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Truppen entdecken im Irak Massengräber – IS-Schlächter hatten dort hunderte Rekruten hingerichtet

Die irakische Armee hat nach Regierungsangaben in der aus den Händen der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) zurückeroberten Stadt Tikrit ein Massengrab entdeckt. In dem kürzlich von der Armee eingenommenen Palastkomplex seien offenbar die Leichen zahlreicher Soldaten verscharrt worden, sagte Innenminister Mohammed al-Ghaban am Mittwoch in Tikrit.

«Dieser Ort erinnert uns an diejenigen, die ungerechterweise getötet wurden, er erinnert uns an das Massaker.»

Innenminister al-Ghaban

Die radikalsunnitischen Extremisten des IS hatten im Juni den nahegelegenen Militärstützpunkt Speicher gestürmt und anschliessend hunderte Rekruten hingerichtet. Die meisten Opfer waren Schiiten. 

In dem Palastkomplex am Ufer des Tigris seien dutzende Pässe gefunden worden, sagte ein Polizist. Die Dokumente gehörten demnach Opfern des Speicher-Massakers sowie anderen Soldaten, die seit dem Vormarsch der Dschihadisten als vermisst galten.

Die irakische Armee hatte nach einer Grossoffensive am Dienstag die Rückeroberung Tikrits bekanntgegeben.

Iraqi security forces arrest a member of the Islamic State in Tikrit April 1, 2015. Iraqi troops and Shi'ite paramilitary fighters were battling Islamic State on Wednesday in northern Tikrit, which officials described as the Sunni Muslim militant group's last stronghold in the city.  REUTERS/Alaa Al-Marjani

Irakische Sicherheitskräfte führen einen Mann vor, der für die IS-Milizen gekämpft haben soll. Bild: ALAA AL-MARJANI/REUTERS

«Die Armee hat die Feiglinge besiegt und wird sie weiter bekämpfen.»

Innenminister al-Ghaban

Die Tikrit-Offensive gegen den IS gilt als wichtige Etappe auf dem Weg zur Rückeroberung der weiter nördlich gelegenen Metropole Mossul. (tat/sda/afp)



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    Alle Leser-Kommentare
  • zombie1969 04.04.2015 11:44
    Highlight Highlight Vorspiel Tikrit
    Interessant wird es in Mossul, wo man über eine Stadt von der Grösse Berlins redet. Allerdings kann genau diese Grösse für den Daesh (IS) zum Problem werden, da nicht genug Kämpfer vorhanden sind, um die ganze Stadt zu verteidigen.
    Alles in allem ist die Offensive recht glatt verlaufen, was an der Unterstützung durch die USA gelegen haben dürfte.
    Die Haupstadt des Daesh ist aber Rakka, und somit ein Problem der syrischen Armee. Der Krieg in Syrien zeigt aber auch wieder das Dilemma auf, sich manchmal doch besser mit einem berechenbaren Diktator einzulassen, als mit Islamisten.
    1 0 Melden

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