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Bei so einer netten Botschaft kommt doch gleich Freude auf.

«Du bist ein fetter, hässlicher Mensch»: In Grossbritannien treiben die «Dicken-Hasser» ihr Unwesen

02.12.2015, 06:30

Kara Florish aus Grossbritannien kann es kaum fassen, als ihr in der Londoner U-Bahn eine wildfremde Person ein kleines Kärtchen mit der Aufschrift «Fett» in die Hand drückt. Doch damit nicht genug: Auf der Rückseite des Zettels findet sie eine Botschaft der sogenannten «Dicken-Hasser», die man sich erst einmal auf der Zunge zergehen lassen muss. Dort steht geschrieben:

«Es hat nichts mit deinen Drüsen zu tun, es ist deine Fresssucht ...
Unsere Organisation hasst ​und ärgert sich über dicke Menschen. Wir haben etwas dagegen einzuwenden, dass ihr enorme Mengen an Lebensmitteln konsumiert, während die halbe Welt am Hungern ist. Wir missbilligen, dass ihr Krankenkassengelder verschwendet, um eure egoistische Gefrässigkeit zu behandeln. Und wir verstehen nicht, warum ihr nicht begreift, dass ihr finanziell besser aufgestellt, schlanker und glücklich wäret, wenn ihr weniger essen würdet. Ausserdem würdet ihr einen Partner finden, der kein perverser Pummel-Liebhaber ist, oder ihr würdet überhaupt mal einen finden.
Ausserdem stören wir uns daran, dass das schöne Schwein als Schimpfwort benutzt wird. ​Du bist kein Schwein. Du bist ein fetter, hässlicher Mensch.»

Kara Florish hat sich gewehrt.<br data-editable="remove">
Kara Florish hat sich gewehrt.

Sichtlich erschüttert postet die junge Britin zwei Fotos des Kärtchens auf Twitter:

Die Reaktionen auf Florishs Posting zeigen, dass es sich hierbei ganz offensichtlich nicht um einen einmaligen dummen Scherz handelt. Denn auch andere Personen haben diese dreiste Botschaft zugesteckt bekommen:

Weil die 30-Jährige die Sache nicht einfach auf sich sitzen lassen möchte, postet sie die Bilder zusätzlich auf ihrem Facebook-Profil – mit der Bitte, dass ihre Freunde und Bekannte diese weiter verbreiten sollen.

Und das zeigt Wirkung: Die internationale Presse – von Grossbritannien, über Australien, bis in die USA, hat Florishs Geschichte aufgegriffen und darüber berichtet. Laut The Guardian ist nun die Polizei hinter den «Dicken-Hassern» her. (viw)

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