International
Immobilien

Spanien: Pedro Sánchez plant Massnahmen gegen zunehmende Wohnungsnot

Kampf gegen Betrug und Missbrauch: Weitreichende Massnahmen gegen Wohnungskrise in Spanien

12.01.2026, 15:3012.01.2026, 15:30

Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez hat «dringende und entschlossene» Massnahmen gegen die zunehmende Wohnungsnot in Spanien verkündet. Das Massnahmenpaket solle in den kommenden Wochen per königlichem Dekret in Kraft gesetzt werden.

Spanish Prime Minister Pedro Sanchez arrives for a meeting of the Coalition of the Willing at the Elysee Palace in Paris, France, Tuesday, Jan.6, 2026. (Yoan Valat, Pool photo via AP)
France Russia Uk ...
Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez sagt Betrug und Missbrauch bei Mietverträgen den Kampf an.Bild: keystone

Man werde Betrug und Missbrauch bei Mietverträgen bekämpfen und Anreize für Vermieter schaffen. Dies sagte Sánchez bei der Einweihung eines öffentlichen Wohnungsbauprojekts auf einem früheren Militärgelände in Madrid, auf dem 10'700 neue Wohnungen entstehen sollen.

Kernpunkt des Projekts der linksgerichteten Regierung ist eine schärfere Regulierung befristeter Mietverträge. Damit solle der missbräuchliche Gebrauch von Wohnungen unterbunden werden, bei dem reguläre Mietverhältnisse als Zeitverträge deklariert werden, sagte Sánchez.

Zudem werde man den Missbrauch bei der Zimmervermietung eindämmen. Zugleich sollen Vermieter, die Mietverträge verlängern, ohne den Mietpreis anzuheben, künftig einen vollständigen Steuererlass auf die entsprechenden Mieteinnahmen erhalten.

Die Zentralbank bezifferte das Wohnungsdefizit in Spanien zuletzt auf 700'000 Einheiten – 100'000 mehr als bei einer Schätzung im Jahr 2024. Mit den neuen Massnahmen würden «alle gewinnen», versicherte Sánchez. Ein «Real Decreto», also ein königliches Dekret, das bestehende Gesetze ergänzt, benötigt keine Zustimmung des Parlaments. (sda/awp/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Flydubai-Pilot: «Konnte nicht so viele sterben lassen»
Der bei der Gewalttat in einer Flydubai-Maschine verletzte Pilot hat sich mit einer bewegenden Schilderung zum Ablauf der Beinahe-Katastrophe geäussert.
Demnach gelang es ihm trotz seiner schweren Stichverletzungen durch den Copiloten, die Cockpit-Tür zu öffnen. «Ich kämpfte in dem Moment um mein eigenes Leben, aber mir war auch klar, dass ich nicht so viele andere Menschen sterben lassen konnte», sagte Smit Machchhar in einem Videotelefonat mit dem indischen Premierminister Narendra Modi, das dieser auf der Plattform X teilte.
Zur Story