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Bagdad trauert um die 292 Todesopfer vom Wochenende: 90 Kilometer entfernt fand gestern erneut ein Anschlag statt.
Bagdad trauert um die 292 Todesopfer vom Wochenende: 90 Kilometer entfernt fand gestern erneut ein Anschlag statt.
Bild: Karim Kadim/AP/KEYSTONE

Erneutes Blutbad im Irak: Dutzende Tote bei Anschlag auf Schiiten-Mausoleum

08.07.2016, 04:2508.07.2016, 07:44

Bei einem Anschlag auf ein Mausoleum der Schiiten im Irak sind Sicherheitskreisen zufolge am Donnerstagabend mindestens 35 Menschen getötet und 60 weitere verletzt worden. Die sunnitische Terrormiliz «Islamischer Staat» («IS») bekannte sich zum Anschlag.

Die Tat ereignete sich im rund 90 Kilometer nördlich von Bagdad gelegenen Ort Balad ereignet. Ein Selbstmordattentäter habe sich am Eingangstor des Mausoleums von Sajid Mohammed bin Ali al-Hadi in die Luft gesprengt, hiess es in den Sicherheitskreisen weiter.

Danach hätten mehrere Bewaffnete das Feuer eröffnet. Mindestens einer von ihnen habe sich dann ebenfalls in die Luft gesprengt, ein weiterer sei von einem Wachposten des Mausoleums niedergeschossen worden, bevor dieser seinen Sprengstoffgürtel zu Explosion hätte bringen können. Zeitgleich sei die Gegend unter Raketenbeschuss geraten.

Am Wochenende waren bei einem Selbstmordattentat auf eine Einkaufsstrasse in einem überwiegend von Schiiten bewohnten Teil Bagdads mindestens 292 Menschen getötet worden. Auch zu dieser Tat bekannte sich die «IS»-Miliz, die im Norden und Westen des Landes gegen Regierungstruppen kämpft. Die Taten verstärken Sorgen, dass es zu einem weiteren Aufflammen des Konflikts zwischen Schiiten und Sunniten im Irak kommen könnte. (cma/sda/reu)

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