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Mourners lay flowers on a wall at the Botanical Gardens in Christchurch, New Zealand, Monday, March 18, 2019. A steady stream of mourners paid tribute at makeshift memorial to the 50 people slain by a gunman at two mosques in Christchurch, while dozens of Muslims stood by to bury the dead when authorities finally release the victims' bodies. (AP Photo/Vincent Thian)

Hunderte nehmen Anteil an der Trauer nach dem Terroranschlag auf zwei Moscheen im neuseeländischen Christchurch. Bild: AP/AP

Interview

«Das ist ganz klar ein Terrorist»: Warum rechte Gewalt keine psychische Krankheit ist

Nach dem Terroranschlag in Christchurch suchen Experten Gründe, warum ein Mensch zu solch einer Tat fähig ist. Der deutsche Politikwissenschaftler Hajo Funke warnt davor, rechtsextreme Überzeugungstäter zu pathologisieren.



Herr Funke, es herrscht Uneinigkeit darüber, wie man den 28-jährigen Australier, der in Christchurch mutmasslich 50 Menschen getötet hat, nennen soll: Amokläufer, Terrorist, Psychopath. Welches ist die richtige Bezeichnung?
Hajo Funke:
Er ist ganz klar ein Terrorist. In seinem Manuskript hat er geschrieben, dass er sich in der Tradition von Andres Breivik und dem Attentäter von Charleston sieht. Er benutzt dieselben Argumente wie die rechtsextremen Identitären, die von einer Umvolkung Europas sprechen, gegen die man sich wehren müsse. Er sagt, es passiere ein Genozid an der weissen Rasse, die nur durch Bürgerkriegs-ähnliche Zustände verhindert werden kann. Mit seiner Tat wollte er möglichst viel Schrecken anrichten, er wollte seine Ideologie weiterverbreiten und sie in Gewalt gegen Menschen umsetzen. Das ist Terror.

«Der Nährboden für Rassismus liegt in einer Entfesselung der Ressentiments gegenüber Minderheiten.»

Die britische Boulevardpresse hat am Wochenende Kinderfotos des Attentäters veröffentlicht und sich gefragt, wie aus dem blonden Kind ein rechtsextremer Mörder werden könnte. Was ist davon zu halten?
Dass der Attentäter nicht als Terrorist, sondern als ein kleines, unschuldiges Kind dargestellt wird, ist problematisch. Er ist ein Erwachsener, der sich aktiv dafür entschieden hat, eine solche abscheuliche Tat zu begehen. Dafür muss er zur Rechenschaft gezogen werden. Die Frage hingegen, was jemanden zum Rassisten macht, finde ich als Soziologe nicht uninteressant.

Bild

Extremismusexperte Hajo Funke screenshot: youtube / phoenix

zur Person:

Hajo Funke war bis zu seiner Emeritierung 2010 Politikwissenschaftler an der Freien Universität Berlin. Er erforscht seit Jahrzehnten den Rechtsextremismus- und Terrorismus. Im NSU-Prozess gegen Beate Zschäpe fungierte er als Sachverständiger. Vor Kurzem erschien sein neues Buch «Der Kampf um die Erinnerung – Hitlers Erlösungswahn und seine Opfer».

Und was ist es, das jemand zum Rassisten macht?
Ich sehe zwei wichtige Voraussetzungen, die gegeben sein müssen: Der Nährboden für Rassismus liegt in einer Entfesselung der Ressentiments, einer Stimmungsmache gegenüber Minderheiten, seien es Flüchtlinge, Muslime, Juden oder andere. Zudem braucht es Organisationsangebote, beispielsweise im Internet, wo rechtsextreme Ideologien angeboten und verbreitet werden.

In der Presse suchte man als Erklärung für die Tat eine psychische Störung. Ein Soziologe attestierte dem Attentäter ein zu kleines Einfühlungsvermögen oder fehlende Zuwendung in der Familie.
Damit wird der Täter pathologisiert und die Attacke verharmlost. Im schlimmsten Fall sorgen solche psychologische Zuschreibungen gar dazu, dass Terrorakte in gewisser Weise rechtfertigt werden. Das geschah beispielsweise im Sommer 2016 bei dem Attentat in einem Münchner Einkaufszentrum.

Sie sprechen den Fall des 18-jährigen Schülers an, der im Juli 2016 in München in einem Einkaufszentrum neun Personen mit Migrationshintergrund tötete.
In erster Linie wurde danach über die psychische Befindlichkeit des Täters gesprochen. Gerade in München war es ein grosser Fehler, dass man zuerst von einer Amoklauf gesprochen hat. Das führte zu einer Entpolitisierung der Tat, obwohl klar war, dass sie rassistisch motiviert war und der 18-Jährige im Vorfeld Unterstützung von Rechtsextremen hatte. Der Täter wurde in der Schule gemobbt, ja. Das allein erklärt aber nicht die zerstörerische Gewalt eines rechtsextremen Anschlags, sondern es verharmlost sie viel eher.

Auch bei Andres Breivik war es ähnlich.
Richtig. Den Grund für seine rechtsextreme Haltung suchte man mit in einer psychischen Erkrankung. Es wurde mit allen Mitteln versucht, die Tat zu entpolitisieren.

Auch ein beliebtes Bild im Zusammenhang mit dem Christchurch-Attentat ist dasjenige des Täters als einsamer Wolf. Wie schätzen sie das ein?
Zwar gibt es Einzeltäter, aber sie handeln nie als einzelne Personen. Sie adressieren eine Tat an ihre Gesinnungsgenossen und sie knüpfen an bereits verübte Attentate an. Manuskripte, wie dasjenige des Christchurch-Attentäters aber auch das Manifest von Breivik, werden in rechtsextremen Kreisen herumgereicht, zitiert, weiterverbreitet. Ein einsamer Wolf ist ein solcher Täter nicht.

«Es ist ein Isolierungsmechanismus, wenn solche Ideologien als absurde Verschwörungstheorien abgetan werden.»

Inwiefern ist das Problem ein gesellschaftliches?
Insofern, dass rechte Gewaltakte tendenziell eher dann verübt werden, wenn eine Stimmung gegenüber einer Minderheit aufgeladen ist. Darum schnellte in den USA die Zahl von rechten Gewaltakten so hoch, nachdem Donald Trump Präsident wurde.

Zeitungen schrieben, das Weltbild des Christchurch-Attentäter bestehe aus kruden Verschwörungstheorien. Sind es Verschwörungstheorien? Wie sehen Sie das?
Klar sind es absurde und krude Theorien, auf die sich solche rechtsextreme Täter stützen. Es ist ja in keiner Hinsicht empirisch haltbar, dass beispielsweise die hohe Geburtenrate von Muslimen zum Genozid der weissen Rasse führt. Doch es ist ein Isolierungsmechanismus, wenn solche Ideologien als absurde Verschwörungstheorien abgetan werden. das ist dem Ernst der Lage nicht angemessen.

Was ist angemessen?
Zu schauen, wo in einem Land die Anknüpfpunkte für solche Ideologien liegen und sich zu hintersinnen, was dagegen getan werden kann. In Australien findet eine furchtbare Dämonisierung der Flüchtlinge von Teilen der Regierung statt. Es gibt eine ethnozentristische und rassistische Haltung, die in der Öffentlichkeit und auch in den Medien vertreten wird. Es braucht einen Rechtsstaat, der entschieden gegen solche Tendenzen hält der Lage nicht angemessen.

«Die Demokratie muss nicht nur als politisches System sondern auch als Lebensform installiert werden.»

Wird die Gefahr, die von rechtsextremen Terror ausgeht, unterschätzt?
Tendenziell ja. Dies, obwohl es inzwischen genug Beispiele gibt, die zeigen, dass die Gefahr ernst zu nehmen ist. Darum müssen jetzt gezielt Massnahmen ergriffen werden. Es braucht schärfere Waffenkontrollen und einen wachen Rechtsstaat. Die Demokratie muss zudem nicht nur als politisches System sondern auch als Lebensform installiert werden. Es braucht die Anerkennung der anderen Vielfalten. Im Vordergrund muss die Kommunikation und nicht Prügelstrafen stehen.

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86Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Phrosch 19.03.2019 21:52
    Highlight Highlight Könnte es nicht damit zu tun haben, dass wir die Welt erklären wollen? Wenn jemand psychisch krank ist, können wir verstehen (oder wenigstens akzeptieren), dass er irrational handelt. Dass jemand nicht krank, sondern bewusst abgrundtief böse ist, entzieht sich dagegen jedem Verstehen.
  • Glenn Quagmire 19.03.2019 08:51
    Highlight Highlight Amokläufer, Terrorist, Psychopath...eigentlich egal, es bringt die Opfer nicht zurück, wenn man die "korrekte" Bezeichnung für den Massenmörder findet. Wichtiger ist es in Zukunft solche Taten zu verhindern und vor allem Rachegelüste und Nachahmungstäter zu verhindern
    • mille_plateaux 19.03.2019 11:18
      Highlight Highlight Eben nicht egal. Die korrekte Einordnung solcher Geschehnisse ist von äusserster Wichtigkeit, um nachhaltig zu lernen. Psychopathen können immer als Einzelerscheinung, als "Fehler" im andernfalls reibungslosen System abgetan werden. Erkennt man jedoch an, dass rechtsradikale Terroristen am Werk sind, kann der neue Rassismus endlich als Problem begriffen werden, der nach Lösungen verlangt! Schliesslich, wie im Interview korrekt dargelegt, gibt's systematische Ausgrenzungsmechanismen zu Hauf. Die sind einer modernen Gesellschaft schlicht nicht würdig und gehören hinterfragt.
  • rodolofo 19.03.2019 08:42
    Highlight Highlight Diesen Artikel sollten Alle einmal abschreiben und täglich einmal durchlesen, die noch daran glauben, dass die "Rechtsnationalen" unsere Werte und unsere Demokratie verteidigen!
    Alles, was die verteidigen wollen, ist die Freiheit für "Einheimische Hass-Prediger", gegen Ausländer und Andersdenkende zu hetzen, als Vorbereitung für eine weitere "Reichs-Kristall-Nacht" und für weitere "Bücherverbrennungen"!
    Dass diese Massen an Nazis alle Psychopathen waren, die sich mit wahnsinnigen Gedanken-Konstruktionen selbst verwirrten und entmenschlichten, ändert nichts daran, dass sie das machten...
    • Tobsol 19.03.2019 14:14
      Highlight Highlight Die einzige Aktion, die aktuell einer Bücherverbrennung nshekommt, ist das Verbannen von Büchern von Amazon.

      Einfach mal googlen und sehen, dass das schon passiert, nur wird es nicht von nem Rechtsradikalen ausgeführt.

  • flausch 19.03.2019 00:08
    Highlight Highlight Pathologisierung ist die gesellschaftliche Möglichkeit die eigene Schuld zu negieren. Wenn alle krank sind die terrorisieren so sind die die ja "nur" hetzen aus dem Schneider und können sich auf die Meinungsfreiheit berufen.
    Und noch etwas: Pathologisierung ist die Kernkompetenzen der Eugenik.
    • Tobsol 19.03.2019 14:18
      Highlight Highlight Meinungs- und Tedefreiheot braucht es drungen für den öffentlichen Diskurs, denn der ist das Einzige was eine Radikalisierung verhindern kann.

      Wenn Menschen nicht mehr sagen dürfen was sie denken, EGAL WAS, kann ihnen auch niemand die Stirn bieten, sie aus ihrer Bubble befreien (lassen).

      Benjamin Franklin:
      "Without Freedom of thought there can be no such thing as wisdom;and no such thing as public liberty, without freedom of speech."
    • flausch 19.03.2019 17:25
      Highlight Highlight Ist eine Todesdrohung auch Meinungsfreiheit?
      Und wie gross ist der unterschied zwischen einer Todesdrohung und gezielter Rassistischer Hetze die zu einem Pogrom führt?
      Ist Anstiftung zum Massenmord legal und schützenswert?
    • Phrosch 19.03.2019 21:49
      Highlight Highlight Tobosol, es gibt auch für Meinungs- und Redefreiheit eine Grenze. Als Franklin das sagte, gab es noch einen von der Gesellschaft akzeptierten Wertekanon. Der sorgte dafür, dass eben nicht wirklich alles gesagt werden durfte. Heute leben wir in einem Wertepluralismus, so dass auch ein rechtsradikaler Mörder sich auf Redefreiheit berufen und dabei Unterstützung finden kann.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Maracuja 18.03.2019 22:46
    Highlight Highlight Ein Dilemma: Einerseits ist es wichtig, solche Taten klar als Terror zu benennen, die ideologischen Hintergründe aufzuzeigen (eine Gratwanderung man will ja diesen gestörten Ideen keine Plattform geben) und das Umfeld auszuleuchten. Anderseits wollen solche Terroristen ja unbedingt als politische und/oder religiöse Subjekte wahrgenommen werden und nicht als kranke Irre. Spricht man ihnen den Wahnsinn ab, wertet man sie quasi auf, bezeichnet man sie als Spinner verharmlost man Verbrechen und dazugehöriges Umfeld. Komplizierter wird es noch, weil ein Teil der Täter wohl tatsächlich irr ist.
    • Hinterm Mond, wärmts sich bestens 19.03.2019 11:04
      Highlight Highlight Wie wäre es wenn man sie als psychisch schwach bezeichnen würde, die sich leicht von irren Ideologien leiten und zu noch irrreren Taten verleiten lassen?

      Denn alles was sie nicht wollen ist schwach sein, aber das sind sie...geistig, seelisch, psychisch.

      Sie sind ein Produkt des aktuell weltweit grassierenden Rechtsnationalismus. Und die weichste Knete lässt sich am schnellsten formen...
  • Til 18.03.2019 22:38
    Highlight Highlight Also ich halte alle Terroristen für schwer psychisch gestört. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass ein normaler Mensch so etwas tun kann.
    • rodolofo 19.03.2019 08:51
      Highlight Highlight Ich schon!
      Du glaubst nicht, was Gedanken alles mit Dir machen können!
      Und doch ist es so.
      Gedanken drängen in das Gehirn, sobald das Verständnis für Sprache rudimentär entwickelt ist, so wie bei der Geburt die Bakterien aus dem Bereich der Vagina die Darm-Flora des Baby's besiedeln und damit eine wichtige Grundvoraussetzung für die Verdauung und für die Immunabwehr starten!
      Die Gedanken starten sozusagen die Verdauung von Geistigem und die Immunabwehr gegen destruktive Gedanken.
      Allerdings wird es dabei immer wieder so laufen, dass die Viren, Krankheitserreger und Schmarotzer gewinnen...
    • Tobsol 19.03.2019 14:23
      Highlight Highlight @Til

      Dass in Nazideutschland nahezu alle begeistert waren heisst nicht, dass die alle krank oder irre waren.

      Das heisst, dass alle Menschen weltweit dazu fähig sind. Auch die, die sich das nicht vorstellen können.

      Ich empfehle dazu eine Vorlesung von Jordan Peterson zum Thema Existenzialismus (suche Youtube)
  • Walser 18.03.2019 22:27
    Highlight Highlight Die Geister die sie riefen, werden sie nun nicht mehr los. Immer schon wurde versucht die Taten mit irgendwas zu erklären, jemandem anders eine Mitschuld zu geben oder die Täter als krank oder unzurechnungsfähig zu erklären. War schon ber der RAF so, bei den IS Terroristen, den Breiviks, dem Rupperswiler Mörder usw. „Im Vordergrund muss die Kommunikation sein, nicht die Prügelstrafe“ meint Funke. Es geht munter weiter mit der Verharmlosung!
  • Oxymora 18.03.2019 20:51
    Highlight Highlight Einst entschied der Klerus wer von Satan besessen ist und wer nicht. Später gab’s Psychiater die entschieden wer psychische Störungen hat und wer nicht.

    Heute sind Politikwissenschaftler Experten auf diesem Gebiet.

    Ich glaub nur ein Politikwissenschaftler weis

    “Warum rechte Gewalt keine psychische Krankheit ist“

    aber trotzdem Wahn.

    “Der Kampf um die Erinnerung – Hitlers Erlösungswahn und seine Opfer“
    • Schne 19.03.2019 08:33
      Highlight Highlight Mit der richtigen Technik bringt man die Mehrheit der Menschen dazu abartige Dinge zu tun. Das zeigte zum Beispiel das Milgram Experiment. Das vermindert aber nicht die Schuldfähigkeit. Ein fehlgeleiteter Mensch kann völlig abartige Dinge tun und trotzdem voll zurechnungsfähig sein.
    • rodolofo 19.03.2019 08:57
      Highlight Highlight Die Pathologisierung von Terror ist in erster Linie eine Beruhigungspille für die engsten Angehörigen des Terroristen.
      Sie können sich dann sagen: "Er ist leider krank. Wir haben mit seiner Krankheit zu tun."
      In zweiter Linie ist es ein Selbstschutz für die Familienangehörigen und für die Gesellschaft, weil sie weiter funktionieren muss, auch wenn das Leben und die Natur manchmal äusserst brutal sein können.
      Dem Terroristen ist es letztlich egal, wie wir seine Aktionen begründen, oder bezeichnen.
      Denn für ihn sind WIR die Arschlöcher und Nazis, gegen die ER sich heldenhaft zur Wehr setzt...
    • rodolofo 19.03.2019 09:19
      Highlight Highlight "Wir haben mit seiner Krankheit nichts zu tun!" wollen sich die Familienangehörigen und die Gesellschaft einreden.
      Wir wollen auch nichts mit dem alltäglichen Terror in der Neo-Kolonialen Peripherie des Globalen Kapitalismus zu tun haben.
      Und doch haben wir sehr viel damit zu tun, weil wir von dort billige Rohstoffe und billige Agrargüter und billige Halbfertigungs-Produkte beziehen, weil wir dorthin Waffen liefern, weil wir von dort Mafia- und Diktatoren-Clan-Gelder beziehen und mit Banken verwalten, weil wir hin und wieder militärisch "zum Rechten sehen" usw.
      Alles hat mit Allem zu tun...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Omega 18.03.2019 20:42
    Highlight Highlight Und trotzdem ist die Angst vor Kommunismus grösser... Auch wenn beide extreme Richtungen schlussendlich zu einer Diktatur und Diskriminierung von Minderheiten fürhrt.
    • Lowend 18.03.2019 21:42
      Highlight Highlight Solches „Aber die Linken auch“-Mimimi ist leider typisch für diejenigen, die vom Terror aus ihren eigenen Reihen ablenken wollen.

      Hier dreht es sich aber um rechtsextremistischen Terror und momentan haben wir kein Problem mit Komunisten, sonderm ganz klar mit weltweit wachsendem Rechtsextremismus.
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 19.03.2019 10:35
      Highlight Highlight @Omega
      Aha, wo denn?
      Kannst du irgendwelche Beispiele nennen oder bildest du dir etwas ein und willst jetzt damit ablenken?
      Und noch interessanter, wieso kommst du gerade bei einem Artikel, in dem es um Terror eines Rechtsextremisten geht, mit deinem Märchen?
    • Tobsol 19.03.2019 14:38
      Highlight Highlight @Lowend

      Blödsinn.

      Terror kommt von überall: Links, rechts, islam, christlich, atheistisch, weiss, schwarz, arm, reich,..

      Beschränkst du dich in deiner Betrachtung auf nur eines davon, KANNST du kein vollständiges Bild bekommen, weil du es immer mit denem kleinen Datensegment zu erklären versuchst
    Weitere Antworten anzeigen
  • Kong 18.03.2019 20:31
    Highlight Highlight Egal ob Integration & demokratisches Verständnis angerufen wird. Unsere Welt ist komplexer und bringt auch viel Frust und Verlierer hervor. Ein solcher Täter wird jahrelang (in Eigenregie) radikalisiert. Er fokussiert immer stärker auf seine verletzten Wertvorstellungen & ist entgegen der Analyse von Funke klar ein Lonewolf. Er operiert alleine und braucht seine Aktionen mit niemandem abzugleichen, ist autonom in der Vorbereitung. So hässlich es ist... solche kranken Mörder wird es immer geben. Sie sind „extrem“ und daher nicht schubladisierbar. Eine Klassifizierung nicht nötig, Mörder reicht.
    • Juliet Bravo 18.03.2019 20:43
      Highlight Highlight Er hat aber ideolodische Kammeraden, die ihn feiern, mit denen er sich ausgetauscht und gegenseitig angestachelt hat. Er ist rechtsextrem und hat auch ein politisches Manifest veröffentlicht mit rechtsextremem Gedankengut, Gewaltphantasien und Aufruf zu Gewalt und zu seiner Tat veröffentlicht.
      Sind islamistische Terroristen für dich auch Einzeltäter, die völlig losgelöst von irgendeiner extremistischen Gewaltideologie operieren? Ich denke nicht.
    • sowhat 18.03.2019 20:55
      Highlight Highlight Aber er braucht ein Publikum, und wenn er es sich nur einbildet. Also eben doch nicht "einsamer Wolf"
    • Vergugt 18.03.2019 20:56
      Highlight Highlight Damit streitest du das strukturelle Problem der rechtsextremen Gewalt ab. Die Tat selbst hat er nicht in dem Sinne koordiniert, im Vorfeld hat er sich aber klar von rechtsextremer Gewalt inspirieren lasssen, und wurde mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch in der Entwicklung seiner Tötungsfantasien von Ausländern ermutigt. Dass ein Hauptpunkt zur Prävention ist, sich besser um "abgehängte" zu kümmern, finde ich allerdings genau den richtigen Gedanken.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Reudiger 18.03.2019 20:22
    Highlight Highlight Mir ist es schleierhaft, wieso das Veröffentlichen seiner Kinderfotos gefährlich ist. Dabek geht es ja nicht um die Verharmlosung, sondern darum aufzuzeigen, dass die meisten Menschen dazu fähig wären, wenm die Umstände gegeben wären.

    Der Vorwurf, dass man diese Tat entpolitisieren möchte und dass dies schlecht sei, finde ich ebenfalls frahwürdig. Schliesslich liegt der politischen Orientierung, in aller ersten Linie die eigene Psychologie zu Grunde.
    Meiner Meinung nach ist dies die Motivation den Fehler bei der anderen politischen Seite zu suchen.
    • olmabrotwurschtmitbürli aka Pink Flauder 18.03.2019 21:28
      Highlight Highlight Ich vermute es geht Herrn Funke darum, dass bei beispielsweise islamistischen Anschlägen keiner danach fragt, wie der Attentäter als Kind aussah, was wohl schiefgelaufen sein mag und so weiter.

      Ich weiss es nicht, aber so habe ich diese Aussage interpretiert.
    • Reudiger 19.03.2019 12:47
      Highlight Highlight Ich glaube nicht daran, dass Rechte sich nach der Opferrolle sehnen. Im Gegenteil, die Linken würden eher in diese Kategorie fallen, da sie sich mehr um soziale Ungerechtigkeiten kümmern. Ich glaube deine Behauptung basiert auf deiner Missgunst gegenüber rechtspolitisch orientierten Personen, dies demonstrierst du ja in einem beträchtlichen Anteil deiner Kommentare.

      Ich merke immernoch nicht, inwiefern die Schuldabschiebung auf des Täters politische Einstellung angemessen ist. Es sei denn du willst mir wahrmachen, dass dies immer der Fall ist. Auch bei jeglichen anderen Terroraktionen.
    • Tobsol 19.03.2019 14:46
      Highlight Highlight @Echo (kammereffekt)

      Ich sehe rechts auch keine Opferrolle, das passt nicht zu deren Selbstbild und auch nicht zu deren Ideal.

      Passt aber sehr gut auf Linke, die sich und andere als unterdrückte, benachteiligte Gruppen identifizieren.

      Ich gehöre zu keinem von beiden, auch wenn mir ersteres bestimmt unterstellt werden wird :)
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  • Follower 18.03.2019 20:11
    Highlight Highlight In der Strafe sollte diese Tat als Terrorakt, in der Berichterstattung als psychisch kranker Spinner benannt werden. Ich weiss, dass das nicht geht. Ich fürchte nur, dass sich solche Täter und ihre Jünger unwahrscheinlich gebauchpinselt und geehrt fühlen, wenn öffentlich über ihre Gefährlichkeit berichtet wird.
    • Sensei 18.03.2019 21:11
      Highlight Highlight Psychisch kranke Menschen sind keine "Spinner". Sie sind krank, wie jemand, der Krebs hat auch krank ist.
    • Saraina 19.03.2019 07:55
      Highlight Highlight Danke Sensei.
    • Follower 19.03.2019 10:31
      Highlight Highlight Psychisch Kranke sind keine Spinner. Da bin ich sehr gleicher Meinung!
      Bei einem solchen Täter ist dieser Ausdruck meiner Meinung nach aber nicht verkehrt.
  • Angelo C. 18.03.2019 20:05
    Highlight Highlight Wenn ich so den Titel genauer bedenke, erhebt sich dabei der Gedanke dass dann auch nicht die linke Gewalt, und schon gar nicht die islamistischen Attentäter, den Anspruch auf psychische Krankheiten erheben können.

    Wobei gerade die Letzteren, die islamistischen Attentäter, in den Medien (oder staatlichen Verlautbarungen!) nicht nur in Deutschland bekanntlich öfters unter dem Begriff „psychisch krank“ oder als unzurechnungsfähig eingeordnet und abgehandelt werden 😉.
    • bokl 18.03.2019 20:20
      Highlight Highlight " ...bekanntlich öfters unter dem Begriff „psychisch krank“ oder als unzurechnungsfähig eingeordnet... "
      Beispiele bitte
    • Garfield91 18.03.2019 20:47
      Highlight Highlight Ich frage mich, was dich dazu verleitet hat das Smiley am Schluss anzufügen? Findest du es witzig über die psychische Verfassung von Attentätern zu philosophieren?
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  • Jacob Crossfield 18.03.2019 20:04
    Highlight Highlight Eine pathologische Deutung ist keine Verharmlosung sondern ein wissenschaftlicher Erklärungsversuch. Deshalb bin ich auch konsequent gegen die Todesstrafe, egal welcher Pöbel dies gerade verlangt.
    • Vergugt 18.03.2019 22:39
      Highlight Highlight Das Problem ist, dass dieser Erklärungsversuch nur bei gewissen Taten/Tätern unternommen wird.
  • violetta la douce 18.03.2019 20:03
    Highlight Highlight Es kommt auf das Gefährdungspotential an. Da es sich bei rechten „Terroristen“ um versprengte Einzeltäter handelt, ist dieses auch nicht gross.

    Diese Art des Terrors, auf die selbe Stufe stellen zu wollen, wie ein weltweit vernetzter islamistischer Terror, der in der Lage ist, eigenen Staaten auszurufen, ist Verantwortungslos.
    • Yamamoto 18.03.2019 20:27
      Highlight Highlight Für verantwortungslos halte ich es, rechten Terror zu relativieren. Den Angehörigen der Opfer dürfte es relativ egal sein, dass Deiner Meinung nach rechter Terror viel harmloser ist als radikalislamistischer. Übrigens nimmt die internationale Vernetzung der rechten Szene seit Jahren zu – insbesondere durch Netzwerke wie B&H. So fahren z.B. westeuropäische Nazis in Schiesstrainings in Polen und Russland. Auch der NSU war ziemlich gut vernetzt. Wenn wir das Thema weiterhin ignorieren, dürfte die Szene in einigen Jahren bis Jahrzehnten sehr viel gefährlicher werden.
    • Juliet Bravo 18.03.2019 20:28
      Highlight Highlight Ich finde die Relativierung mit „noch übleren Terroristen“ verantwortungslos. Du versuchst zu verharmlosen.
    • violetta la douce 18.03.2019 20:44
      Highlight Highlight JB
      Dann hast du das Thema aber nicht verstanden.
      Die Bedrohung durch islamistischen Terror ist in der heutigen Zeit beispiellos.
      Es verharmlost diejenige, die diesen Terror bagatellisiert, in dem Sie ihn auf die selbe Stufe stellt, wie die Amokläufe von Einzeltäter.
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  • Lowend 18.03.2019 20:02
    Highlight Highlight Herzlichen Dank für dieses Interview und für die ganz klaren Worte! Rechter Terror ist keine Krankheit und kein Einzelfall sondern das Resultat von rechter Gesinnung und rechter Hetze und er gedeiht auf dem Nährboden von Ausgrenzung, Fremdenfeindlichkeit und einem nationalistischen Überlegenheitsgefühl.

    Zum Glück gibt es so was ja nicht in der Schweiz, oder...
    • 7immi 18.03.2019 23:10
      Highlight Highlight Ist das nicht die Definition von Terror allgemein, unabhängig der Gesinnung? Sei es nun religiös, rassistisch oder anti was auch immer?
      Die Rechtfertigung fürs Töten entspricht immer der Ansicht, dass man etwas besseres sei und daher mehr darf. Die Verbreitung von Gedankengut und Verdrehung der Realität kann schnell eskalieren.
      Und ja, das gibts überall, sogar in Norwegen und Neuseeland. Zum Glück sind beides Rechtsstaaten, die die Täter verfolgen und bestrafen - nach geltendem Gesetz und mit einem sauberen Prozess ohne Rachegelüste und ideologische Motivation.
  • DerMeiner 18.03.2019 19:44
    Highlight Highlight Ich finde es falsch, bei Rassismus als Hauptargument die Minderheitenkeule zu schwingen. Anschläge wie bspw. in London waren auch Rassismus geprägt, betrafen jedoch keine Minderheit. Viel problematischer ist allgemeines Nischendenken mit mit indoktrinierten Feindbildern. Ich finde es jedoch schwierig dem einen Riegel vorschieben zu wollen. Bildung mag oft eine Rolle spielen, aber ob das bei einem Breivik bspw. tatsächlich ein Argument ist, wage ich zu bezweifeln. Da lief anderes gewaltig falsch, sprich Elternhaus, Freundeskreis, Erfahrungen (?), oder halt doch die Psyche... Heikles Thema.
    • Rabbi Jussuf 18.03.2019 22:16
      Highlight Highlight Sehr gut analysiert. Besser als der Experte.
    • Shabaqa 19.03.2019 12:50
      Highlight Highlight Ich möchte dir nicht widersprechen, aber darauf hinweisen, dass es 2017 in London mehrere Anschläge gab, darunter auch einen auf eine Minderheit, nämlich Muslime. In der medialen Berichterstattung ging der im Vergleich zu den andern Anschlägen unter. Dies ist auch ein Indiz dafür, was im Interview angesprochen wird: Rassistisch oder rechtsextremistsch motivierte Anschläge in Europa werden häufig viel weniger beachtet oder dann verharmlost (durch die Pathologisierung der Täter).
    • Tobsol 19.03.2019 20:46
      Highlight Highlight @Shabaqa

      2017 gab es mindestens 5 Anschläge in London. Nur einer davon wurde einem Rechten zugeordnet.

      Da es aber "nur" 5 Verletzte und einen Herzinfarkt-Toten gab, kann das untergegangen sein, stimmt.

      Liegt wohl am Kontext der anderen Anschläge: mind. 34 Tote und mind. 180 Verletzte.

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  • mostlyharmless 18.03.2019 19:34
    Highlight Highlight Danke, Frau Serafini!
  • Ökonometriker 18.03.2019 19:33
    Highlight Highlight Terroristen sind alle krank im Kopf. Wrr ein gesundes Mass an Empathie besitzt tötet nicht einfach Unschuldige.
    • Stormrider 18.03.2019 19:49
      Highlight Highlight Da muss ich doch mal Ihrem Kommemtar vorbehaltlos zustimmen.
    • DerMeiner 18.03.2019 19:54
      Highlight Highlight Nur weil jemand abnorm ist, ist er nicht direkt krank. Ich denke, genau so wie es sehr gute Menschen gibt, gibt es auch abgrundtief böse Menschen. Krank sind sie nicht. Sie sind schlicht und einfach böse.
    • Juliet Bravo 18.03.2019 19:55
      Highlight Highlight Ja klar, da hast du recht. Aber: Darum gehts hier genau nicht! Lies das Interview.
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