International
Iran

Iran soll trotz Sanktionen Atomtechnologie einkaufen wollen

Iran soll trotz Sanktionen Atomtechnologie einkaufen wollen

01.05.2015, 04:0401.05.2015, 04:04

Der Iran versucht laut einem vertraulichen UNO-Bericht, trotz der bestehenden Sanktionen Atomtechnologie einzukaufen. Der Bericht beruft sich auf Informationen aus Grossbritannien, welche die UNO jedoch nicht unabhängig überprüfen konnte.

Die britische Regierung in London habe die Vereinten Nationen am 20. April darüber informiert, dass der Iran über zwei den internationalen Sanktionen unterliegende Firmen versuche, an Nukleartechnologie zu kommen, heisst es in dem UNO-Bericht, der der Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag vorlag. 

Die fünf UNO-Vetomächte und Deutschland hatten sich Anfang April mit dem Iran auf Eckpunkte für ein Abkommen geeinigt, das dem Land die friedliche Nutzung der Atomenergie ohne die Möglichkeit zur Herstellung von Nuklearwaffen erlauben soll.

Die Vereinbarung sieht unter anderem vor, dass der Iran die Zahl seiner Zentrifugen zur Urananreicherung deutlich reduziert und internationale Kontrollen zulässt. Im Gegenzug sollen die internationalen Sanktionen gegen den Iran schrittweise gelockert werden. Bis Ende Juni soll ein endgültiges Abkommen stehen. (kad/sda/afp)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Iran: Behauptung zu angeblichen Atomwaffenplänen ist Lüge
Der Iran hat abermals Vorwürfe gegen das umstrittene Atomprogramm des Landes zurückgewiesen. «Die Behauptung, der Iran sei nur noch wenige Wochen vom Erwerb einer Atomwaffe entfernt, ist dieselbe Lüge, die bereits vor 25 Jahren aufgestellt wurde.»
Das sagte der Sprecher der iranischen Revolutionsgarden, General Hussein Mohebi, laut der Nachrichtenagentur Tasnim. Er warf den USA vor, die eigene Bevölkerung zu täuschen. Wäre der Iran zu Beginn der Jahrtausendwende tatsächlich nur wenige Wochen von einer Atombombe entfernt gewesen, so hätte man sie längst gebaut, sagte Mohebi weiter. «Heute sehen wir, dass diese Behauptung eine grosse Lüge ist.»
Zur Story