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Grossbritannien: Politiker packt gegenüber Greenpeace-Aktivisten.

epa07662974 (FILE) - British Minister of State for Asia and the Pacific Mark Field holds a press conference in Phnom Penh, Cambodia, 22 August 2018 (reissued 21 June 2019). Mark Field has been suspend ...
Staatsekretär Mark Fields bei einem Auftritt 2018 in Kambodscha.Bild: EPA/EPA

Britischer Abgeordneter wird gegenüber Greenpeace-Aktivistin handgreiflich

21.06.2019, 20:3721.06.2019, 23:25

Ein Video sorgt derzeit in Grossbritannien für Schlagzeilen. Aufgenommen wurde es am Donnerstag am Rande der traditionellen «Mansion House Speech», einem Bankett in der Londoner City, bei welchem der britische Finanzminister Philipp Hammond eine Rede hielt.

Das Video zeigt, wie der konservative Abgeordnete und Staatssekretär Mark Fields aufsteht, als die Greenpeace-Aktivistin Janet Barker an seinem Tisch vorbeigeht. Er drückt sie gegen eine Säule, packt sie von hinten am Hals packt und führt sie aus dem Saal.

Die Szene im Video

Barker sagte gegenüber der BBC, Fields habe sie grob behandelt «auf eine Weise, die sehr unangenehm war». Sie will allerdings auf eine Anzeige bei der Polizei verzichten. Doch empfahl Barker Fields, sein Verhalten zu reflektieren und sich den Besuch einer Aggressionstherapie zu überlegen.

«Dachte, sie könnte bewaffnet sein»

Fields seinerseits sagte dem Sender ITV, er entschuldige sich uneingeschränkt bei Barker. Im Moment habe er entschieden, zu handeln um die Bedrohung auszuschalten und die Sicherheit der Anwesenden zu schützen, erklärte Fields. Es seien keine Sicherheitskräfte im Saal gewesen und er habe für einen Sekundenbruchteil gedacht, Barker könnte bewaffnet sein.

Das Video vom Vorfall wurde in Grossbritannien unter anderem in den sozialen Medien viel geteilt. Fields Verhalten wurde von Politikern der oppositionellen Labour-Partei, aber auch von Parteikollegen, kritisiert. Eine Sprecherin von Noch-Premierministerin Theresa May sagte gegenüber der BBC, May habe das Filmmaterial gesehen und finde es sehr bedenklich. Fields habe den Vorfall im Kabinett und in den Parteigremien der Konservativen angesprochen. Derzeit ist er von seiner Funktion als Staatsekretär im Aussenministerium suspendiert, während eine Untersuchung läuft.

Sicherheitsbedenken ausgelöst

Barker war teil einer Protestaktion von mehreren Greenpeace-Aktivistinnen, die sich in roter Abendgarderobe mit Schärpen mit der Aufschrift «Climate Emergency» unter die Bankettgäste gemischt hatten. Sie unterbrachen Hammonds Rede mit eigenen Wortmeldungen. Ziel der Aktion: Die im Mansion House versammelten Entscheidungsträger aus Politik und Wirtschaft davon zu überzeugen, nicht mehr in fossile Energien zu investieren.

Die Verwaltung der City of London, in deren Räumlichkeiten der Anlass stattfand, kündigte eine Untersuchung an, die mögliche Änderungen im Sicherheitsdispositiv zur Folge haben könnte. Die Tatsache, dass zahlreiche Aktivistinnen den Bankettsaal ohne Kontrolle betreten konnten, gebe Anlass zu Sicherheitsbedenken. (cbe)

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