International
Irak

Bilder, wie wir sie nur selten zu sehen bekommen: Helmkamera-Video zeigt, wie US-geführtes Kommando 70 IS-Geiseln befreit

Die Bilder sollen zeigen, wie eine US-geführte Kommandoaktion rund 70 kurdische Geiseln aus IS-Händen befreit. 
Die Bilder sollen zeigen, wie eine US-geführte Kommandoaktion rund 70 kurdische Geiseln aus IS-Händen befreit. 
bild: screenshot/youtube

Bilder, wie wir sie nur selten zu sehen bekommen: Helmkamera-Video zeigt, wie US-geführtes Kommando 70 IS-Geiseln befreit

25.10.2015, 21:1326.10.2015, 10:09
Mehr «International»

Es sind Aufnahmen, wie man sie nur selten zu sehen kriegt und die natürlich auch nicht ohne (PR-)Eigeninteressen veröffentlicht werden: Das US-Militär hat ein Helmkamera-Video publiziert, das eine Kommandoaktion von US-Soldaten im Verbund mit kurdischen Peschmerga-Kämpfern und irakischen Soldaten zeigt. Rund 70 kurdische Geiseln wurden bei der Aktion im Nordirak befreit.

Die Kommandoaktion fand im Nordirak statt, in der Region Hawidscha. Das Gebiet rund um die Stadt Kirkuk gilt als IS-Hochburg. Die Aufnahmen zeigen, wie sich mit Nachtsichtgeräten ausgerüstete Soldaten mutmasslich mit Wächtern des provisorischen IS-Gefängnisses ein Feuergefecht in einem Hauseingang liefern. Dann treten dutzende Männer aus dem Haus, viele von ihnen haben die Hände in die Luft gestreckt, sie werden mit lauten Rufen angetrieben. Im Hintergrund sind weiterhin Schüsse zu hören, im Erdgeschoss scheint es zu brennen.

Die Videoaufnahmen führen auch ins Innere des Gebäudes. Soldaten mit der Waffe im Anschlag durchsuchen die Räume, an einer Wand hängt das sogenannte Schwarze Banner, eine Flagge, wie sie diverse dschihadistische Terrorgruppen wie der IS verwenden. In weiss auf schwarzer Schrift: Die Schahada, das islamische Glaubensbekenntnis.

Die US-geführte Kommandoaktion im Video

Die Männer, sie sind teilweise in weite Gewänder gekleidet, einer trägt ein Trikot des spanischen Fussballvereins Real Madrid, dürfen den Korridor, in dem sich die Soldaten aufhalten, erst nach gründlicher Durchsuchung passieren.

Augenzeugen berichteten nach der Aktion von stundenlangen Gefechten und Explosionen. Einige Insider sprachen davon, dass der Einsatz wegen einer bevorstehenden Massenexekution und auf Bitten der kurdischen Verbündeten der USA erfolgte.

Andere Berichte besagen, die Aktion habe einem Treffen von Anführern der Terrormiliz gegolten. Sicher ist: Beim Einsatz kam ein US-Soldat ums Leben. Es ist das erste Mal seit Beginn des amerikanischen Militäreinsatzes gegen den IS, dass ein US-Soldat in einem Kampf umkam. Der Militäreinsatz der Obama-Administration gegen die Dschihadistenmiliz begann im vergangenen Jahr und wird vornehmlich mit Luftangriffen geführt. (tat)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
16 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Sandromedar
25.10.2015 21:22registriert März 2014
alles propaganda aber trzdm tolle leistung
3211
Melden
Zum Kommentar
avatar
Tatwort
25.10.2015 21:20registriert Mai 2015
Ach, so ein Zufall: Kaum greifen die Russen in Syrien ein, können die Amerikaner plötzlich Aktionen erfolgreich durchführen und sogar publikumswirksam filmen #nasoeinzufall
4134
Melden
Zum Kommentar
16
Israels Armee meldet Übernahme von Gaza-Grenze zu Ägypten – das Nachtupdate ohne Bilder
Israels Armee will bis zu 20 Tunnel der Hamas an der Grenze entdeckt haben. Ägypten dementiert. Die USA stärken Israel auf der anderen Seite den Rücken. Hier ist das Nachtupdate.

Israels Armee hat im umkämpften Gazastreifen nach eigenen Angaben die Kontrolle über den gesamten Abschnitt an der Grenze zu Ägypten übernommen und damit ein wichtiges Ziel ihrer umstrittenen Rafah-Offensive erreicht. Die islamistische Hamas habe den als Philadelphi-Korridor bekannten Bereich für den Schmuggel von Waffen genutzt, sagte Armeesprecher Daniel Hagari am Mittwochabend. In dem etwa 14 Kilometer langen Abschnitt gebe es rund 20 Tunnel, die nach Ägypten führen. Die Angaben liessen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen. Einige der Tunnel seien Israel und Ägypten bereits zuvor bekannt gewesen, andere seien erst jetzt entdeckt worden, zitierte das «Wall Street Journal» einen israelischen Militärbeamten. Der jüngste Vorstoss der israelischen Armee könnte der Zeitung zufolge neue Spannungen zwischen Israel und Ägypten auslösen.

Zur Story