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Die Schüler singen den wichtigen Personen der Schule nicht die Hymne vor – wie eigentlich vorgesehen war – sondern einen Song über den Aufruf zur Revolution. screenshot: youtube/CWF Chan

Wie ein Lied zur Hymne der Proteste in Hongkong wurde

Milan Marquard
Milan Marquard



Seit rund drei Monaten kommt es in Hongkong regelmässig zu Protesten. Es geht um den Einfluss Chinas auf die Sonderverwaltungszone Hongkong. Die Protestler fürchten die Einschränkung ihrer Rechte – Hongkong ist liberaler als China. Die Angst ist durchaus berechtigt, da China sehr autoritär regiert wird und Bürger in ihren Rechten eingeschränkt sind.

Derzeit geht ein Video eines Schul-Chores viral. Es zeigt, wie die Schüler an einer Schulversammlung auf der Bühne stehen, als die Melodie der Chinesischen Nationalhymne erklingt (Anm. d. Red.: Hongkong hat keine eigene Nationalhymne). Doch anstatt die Hymne artig zu singen, stimmen die Schüler das Lied «Do You Hear The People Sing» aus dem Musical «Les Miserables» an.

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Die Szene kommt ab Minute 2:04. Video: YouTube/CWF Chan

Umstrittenes Gesetz

Mit der Protestaktion wehrten sich die Schüler gegen ein umstrittenes geplantes Gesetz, das den Respekt gegenüber der Chinesischen Hymne regeln soll. Unter anderem heisst es darin, dass der Text der Hymne nicht verändert werden darf. Auch das ausbuhen der Hymne soll verboten werden – und gemäss The Guardian mit Gefängnis bestraft werden können. Ansonsten drohen hohe Bussen.

Doch die Schüler haben nicht einfach irgend ein Lied gewählt – die Entscheidung für «Do You Hear The people Sing?» hat einen Hintergrund. Das Lied thematisiert den Aufruf eines unterdrückten Volkes zu einer Revolution. Sehr passend für die Situation in Hongkong. Aus diesem Grund wird dieses Lied oft während der Demonstrationen gesungen. Es ist eine politische Message.

«Jenseits der Barrikade

Gibt es eine Welt, die du gerne sehen möchtest?

Dann nimm am Kampf teil

Das gibt dir das Recht, frei zu sein!»

Textauszug aus dem Lied

Der Musical-Song ist daher mittlerweile zur Hymne der Protestbewegung geworden. Vor kurzem wurde klar, dass die Demonstrationen ihre ersten Früchte tragen: Das umstrittene Auslieferungsgesetz wurde gekippt.

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Wenn an Demonstrationen Kunst entsteht

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    Alle Leser-Kommentare
  • Dageka 08.09.2019 06:38
    Highlight Highlight Ich hoffe, das die Stimme in Hong Kong nicht erlischt, und dass die Medien ihre Stimme weitertragen.

    @Marquard: Ich hätte gerne, das ihre "Geschichte" ein bisschen mehr Inhalt hätte. Denn abgesehen von dem einem Youtube Link hat dieser "Artikel" nichts neues beizutragen zu dem Konflikt zwischen Hong Kong und China. (Dieser Teil muss nicht veröffentlicht werden: Kann es sein, dass unter Hansi Voigt so ein "Artikel" nie veröffentlicht werden würde, da dieser zu keiner Diskussion etwas beiträgt?)
    • dade 08.09.2019 10:26
      Highlight Highlight "Denn abgesehen von dem einem Youtube Link hat dieser "Artikel" nichts neues beizutragen zu dem Konflikt zwischen Hong Kong und China."

      Und wieso sollte dieser Artikel irgendetwas zu diesem Konflikt beitragen? Sollen Journalisten Öl in Feuer giessen oder einfach nur Chronisten sein???
    • Dageka 09.09.2019 19:19
      Highlight Highlight Abgesehen von dem einen Link hat dieser Artikel nichts neues zu bieten, was wir nicht alle schon wissen. Das habe ich damit gemeint. Natürlich sollen die Journalisten nicht Öl ins Feuer giessen 🤦🏽‍♂️

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