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Grossbritanniens Parteichefs geben sich aufs Dach



epa08009954 A handout photo made available by ITV shows British Prime Minister and Conservative Party leader Boris Johnson (L) and Labour Party leader Jeremy Corbyn (R) during live debate 'Johnson v Corbyn: The ITV Debate', at ITV Studios in Manchester, Britain, 19 November 2019.  EPA/JONATHAN HORDLE / ITV / HANDOUT MANDATORY CREDIT: JONATHAN HORDLE / ITV EDITORIAL USE ONLY UNTIL 19 DECEMBER 2019 / HANDOUT NO SALES

Johnson und Corbyn bei der ersten Debatte. Bild: EPA

Knapp drei Wochen vor der Parlamentswahl in Grossbritannien stehen sich die Chefs der vier grossen Parteien erstmals alle in einer TV-Sendung gegenüber. Jeder der Parteichefs hat insgesamt 30 Minuten, um auf Fragen aus dem Publikum zu antworten.

Premierminister Boris Johnson von den Konservativen, Labour-Chef Jeremy Corbyn, Jo Swinson von den Liberaldemokraten und Schottlands Regierungschefin Nicola Sturgeon von der Schottischen Nationalpartei (SNP) treffen am Freitagabend in der Talkshow BBC Question Time (20.00 Uhr MEZ) aufeinander.

Am 12. Dezember wählen die Briten ein neues Parlament. Die Labour-Partei hatte am Donnerstag ein radikales Wahlprogramm vorgestellt. Die britischen Sozialdemokraten wollen die Wasser- und Energieversorgung sowie das Eisenbahnnetz und die Post verstaatlichen.

Auch der Telekommunikationsriese BT soll teilverstaatlicht werden. Die Briten sollen künftig ohne Gebühren mit Internetanschlüssen versorgt werden. Die Partei will zudem 150'000 neue Wohnungen bauen. Finanziert werden soll das über Steuererhöhungen für Unternehmen und Grossverdiener. Zudem verspricht Labour-Chef Corbyn einen «grüne industrielle Revolution», durch die das Land zwischen 2030 und 2040 klimaneutral werden soll.

Wann die Tories ihr Wahlprogramm vorstellen werden, ist noch nicht klar. Doch auch Johnson hat bereits grosse Investitionen, beispielsweise in den Nationalen Gesundheitsdienst NHS und die Polizei angekündigt.

Wichtigstes Wahlversprechen des Premiers ist aber, den EU-Austritt bis zum 31. Januar 2020 mit seinem nachverhandelten Brexit-Deal zu vollziehen. Labour will stattdessen ein eigenes Austrittsabkommen mit Brüssel aushandeln. Anschliessend sollen die Briten in einem zweiten Referendum die Wahl zwischen einem Brexit mit enger Anbindung an die EU und einem Verbleib in der Staatengemeinschaft haben. (aeg/sda/dpa)

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