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Islam

US-Botschafter empört islamische Welt mit Israel-Aussage

«Wäre in Ordnung, wenn sie alles nähmen»: US-Botschafter empört mit Israel-Aussage

Arabische und muslimische Staaten haben empört auf Aussagen des US-Botschafters in Israel, Mike Huckabee, reagiert, wonach der jüdische Staat ein biblisches Recht auf weite Teile des Nahen Ostens habe.
22.02.2026, 08:2722.02.2026, 08:27

In einem Interview hatte ihn der rechte Online-Kommentator Tucker Carlson gefragt, ob Israel gemäss wörtlicher Auslegung der Bibel das Recht habe, grosse Teile des heutigen Nahen Ostens zu beanspruchen. Huckabee antwortete:

«Es wäre in Ordnung, wenn sie alles nähmen.»

Kurz darauf ruderte er zurück und sagte, Carlsons Frage sei irrelevant, da Israel keine solchen Absichten habe. Israel habe das Recht, in dem Land zu leben, das es derzeit besitze, sagte er.

U.S. Ambassador to Israel Mike Huckabee is seen during an interview in Jerusalem, Wednesday, Aug. 20, 2025. (AP Photo/Ohad Zwigenberg)
Mike Huckabee
Mike Huckabee sorgt für Empörung in der arabischen Welt.Bild: keystone

In einer vom saudischen Aussenministerium auf der Plattform X veröffentlichten gemeinsamen Stellungnahme verurteilten die Aussenministerien mehrerer arabischer und muslimischer Staaten zusammen mit der Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIC), der Arabischen Liga und dem Golf-Kooperationsrat die Äusserungen des US-Botschafters «auf das Schärfste». Sie äusserten ihre «tiefe Besorgnis» darüber. Huckabees «gefährliche und hetzerische Äusserungen» stellten einen «eklatanten Verstoss» gegen die Grundsätze des Völkerrechts und die Charta der Vereinten Nationen dar.

Kritik am Vorgehen Israels im Westjordanland

Der Erklärung schlossen sich neben Saudi-Arabien auch Ägypten, Jordanien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Indonesien, Pakistan, Katar, die Türkei, Kuwait, Bahrain, der Oman, der Libanon sowie Syrien und Palästina an.

Israel hat seit der Staatsgründung 1948 keine vollständig anerkannten Grenzen. Im Sechstagekrieg 1967 hatte es unter anderem das Westjordanland und Ost-Jerusalem erobert. Dort leben heute inmitten von drei Millionen Palästinensern rund 700'000 israelische Siedler. Die Palästinenser beanspruchen die Gebiete für einen eigenen Staat mit Ost-Jerusalem als Hauptstadt.

Kürzlich hatte Israels Regierung laut Medien einen Vorschlag gebilligt, der israelischen Siedlern den Erwerb von Land im Westjordanland erleichtern soll. Verschiedene europäische Staaten kritisierten dies. (sda/dpa)

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