International
Iran

Iran: Geheimdienst meldet Festnahme von neun Ausländern

Anhaltende Proteste: Irans Geheimdienst meldet Festnahme von neun Ausländern

30.09.2022, 22:0001.10.2022, 14:31

Der iranische Geheimdienst hat im Zusammenhang mit den anhaltenden Protesten im Land neun Ausländer festgenommen. Unter ihnen sei auch ein Deutscher, hiess es in einer Erklärung am Freitagabend. Die anderen Ausländer kommen demnach aus Frankreich, den Niederlanden, Italien, Polen und Schweden. Sie sollen entweder direkt an den systemkritischen Protesten teilgenommen oder im Hintergrund agiert haben. Weitere Details zu den festgenommenen Ausländern nannte der Geheimdienst nicht.

FILE - A woman shows a placard with a photo of of Iranian Mahsa Amini as she attends a protest against her death, in Berlin, Germany, Wednesday, Sept. 28, 2022. Amini's death in custody has spark ...
Im Iran wird derzeit noch immer protestiert.Bild: keystone

Auslöser der Demonstrationen ist der Tod der 22-jährigen Mahsa Amini. Die Sittenpolizei hatte sie wegen ihres angeblich «unislamischen Outfits» festgenommen. Was genau mit Amini danach geschah, ist unklar. Die Frau war ins Koma gefallen und am 16. September in einem Krankenhaus gestorben. Kritiker werfen der Moralpolizei vor, Gewalt angewendet zu haben. Die Polizei weist die Vorwürfe entschieden zurück. Seit dem Tod der jungen Frau demonstrieren landesweit Tausende Menschen gegen den repressiven Kurs der Regierung und der Sicherheitskräfte sowie das islamische System. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
#Justiceformasha – Iranerinnen landen TikTok-Hit und protestieren gegen Sittenpolizei
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Gisèle Pelicots Tochter startet neue Kampagne gegen sexuellen Missbrauch
In Frankreich läuft eine neue Sensibilisierungskampagne für Opfer, die vermuten, unter Drogen gesetzt und sexuell missbraucht worden zu sein. Gestartet wurde sie von Caroline Darien, der Tochter von Gisèle Pelicot.
Am Montag startete in ganz Frankreich eine landesweite Sensibilisierungskampagne zum Thema sexueller Missbrauch. Sie soll Menschen ermutigen, die vermuten unter Drogen gesetzt und sexuell missbraucht worden zu sein, sich bei den Behörden zu melden. Auch dann, wenn sie sich kaum oder gar nicht an den Übergriff erinnern.
Zur Story