International
Islam

Terrormiliz IS bestätigt Tod ihres Anführers und verkündet Nachfolger

Terrormiliz IS bestätigt Tod ihres Anführers und verkündet Nachfolger

30.11.2022, 18:0230.11.2022, 19:38
Mehr «International»

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat den Tod ihres Anführers Abu al-Hassan al-Haschimi bestätigt und einen Nachfolger benannt. Neuer «Emir» werde Abu al-Husain al-Husaini al-Kuraischi, teilte die Miliz in einer Audiobotschaft am Mittwoch mit. Der bisherige Anführer sei «im Kampf getötet» worden, hiess es ohne nähere Angaben. Anhänger des IS wurden aufgerufen, ihren Kampf fortzusetzen.

terroristen islamischer staat is
Der IS hat einen neuen Anführer.Bild: Shutterstock

Die Echtheit der Botschaft liess sich zunächst nicht überprüfen. Sie wurde aber über die üblichen Kanäle der Extremisten in den sozialen Medien verbreitet.

Aus der US-Regierung hiess es, man habe die Verkündung des IS gesehen. Der Kommunikationsdirektor des Nationalen Sicherheitsrates, John Kirby, sagte: «Wir begrüssen die Nachricht vom Tod eines weiteren IS-Anführers.» Zu operativen Details könne er sich zu diesem Zeitpunkt allerdings nicht äussern.

Abu al-Hassan al-Haschimi war im März zum Anführer ernannt worden. Er folgte auf Abu Ibrahim al-Haschimi al-Kuraschi, der im Februar bei einem US-Militäreinsatz im Nordwesten Syriens getötet wurde. Nach Angaben aus Washington sprengte sich dieser selbst in die Luft, um nicht für seine Taten zur Rechenschaft gezogen zu werden.

IS-Experte Hassan Hassan zweifelte an der Echtheit der Nachricht. Dschihadisten hätten den Tod ihrer Anführer und Kommandeure schon häufig vorgetäuscht, um den Druck durch Geheimdienste und Sicherheitskräfte zu verringern. Wer hinter dem Kampfnamen Abu al-Hassan al-Haschimi steckte, wurde bisher nicht bekannt.

Der IS kontrollierte über Jahre grosse Gebiete im Irak und im benachbarten Bürgerkriegsland Syrien. Mittlerweile haben die Extremisten ihr Herrschaftsgebiet wieder verloren. IS-Zellen sind aber in beiden Ländern weiter aktiv. Beobachter warnen davor, dass die Dschihadisten ihren Einfluss wieder ausweiten könnten. (saw/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
3 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
3
Arbeitsbedingungen im Vatikan sollen unzumutbar sein – 49 Angestellte drohen mit Klage
Fast fünfzig Angestellte der vatikanischen Museen beklagen unzumutbare Arbeitsbedingungen und vernachlässigte Sicherheit – und drohen mit einer Klage gegen den Vatikan.

«Hochwürdigste Eminenz, die Arbeitsbedingungen verletzen die Würde und die Gesundheit eines jeden Beschäftigten.» So beginnt ein Brandbrief der italienischen Rechtsanwältin Laura Sgrò, den sie im Namen von insgesamt 49 Angestellten der vatikanischen Museen verfasst hat. Adressiert ist das Schreiben, das in diesen Tagen vom «Corriere della Sera» in Auszügen veröffentlicht worden ist, an Kurienkardinal Fernando Vèrgez Alzaga. Er ist Präsident des Governatorates der Vatikanstadt, also der vatikanischen Staatsverwaltung, der auch die vatikanischen Museen unterstellt sind.

Zur Story