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Iran richtet nach Spionagevorwürfen zwei politische Gefangene hin

epa10667014 Iranian refugees rally against executions in Iran, in front of the building of the Commissariat for Refugees in Brussels, Belgium, 01 June 2023. According to the UN, since the beginning of ...
Exil-Iranerinnen und Iraner demonstrieren in Brüssel gegen die Iranische Todesstrafe (2023).Bild: EPA

Iran richtet nach Spionagevorwürfen zwei politische Gefangene hin

20.04.2026, 13:3420.04.2026, 13:34

Irans Justiz hat zwei Männer nach Spionagevorwürfen hinrichten lassen. Die Exekution erfolgte im Morgengrauen, wie die mit der Justiz verbundene Nachrichtenagentur Misan berichtete. Ein Revolutionsgericht in der Grossstadt Karadsch bei Teheran hatte das Urteil gesprochen.

Irans Justiz warf den beiden Männern vor, für den israelischen Auslandsgeheimdienst Mossad spioniert zu haben. Wann sie festgenommen wurden und wann das Urteil fiel, blieb zunächst unklar.

Menschenrechtler sprachen hingegen von politischen Gefangenen, die der umstrittenen Oppositionsgruppe der Volksmudschaheddin angehört haben sollen. Die Organisation Iran Human Rights verurteilte die Hinrichtungen scharf, wie ihr Direktor Mahmood Amiry-Moghaddam auf X schrieb.

Menschenrechtsgruppen kritisieren seit Jahren die rigorose Anwendung der Todesstrafe im Iran und werfen den Behörden vor, Hinrichtungen auch als Mittel der Einschüchterung zu nutzen. Im vergangenen Jahr wurden nach Angaben der Organisation Iran Human Rights (IHRNGO) mindestens 1'639 Menschen hingerichtet, so viele wie seit 35 Jahren nicht mehr. (nil/sda/dpa)

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