International
Grossbritannien

Mann in London verwechselt und erstochen – lange Haft für Täter

Mann in London verwechselt und erstochen – lange Haft für Täter

03.08.2023, 21:5703.08.2023, 21:58

Zwei junge Männer haben in London einen 22-Jährigen erstochen, den sie für ein Mitglied einer verfeindeten Drogenbande gehalten hatten. Nun verurteilte ein Gericht in London die 22 und 23 Jahre alten Täter am Donnerstag wegen Mordes jeweils zu lebenslanger Haft, mindestens aber 27 Jahren Gefängnis.

Sie hatten ihr Opfer im Februar 2021 gemeinsam mit anderen Gangmitgliedern im Nordwesten der britischen Hauptstadt attackiert. Einen 16 Jahre alten Freund des Toten verletzten sie schwer. Einer der insgesamt vier Komplizen hatte sich wegen Totschlags schuldig bekannt und wurde zu siebeneinhalb Jahren Haft verurteilt.

«Keines der Opfer gehörte einer Gang an», sagte Staatsanwalt Anthony Orchard. «Es scheint, als seien sie unglücklich Opfer einer Verwechslung geworden.» Die Mutter des verletzten Teenagers sagte, sie erkenne ihren Sohn seit der Tat nicht wieder. Er sei traumatisiert und habe alle sozialen Kontakte aufgegeben. Wegen Drohungen seien sie umgezogen und hätten neue Namen angenommen.

Die beiden Täter hatten eine Tötungsabsicht bestritten. Der Anwalt des einen sagte, sein Mandant habe an dem Tag Drogen verkaufen wollen und habe kein Messer dabeigehabt. Ein weiterer Angreifer floh nach Westafrika in die Elfenbeinküste, die beiden restlichen Bandenmitglieder konnten bisher nicht identifiziert werden. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Eine Frame-für-Frame-Analyse der zweiten Tötung in Minneapolis
Am Wochenende haben Beamte des US-Ministeriums «Homeland Security» in Minneapolis einen weiteren Menschen erschossen. Videos von Augenzeugen widerlegen die offizielle Darstellung von Sicherheitsministerin Kristi Noem eindeutig.
Zwei tote US-Bürger seit Jahresbeginn – erschossen von maskierten Bundesagenten auf offener Strasse. Das ist die Bilanz der aktuellen grossangelegten ICE-Operation in Minnesota. Alex Pretti, ein 37-jähriger Krankenpfleger für Veteranen, wurde am Samstag in der Grossstadt Minneapolis von mehreren Bundesbeamten niedergerungen und dann erschossen.
Zur Story