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epa07523231 MEP and 'The Party' party leader Martin Sonneborn (L), and satirist Nico Semsrott (R) pose during the EU election campaign opening of the German satirical party Die PARTEI (The PARTY) at the Volksbuehne theatre in Berlin, Germany, 23 April 2019. Politicians of the party 'Party for Labour, Rule of Law, Animal Protection, Promotion of Elites and Grassroots Democratic Initiative' (The PARTY, orig.: Die Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative, Die PARTEI) held a press conference on EU election campaign of the party prior to their show 'EUROPA-SHOW' at the Volksbuehne.  EPA/HAYOUNG JEON

Die deutschen Satiriker Martin Sonneborn (l.) und Nico Semsrott der deutschen «Partei». Bild: EPA/EPA

Interview

Satiriker Martin Sonneborn fällt gnadenloses Urteil über von der Leyen

Lukas Weyell / watson.de



Diese Woche begann der Prozess gegen die mutmasslichen Drahtzieher des Anschlags auf die Redaktion des Satiremagazins «Charlie Hebdo» in Paris. 14 Angeklagte stehen vor Gericht und müssen sich für den Mord an zwölf Menschen verantworten, die im Januar 2015 von mehreren Attentätern in Paris ermordet wurden.

Weit über die Grenzen Frankreichs hinaus wird der Prozessbeginn beobachtet. Denn was hier verhandelt wird, ist weit mehr als Mord. Der Anschlag galt nicht nur der Redaktion von «Charlie Hebdo», sondern der Meinungs- und Pressefreiheit der westlichen Welt. Veröffentlichte Mohammed-Karikaturen galten als Hintergrund der verheerenden Attacke auf die Redaktion damals. In der Folge entspann sich weltweit, auch in Deutschland, eine Debatte um die Frage: Was darf Satire und wie frei ist sie eigentlich?

Wie es um die Freiheit von Satire steht, weiss er: Martin Sonneborn war Chefredakteur der Titanic und sitzt seit 2014 für die Satirepartei «Die Partei» im Europaparlament. Im Interview mit watson erzählt er, wie die Anschläge auf die Redaktion von Charlie Hebdo den Umgang mit Satire verändert haben, welche Verantwortung Satire hat und warum er Martin Schulz und Elmar Brok vermisst.

«Grosse Teile der Branche sind vorsichtiger geworden.»

watson: Wie hat sich Satire seit den Anschlägen auf Charlie Hebdo 2015 verändert?
Martin Sonneborn:
Ich würde sagen, grosse Teile der Branche sind vorsichtiger geworden. Dass nach den Anschlägen Autoren oder Zeichner an manchen Beiträgen ihre Namen nicht haben wollten, gab es zum Beispiel vorher selten.

Ist auch der Humor der Satiriker vorsichtiger geworden?
Ich hoffe nicht. Ich habe jedenfalls keine Schere im Kopf.

epa08640768 A pedestrian passes a painting depicting Charlie Hebdo's killed cartoonists, by French street artist Christian Guemy, outside the satirical newspaper Charlie Hebdo's former office, in Paris, France, 02 September 2020. The Charlie Hebdo terror attack trial will be held from 02 September to 10 November 2020. The Charlie Hebdo terrorist attacks in Paris happened on 07 January 2015, with the storming of armed Islamist extremists of the satirical newspaper, starting three days of terror in the French capital.  EPA/Mohammed Badra

Ein Schild erinnert an den Anschlag auf das Satire-Magazin «Charlie Hebdo». Bild: keystone

«Zurzeit wird der Begriff Satire wirklich für jeden Mist missbraucht.»

Viele Rechte berufen sich auf die Kunstfreiheit, wenn sie Menschen im Netz beleidigen und sagen, das sei Satire. Inwiefern haben Satiriker wie Jan Böhmermann mit seinem Erdogan-Gedicht hier den rechten Trollen Tür und Tor geöffnet?
Ich ärgere mich über viel Dummes im Netz, das gern auch als Satire ausgegeben wird. Satire ist eine Kunstform, die nicht jeder beherrscht. Zurzeit wird der Begriff wirklich für jeden Mist missbraucht. Von plumpen Beleidigungen seitens der (verf******) AfD bis zur Nominierung von Olaf Scholz als Kanzlerkandidat, alles Satire. Das kann nicht allein Böhmermanns Schuld sein ...

Charlie Hebdo hat zum Prozessauftakt dieselbe Mohammed-Karikatur auf das Cover genommen, die damals mutmasslich Anlass für den Anschlag war. Ist das Satire oder blosse Provokation?
Die Redaktion wollte und musste sich positionieren. Ich würde es als satirische Provokation werten, die zeigt, dass man weiterhin sein Fähnlein hochhält und sich nicht unterkriegen lässt.

Tausende Menschen protestierten nun jedoch gegen die erneute Veröffentlichung der Karikaturen. Wo sind die Grenzen von Satire?
Es gibt keine allgemeingültige Antwort auf diese Frage. Wir hatten früher bei Titanic den Auftrag, die Grenzen monatlich neu auszuloten. Und zwar in alle möglichen Richtungen. Wenn ich mir die Reaktionen, Beschimpfungen und Klagen in Erinnerung rufe, haben wir das auch getan … Smiley.

Hat Satire eine Verantwortung?
Klar. Warum sollten Satiriker anders als Bäcker oder watson-Redakteure davon entbunden sein?

Ist es dann in Zeiten von Euroskeptikern und Brexit noch legitim, sich über den Bürokratiedschungel in Brüssel lustig zu machen oder spielt man damit den Falschen in die Hände?
Falls Sie mich meinen, ich mache mich selten über Bürokratie lustig. Mehr über die Diskrepanz zwischen dem proklamierten demokratischen Ideal der EU und den nationalistischen, unsozialen, rein wirtschaftsorientierten Handlungen ihrer Organe. In Bulgarien haben wir derzeit eine ähnliche Situation wie in Weissrussland – interessiert niemanden. Ungarn ist die erste Diktatur in der EU. Wird etwas dagegen unternommen? Der Fall Nawalny ist äusserst undurchsichtig, wird aber resolut gegen den Bau von Nord Stream 2 instrumentalisiert. Wann holt ein Ärzte-Team Julian Assange aus dem britischen Gefängnis in die Charité?

Über den Abschied von Elmar Brok:

«Es wird weniger gebrüllt auf den Gängen, es fliegen weniger Schuhe durch die Gegend und niemand will mir an die Gurgel.»

Wie sicher fühlen Sie sich als Satiriker in Brüssel?
Recht sicher. Noch sicherer würde ich mich fühlen, wenn die EU-Kommission in der Lage wäre, einen Überblick über die Corona-Situation in den Mitgliedsstaaten zu geben, und eine vergleichbare Datenbasis schaffen würde.

Wie hat sich der Parlamentsalltag in Brüssel verändert, seitdem Elmar Brok nicht mehr Abgeordneter ist?
Es wird weniger gebrüllt auf den Gängen, es fliegen weniger Schuhe durch die Gegend und niemand will mir an die Gurgel. Schade, wir wollten immer mal einen Tuba-Spieler hinter Elmar durchs Parlament laufen lassen; ich hoffe, er kommt noch mal zu Besuch.

Gibt es einen Nachfolger als Ihr Nemesis im EU-Parlament?
Der ein oder andere Konservative versucht sich daran, aber die Fussstapfen, die Elmar Brocken hinterlassen hat, sind relativ gross.

Und wie sehr vermissen Sie Martin Schulz?
Sehr. Politisch ist er mir zu konservativ, aber er hat sich in Krisen einfach selbst ermächtigt, stand bei Rats-Treffen – der Rat, das sind die Arschlöcher in Europa, 27 Länderchefs, die ungebrochen national denken statt europäisch – uneingeladen vor der Tür und hat die Position des Parlaments – des demokratischeren Teils der EU-Institutionen – dargelegt. Oder Victator Orban und dem Irren vom Bosporus einfach mal die Grenzen aufgezeigt. Der neue Parlamentspräsident Sassoli ist leider – genau wie Frau von der Leyen an der Spitze der Kommission – ein blasser Abklatsch ohne grosse Wirkungsmöglichkeit.

Wie viel Angriffsfläche bietet denn Ursula von der Leyen?
Zu viel. Keine Ahnung, wenig Überzeugungen, keine Hausmacht im EU-Parlament, verspricht jedem alles, was er hören will. Sie hat sich eine Wohnung im Berlaymont-Gebäude einbauen lassen, schottet sich dort mit einer Clique überwiegend deutscher Berater ab. Die Agentur von Kai Diekmann, vormals «Bild-Zeitung», schreibt ihr die Twitter-Einträge. Europa nicht den Leyen überlassen!

epa08628493 President of the European Commission Ursula von der Leyen addresses a press conference following the resignation of the EU trade commissioner, in Brussels, Belgium, 27 August 2020. EU trade commissioner Phil Hogan, a key figure in Brexit talks and one of the bloc's most senior officials, resigned on 26 August after Ireland accused him of breaching coronavirus guidelines.  EPA/FRANCOIS WALSCHAERTS / POOL

Ursula von der Leyen. Bild: keystone

2015 war es noch nicht möglich, die Titanic im Parlamentskiosk zu kaufen. Gibt es sie dort inzwischen?
Ich glaube nicht. Ich bin Herausgeber, ich bekomme monatlich mein Exemplar zugeschickt.

Das Interview wurde schriftlich geführt. Die Antworten von Martin Sonneborn wurden unverändert veröffentlicht.

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07.01.2015: Attentat auf die Redaktion der Satirezeitschrift «Charlie Hebdo»

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38Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Thurgauo 06.09.2020 16:49
    Highlight Highlight Sowas wie DIE PARTEI braucht Deutschland aktuell einfach. Immer wieder schön zu sehen, wie sie Waffen der grossen Parteien gegen sie selbst einsetzen =D

    Beispiel: Sie haben 100 Euro-Noten verkauft. Da die öffentlichen Zuschüsse unsinnigerweise mit dem Umsatz der Partei steigen. Sie wurden darauf von der CDU/CSU verklagt und haben sich durch alle Instanzen geschlagen und recht bekommen.
  • Thurgauo 06.09.2020 16:43
    Highlight Highlight Europa nicht den Leyen überlassen!
  • Nachthafenwärter 06.09.2020 16:19
    Highlight Highlight Das Lustige/Traurige ist, dass Satiriker Sonneborn das Geschehen in der EU auf dem Punkt bringen kann wie sonst kaum einer.
  • Alnothur 06.09.2020 14:44
    Highlight Highlight Immer wieder amüsant, von Sonneborn zu hören. Der Typ is grossartig!
  • demian 06.09.2020 14:13
    Highlight Highlight Ich würde ihn wählen.
  • Altweibersommer 06.09.2020 14:08
    Highlight Highlight Martin Sonneborn <3
  • Varanasi 06.09.2020 14:06
    Highlight Highlight Mein Lieblingszitat von Sonneborn ist immer noch das hier:

    „Mein Résumé nach diesen viereinhalb Jahren ist, dass das Konstrukt EU sehr wohl funktioniert – dass es aber mit den falschen Leuten besetzt ist.“

    Es bräuchte mehr Sonneborns und Semsrotts in der Politik. Unvergessen auch Semsrotts Auftritt zur Wahl von von der Leyen:

    Benutzer Bild
  • Imagine 06.09.2020 14:03
    Highlight Highlight Ich mag die PARTEI und deren Exponenten 👏 Semsrott und Sonneborn zeigen, dass Politik auch anders geht 👍Danke fürs Interview.
  • Füdlifingerfritz 06.09.2020 13:45
    Highlight Highlight Satire muss sich fürwahr an vielen Fronten behaupten. Die Gefahr kommt aber nicht nur, wie im Interview angedeutet, von rechts und religiöser Seite, sondern auch von links. Siehe die cancel-versuche bei Lisa Eckhart oder Dieter Nuhr. Es gilt sich also gegen engstirnige Rechte, dauerbeleidigte Gläubige und "Alles ist Rassimus/Sexismus" schreiende Linke gleichermassen durchzusetzen. Viel Glück dabei. Satire ist und bleibt wichtig.
    • Varanasi 06.09.2020 15:10
      Highlight Highlight Dafür dass die Lisa Eckhart gecancelt wurde, war sie danach aber in vielen Tv-Shows, Zeitungsinterviews und auf Zeitschriftencovern zu sehen....

      Und ein Dieter Nuhr jammert bei Thadeusz, er dürfte nichts mehr sagen, hat aber eine Fernsehshow und äussert sich auch in Interviews. Doppelmoral lässt grüssen.
    • Popelbert 06.09.2020 15:28
      Highlight Highlight Diese mehr und mehr erfolglosen Satiriker verwechseln die Tatsache, dass man sie nicht hören will mit einer vermeintlichen Beschneidung ihrer Redefreiheit. Meinungsfreiheit ist kein Recht auf Widerspruchslosigkeit.
    • Füdlifingerfritz 06.09.2020 15:46
      Highlight Highlight @Varanasi Cancel culture bedeutet nicht, dass Leute in jedem Fall ihre Jobs verlieren deswegen. Cancel culture ist der V e r s u c h, den Leuten ihre berufliche Zukunft zu nehmen, weil man mit ihrem Inhalt nicht übereinstimmt. Und dieser Versucht wurde unternommen bei den genannten Beispielen und vielen weiteren. Darum geht es. Dass es noch gewisse Arbeitgeber gibt, die ihre Leute nicht wegen jedem Shitstörmli entlassen, bedeudet, dass diese Leute rational entscheiden, nicht, dass es keine cancel culture gibt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • louie louie 06.09.2020 12:58
    Highlight Highlight Hoppla Schorsch! Gutes Inti mit ehrlichen Antworten. Sonneborn hat meine Sympathie (wiedergewonnen).
  • LURCH 06.09.2020 12:02
    Highlight Highlight Man muss sie einfach mögen, diese Partei!

    Play Icon
  • DemonCore 06.09.2020 10:47
    Highlight Highlight Schönes Gatekeeping von Sonneborn übrigens, Satire können nur wenige - eingeweihte? - Magier, wie er. Fakt ist es gibt nur eine richtige Antwort: Alle Meinungen und satirische Kommentare müssen frei geäussert werden können. Als Erwachsene Menschen müssen wir damit umgehen können. Wenn wir anfangen "gute" und "schlechte" Satire zu kategorisieren kommt sofort die Frage auf, wer denn hier Schiedsrichter sein soll.
    • louie louie 06.09.2020 13:31
      Highlight Highlight Word!
    • Garp 06.09.2020 13:42
      Highlight Highlight Nicht alles was als Satire verkauft wird, ist Satire! Ich glaub er meinte das mehr so.
    • Altweibersommer 06.09.2020 14:10
      Highlight Highlight Na das Publikum...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Mahakala 06.09.2020 10:43
    Highlight Highlight "Wann holt ein Ärzte-Team Julian Assange aus dem britischen Gefängnis in die Charité?"
    Zitat des Jahres 2020
  • Neruda 06.09.2020 10:36
    Highlight Highlight Gut, dass Frau von der Leyen unfähig ist, wusste man dank ihren vorherigen Ämtern sehr gut. In jedem Ministerium, das sie führte, explodierten die Aussgaben für Berater.
  • Olmabrotwurscht miss y'all 06.09.2020 10:35
    Highlight Highlight Wenn wir schon bei Satire sind Empfehle ich den Besuch von Hazel Brugger bei Nico Semsrott im EU-Parlamrnt.

    Das ganze findet ihr auf Youtube.

    Schönä Sunntig ^.^
    • Altweibersommer 06.09.2020 14:08
      Highlight Highlight Noch besser ist Nico's Video zu seinem Budget
  • Gubbe 06.09.2020 10:32
    Highlight Highlight Martin Sonneborn war Chefredakteur der Titanic und sitzt seit 2014 für die Satirepartei «Die Partei» im Europaparlament.
    Herr Sonneborn Satire sagt mir zu. Dass aber ein Satiriker im EU-Parlament sitzt und die Wortwahl der Pultredner auf Satire beurteilen sollte, ist eigentlich Satire selbst, oder darüber hinaus. Clownerie.
    • Varanasi 06.09.2020 13:56
      Highlight Highlight Ich empfehle dir, sein Buch zu lesen:

      „Herr Sonneborn geht nach Brüssel“

      Dann wirst du feststellen, dass er sich längst mehr mit den EU Themen beschäftigt und an Diskussionen und Abstimmungen beteiligt, als so manch anderer Politiker, der in Brüssel im Parlament sitzt.
    • JaneSodaBorderless 06.09.2020 15:02
      Highlight Highlight Danke für die Richtigstellung, Varanasi!
      Mehr Sonneborns & Semsrotts in der Politik wäre begrüssenswert, auch in der Schweiz.
  • kuma12 06.09.2020 10:20
    Highlight Highlight Dieser Abgeordnete ist nicht nur unbezahlbar, ER gehoert an die EU-Spitze und nicht von der Leyen!!!!!
  • Miui P 06.09.2020 10:15
    Highlight Highlight Es sollte mehr Sonneborns und Semsrotts geben. Schon ziemlich alt, aber der beste Poetry Slam/Satire Auftritt ever
    Play Icon
  • KOHL 06.09.2020 10:03
    Highlight Highlight Der gefällt:). Ich mag mich erinnern, dass die Partei bei der letzten Europawahl auf Platz 3 bei den Erstwählern war.
    • Herr Ole 06.09.2020 10:24
      Highlight Highlight Sie ist ja auch sehr gut.
    • undduso 06.09.2020 13:12
      Highlight Highlight Sie ist sehr Konsistent in ihrem Abstimmungsverhalten. Ja/Nein/Ja......
      Das ist mehr als man von anderen Parteien erwarten kann.
    • Thurgauo 06.09.2020 16:45
      Highlight Highlight Und man bekommt ein schales Bier geschenkt. Mehr kann von den anderen Parteien nicht erwarten ;)

Interview

«Die AfD plant den Staatsstreich» – eine Aussteigerin packt aus

Franziska Schreiber war vier Jahre lang Mitglied der AfD. Zuerst als Vorsitzende der Jugendorganisation Junge Alternative, dann als Mitglied im Bundesvorstand. Kurz vor den Bundestagswahlen im Herbst 2017 trat die 27-Jährige aus der Partei aus. Jetzt hat sie ein Buch geschrieben, in dem sie vor ihrer ehemaligen Partei warnt.

Frau Schreiber, wenn Sie noch in der AfD wären, und wenn die AfD stärkste Partei wäre in Deutschland, könnte ich dann dieses Interview mit Ihnen noch führen?Franziska Schreiber: Nein, könnten Sie nicht, aus dem einfachen Grund, dass Sie dann als Journalist in Deutschland gar keine Lizenz mehr hätten. Sie sind, in der Sprache der AfD-Funktionäre, Schreiberling eines «linksrotgrün versifften Mediums», das man um jeden Preis eindämmen müsste. Die Medienlandschaft würde gesäubert, wer …

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