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epa07963130 A handout photo made available by the UK parliament shows Speaker of the Parliament John Bercow as he departs the House of Commons Chamber for the final time as the Speaker in London, Britain, 31 October 2019. Bercow has served as Speaker of the House of Commons since 2009.  EPA/JESSICA TAYLOR / UK PARLIAMENT HANDOUT MANDATORY CREDIT. Images must not be altered in any way.  HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

John Bercow: Der Sprecher des Unterhauses erlangte während den endlosen Debatten weltweite Bekanntheit. Bild: EPA

Kurz nach seinem Rücktritt sagt Bercow, was er wirklich über den Brexit denkt



Kurz nach Ende seiner Amtszeit hat der frühere britische Parlamentspräsident John Bercow seine Neutralität aufgegeben und den geplanten EU-Ausstieg scharf verurteilt. «Ich denke, dass der Brexit der grösste aussenpolitische Fehler in der Nachkriegszeit ist», sagte er.

«Das ist meine ehrliche Meinung», sagte Bercow am Mittwoch bei einem Treffen mit Auslandskorrespondenten in London. Der Brexit werde sich nicht positiv auf das internationale Ansehen Grossbritanniens auswirken. «Meine ehrliche Antwort ist, dass ich nicht denke, dass dies dem Vereinigten Königreich hilft.»

Bercow sagte: «Ich bin nicht mehr der ‹Speaker›, ich muss nicht mehr unabhängig sein.» Er betonte, dass er sich während seiner Amtszeit stets neutral verhalten und auch die Brexit-Befürworter stets fair behandelt habe. Er respektiere, dass der Premierminister versucht habe, eine Mehrheit für seinen Brexit-Deal zu bekommen.

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Video: srf/SDA SRF

Vor allem Brexit-Hardliner hatten dem 56-Jährigen allerdings vorgeworfen, sich parteiisch zu verhalten. Mehrmals setzte er sich über Konventionen hinweg, damit die Abgeordneten im Streit mit der Regierung die Oberhand behalten konnten. Bercow rechtfertigte das mit einem immer stärker autoritären Regierungsstil.

Bercow hatte das Amt des «Speaker of the House of Commons» zehn Jahre inne. Am Montag wurde der Labour-Politiker Lindsay Hoyle zu seinem Nachfolger gewählt. (sda/dpa)

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21
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21Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Ikarus 07.11.2019 01:13
    Highlight Highlight Zitat: Das ist die Neue: Lindsay Hoyle wird im britischen Parlament für «Order!» sorgen

    Ist leider ein mann, sorry;)
  • Kugelblitz 06.11.2019 22:18
    Highlight Highlight Er schreibt ein Buch....kommt 2020 raus. 🤗
  • Miicha 06.11.2019 21:21
    Highlight Highlight Das einzig gute an Trump, der sagt immer was er denkt 😂😂
  • Füürtüfäli 06.11.2019 21:12
    Highlight Highlight Er mag ein eitler Patron sein, aber ihm war die Bedeutung des Unterhauses für die "Randgruppen" des Vereinigten Königreichs - Waliser, Schotten, Nordiren teilweise vertreten durch "Kleinstparteien" - bewusst. Ein wichtiges Gegengewicht zu Ignoranten wie Boris Johnson.

    Die Unterhaussitzungen mit Bercow waren besser als jede Sitcom. Exzellent waren auch seine Krawatten. Wäre schade wenn er jetzt ganz verschwindet.
  • Quacksalber - Fehler beim bearbeiten der Anfrage 06.11.2019 21:06
    Highlight Highlight Jeder der das mit klarem Verstand und nicht nur emotional ansieht, weiss dass eine Union mit den umliegenden Ländern, genannt EU vor allem Vorteile hat.
    • Sir Konterbier 07.11.2019 02:24
      Highlight Highlight Kommt auch auf das Land darauf an. Für die Schweiz sehe ich das beispielsweise nicht so. Die direkte Demokratie dauert einfach länger, einstimmige Beschlüsse der EU könnten dadurch blockiert werden. Weiter könnte die Meinung der Schweiz nicht einfach durch Verhandlungen zwischen Regierungen geändert werden, da das Volk das letzte Wort hat. Ergo könnte die Schweiz wichtige Entscheidungen blockieren. Umgekehrt verlören wir teilweise unsere zurecht heissgeliebte Souveränität. Dazu kommt die Schweizer Neutralität in Konflikten. Ich glaube daher, wir sollten uns integrieren, aber nicht beitreten.
    • Dong 07.11.2019 06:09
      Highlight Highlight Ich halte diese Wirtschafts-Union gerade für schwächere Volkswirtschaften für problematisch, Griechenland ist der traurige Beweis. Das wird immer wahnsinnig verharmlost.
  • Pianovilla 06.11.2019 20:49
    Highlight Highlight Bercow for PM.
  • Spargel 06.11.2019 20:45
    Highlight Highlight Das hat er auch schon als Speaker, durch die entsprechende Auswahl der Themen/Motionen zum Ausdruck gebracht
  • Optimistic Goose 06.11.2019 20:07
    Highlight Highlight Oooordeeerrrr!
  • Gonzolino_2017 06.11.2019 19:20
    Highlight Highlight Diese Aussage erstaunt nun wirklich nicht, deshalb hat er ja auch alles unternommen, was den Brexit verzögern oder verhindern konnte! Unabhängig Und neutral war er jetzt wirklich gar nie und hat das Parlament auch nicht einigen können, ganz im Gegenteil! Und für alle Blitzer: Es stört mich auch nicht, aber bei der Wahrheit bleiben schadet auch nicht 😄
    • Shabaqa 06.11.2019 21:56
      Highlight Highlight Hey Leute, ihr könnt aufhören zu debattieren. Gonzolino kennt die Wahrheit! Was für ein Glück für uns alle!
    • bokl 06.11.2019 23:43
      Highlight Highlight @Gonzo
      Er hat einfach auch beim Brexit die Rechte des Parlaments gewahrt. -> Kann für Einige mühsam sein.

      Neutral sein und das Parlament - in der momentamen Zusammensetzung - zu einen? Hat er nicht geschaft, denn aus einem Quadrat kann mann keinen Kreis machen ...
  • Hans Jürg 06.11.2019 19:06
    Highlight Highlight Guter Mann.
  • fools garden 06.11.2019 19:06
    Highlight Highlight Bercow...I miss you allready!
  • Sherlock_Holmes 06.11.2019 18:58
    Highlight Highlight Der Mann ist einfach sympathisch!

    John Bercow wirkt – unabhängig von seiner Parteizugehörigkeit – in hohem Masse integer, fair und authentisch.

    Nicht nur dem House of Commons würden solche Parlamentarier und Parlamentarierinnen gut tun!

    Menschen, welche in erster Linie nach bestem Wissen und Gewissen dem Wohl der Gemeinschaft dienen und nicht sich selbst.

    Ich würde Bercows Gesellschaft sehr schätzen – sie wäre sicher so geistreich wie unterhaltsam.

    Leider ist mein Englisch zu wenig gut, um mich fundiert austauschen zu können aber immerhin ausreichend, um mit ihm ein Pint zu trinken!



  • *sharky* 06.11.2019 18:52
    Highlight Highlight Irgend wann wird man sagen... legend!
  • Stargoli 06.11.2019 18:49
    Highlight Highlight Eine Riesenleistung von Bercow, immer neutral und fair zu bleiben, bei einem Thema bei dem er eine so klare Meinung hatte. Chapeau!
  • DemonCore 06.11.2019 18:46
    Highlight Highlight Wie immer, der Prophet gilt nichts im eigenen Land. 40 Jahre dumpfe anti-Europäische Hetze der Boulevardpresse haben aus der britischen Politik ein Massaker gemacht.
  • anundpfirsich 06.11.2019 18:28
    Highlight Highlight Der Herr ist mir sympathisch.
    • Baba 06.11.2019 18:49
      Highlight Highlight Ja, der ist wirklich sympathisch.

      Zudem hat er in seinen rund 10 Amtsjahren das Profil des Speakers geschärft und das HoC geprägt wie kaum ein zweiter. Früher wurden dort vor allem die Wünsche der Regierung abgenickt. Heutzutage finden Diskussionen statt und die Mitglieder des Kabinetts (und der/die PM) müssen sich manchmal warm anziehen, wenn sie was durchs Parlament bringen wollen. John Bercow hat sich seinen Platz in der politischen Geschichte des UK definitiv verdient.

      Dass er den Brexit als grösste aussenpolitische Dummheit seit 1945 ansieht überrascht nicht wirklich. Ist es ja auch.

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