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Kein Ende der Gewalt in Israel: Drei Palästinenser nach Messerattacken erschossen

Kein Ende der Gewalt in Israel: Drei Palästinenser nach Messerattacken erschossen

17.10.2015, 09:1917.10.2015, 15:38
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Messerattacke am Freitag in Hebron: Auch am Samstag kam es zu Angriffen, bei denen insgesamt drei Palästinenser erschossen wurden. 
Messerattacke am Freitag in Hebron: Auch am Samstag kam es zu Angriffen, bei denen insgesamt drei Palästinenser erschossen wurden. 
Bild: STRINGER/REUTERS

Bei drei separaten Messerattacken auf Israelis sind am Samstag zwei Palästinenser und eine Palästinenserin erschossen worden. Im Osten Jerusalems griff ein 16-Jähriger in der jüdischen Siedlung Armon Hanaziv einen israelischen Polizisten mit einem Messer an.

Der Attentäter wurde mit Schüssen getötet, wie der israelische Polizeisprecher Micky Rosenfeld am Samstag im Kurznachrichtendienst Twitter mitteilte. Demnach blieb der angegriffene Polizist unverletzt.

In Hebron im besetzten Westjordanland griff eine Palästinenserin eine Polizistin mit einem Messer an und verletzte sie leicht. Die Beamtin erschoss die Angreiferin mit ihrer Waffe.

Sicherheitskräfte in Jerusalem: Die zweitgrösste Stadt des Landes erlebt ein neues Aufflammen der Gewalt.
Sicherheitskräfte in Jerusalem: Die zweitgrösste Stadt des Landes erlebt ein neues Aufflammen der Gewalt.
Bild: ATEF SAFADI/EPA/KEYSTONE

Wenige Stunden zuvor hatte ein Siedler in Hebron einen 17-jährigen Palästinenser mit Schüssen getötet. Nach Darstellung des israelischen Militärs Peter Lerner hatte der Palästinenser den Siedler, der unverletzt blieb, mit einem Messer bedroht.

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Palästinensische Quellen äusserten Zweifel an dieser Version des Hergangs. Aktivisten der palästinensischen Gruppe «Jugend gegen Siedlungen» stellten ein Video ins Internet, das zu zeigen scheine, wie israelische Soldaten nachträglich ein Messer neben den niedergeschossenen Palästinenser legen.

Die Anschläge fügen sich in eine Serie palästinensischer Messerattacken auf Israelis, als deren Auslöser Streitigkeiten um den Tempelberg in Jerusalem gelten. Seit Monatsbeginn fielen der Gewalt sieben Israelis und rund 40 Palästinenser zum Opfer.

Knapp die Hälfte der getöteten Palästinenser waren Attentäter, die im Zuge ihrer Anschläge erschossen wurden. Die anderen starben bei Zusammenstössen mit dem israelischen Militär. (wst/sda/dpa)

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