Mittwochabend persönlich in der schwedischen Hauptstadt entgegen.

Zur Story