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IEA rät wegen Ölkrise infolge des Iran-Kriegs zu Massnahmen

epaselect epa12814796 General view of the Arcelor Mittal plant in Fos-sur-Mer, Southern France, 12 March 2026. On 11 March 2026, the members of the International Energy Agency (IEA) unlocked 400 milli ...
Mehr Homeoffice, ein Absenken des Tempolimits auf Strassen sowie das Umsteigen auf öffentliche Verkehrsmittel könnten demnach den Spritverbrauch reduzieren – das rät die Energieagentur IEA.Bild: keystone

Energieagentur rät zu Massnahmen: Tempolimit auf Strassen und Homeoffice gegen Ölkrise

20.03.2026, 08:1620.03.2026, 08:16

Die Internationale Energieagentur (IEA) rät angesichts der Ölkrise infolge des Iran-Kriegs zu Massnahmen, die den Ölverbrauch senken. Die Empfehlungen zur Abfederung der Krise konzentrierten sich auf den Verkehr, auf den 45 Prozent des Ölverbrauchs entfalle, teilte die IEA in Paris mit.

Mehr Homeoffice, ein Absenken des Tempolimits auf Strassen sowie das Umsteigen auf öffentliche Verkehrsmittel könnten demnach den Spritverbrauch reduzieren. So könne etwa die Zufahrt in die Grossstädte im täglichen Wechsel jeweils Autos mit geradem und ungeradem Kennzeichen erlaubt werden, wodurch Staus und der Kraftstoffverbrauch reduziert würden, so die IEA.

Zusätzliche Einsparungen liessen sich durch Carsharing, eine effizientere Fahrweise sowie durch eine verbesserte Effizienz im Güter- und Lieferverkehr erzielen.

IEA rät zu regulatorischen Massnahmen

Auch der Verzicht auf Flugreisen kann den Ölbedarf in der Krise senken, teilte die IEA mit. Die Industrie könne versuchen, wo dies möglich ist, auf alternative Rohstoffe als Energiequelle umzustellen. Regierungen könnten durch regulatorische Massnahmen und gezielte Anreize mit gutem Beispiel vorangehen und Unterstützung auf die Verbraucher konzentrieren, die sie am dringendsten benötigten. Erfahrungen aus früheren Krisen zeigten, dass gezielte Unterstützungsmechanismen wirksamer seien als breit angelegte Subventionen.

Zwar hätten die IEA-Mitgliedsländer mit der Freigabe strategischer Ölreserven begonnen, um die durch den Krieg angespannten Märkte zu stabilisieren. Dies allein könne das Ausmass der Störungen jedoch nicht vollständig ausgleichen, erläuterte die IEA. Die Steuerung der Nachfrage sei ein entscheidendes und unmittelbar wirksames Instrument, um eine sichere Energieversorgung zu gewährleisten und den Druck auf die Verbraucher zu verringern. (sda/awp/dpa)

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Posersalami
20.03.2026 08:57registriert September 2016
Wie wärs denn damit, jetzt endlich die Dekarbonatisierung mindestens des Verkehrs und der Gebäude mal ernsthaft anzugehen? Mit Ausnahme von ein paar Ländern wie Dänemark oder Norwegen hat das Thema kaum ein Land ernsthaft angegangen.
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bokl
20.03.2026 08:45registriert Februar 2014
Liebe IEA. Leider sind CH-Chefs total verunsichert, wenn sie ihre Schäfchen nicht mindestens 3-4 Mal in der Woche "in echt" kontrollieren können. Daher wird Home-Office aktuell wieder reihenweise eingeschränkt.
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Tosiasia
20.03.2026 09:01registriert April 2021
Ich hab grad mal die KI gefragt wieviele Windräder es in der Schweiz braucht um genügend Energie zuhaben, damit man den ganzen Individualverkehr mit E-Autos betreiben kann.

Es sind ca. 1250 Windräder, die ca. 12Mrd CHF kosten.
Laufen aber 20 Jahre und wir importieren lieber Öl für 12Mrd jedes Jahr.
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