International
Niederlande

Ridouan Taghi: Meistgesuchter Niederländer in Dubai festgenommen

Meistgesuchter Niederländer in Dubai festgenommen

17.12.2019, 02:5717.12.2019, 02:57

Die Polizei in Dubai hat den mutmasslichen Anführer eines Drogenrings festgenommen, der als der meistgesuchte Mann aus den Niederlanden galt. Der marokkanisch-stämmige Ridouan Taghi sei mit falscher Identität nach Dubai eingereist, teilte die zuständige Polizei am Montag mit.

Gegen Taghi lag ein internationaler Haftbefehl wegen Mordes und Drogenschmuggels vor. Der niederländische Polizeichef Erik Akerboom sagte, die Festnahme des 41-Jährigen sei von «grosser Bedeutung für die Niederlande». Ihr sei eine enge Kooperation zwischen den Niederlanden und Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten vorausgegangen, hiess es weiter.

Nach Angaben der Polizei in Dubai gestand Taghi «alle Taten». Niederländischen Medien zufolge wird dem Verdächtigen der Schmuggel von Kokain vorgeworfen.

Der Druck auf die niederländischen Strafverfolgungsbehörden war im September gestiegen, als der Anwalt eines Kronzeugen in einem Prozess gegen Taghi in Amsterdam erschossen aufgefunden worden war. Eine der grössten niederländischen Polizeigewerkschaften erklärte damals, der Mord an dem Anwalt zeige, dass die Niederländer «in einem Narco-Staat» lebten.

Die Niederlande und Dubai haben kein Auslieferungsabkommen. Wie der niederländische Sender NOS berichtete, wollen sich jedoch beide Seiten um eine Abschiebung Taghis in die Niederlande bemühen. (sda/afp)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Volvo in der Krise: Tausende Jobs weg, Aktie stürzt ab
Der von Chinesen kontrollierte schwedische Autobauer Volvo Cars streicht nach einem desaströsen Quartal mit einem neuen Sparprogramm weitere Tausende Jobs. Vorstandschef Hakan Samuelsson baut weltweit rund 2500 Stellen ab, um die jährlichen Ausgaben um rund 5 Milliarden schwedische Kronen (415 Mio. Franken) zu senken, wie das Unternehmen am Freitag in Göteborg mitteilte. Allein 2000 Arbeitsplätze sollen in der schwedischen Heimat wegfallen. Einerseits würden Beraterverträge beendet und natürliche Weggänge genutzt, andererseits sollen Mitarbeiter Abfindungsangebote erhalten.
Zur Story