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Kein Ende der Gewalt in Israel: Drei Palästinenser nach Messerattacken erschossen



A Palestinian posing as a journalist stabs an Israeli soldier with a knife before being shot dead near the West Bank city of Hebron October 16, 2015. The Palestinian wounded an Israeli soldier with a knife before being shot dead, the Israeli military added. The attack took place near Hebron, in the southern part of the Israeli-occupied territory.    REUTERS/Jameel Salhab     TPX IMAGES OF THE DAY           EDITORIAL USE ONLY. NO RESALES. NO ARCHIVE

Messerattacke am Freitag in Hebron: Auch am Samstag kam es zu Angriffen, bei denen insgesamt drei Palästinenser erschossen wurden. 
Bild: STRINGER/REUTERS

Bei drei separaten Messerattacken auf Israelis sind am Samstag zwei Palästinenser und eine Palästinenserin erschossen worden. Im Osten Jerusalems griff ein 16-Jähriger in der jüdischen Siedlung Armon Hanaziv einen israelischen Polizisten mit einem Messer an.

Der Attentäter wurde mit Schüssen getötet, wie der israelische Polizeisprecher Micky Rosenfeld am Samstag im Kurznachrichtendienst Twitter mitteilte. Demnach blieb der angegriffene Polizist unverletzt.

In Hebron im besetzten Westjordanland griff eine Palästinenserin eine Polizistin mit einem Messer an und verletzte sie leicht. Die Beamtin erschoss die Angreiferin mit ihrer Waffe.

epaselect epa04980673 Employees of a private Isreali company to transport dead people close a bodybag in which they loaded the body of a 16-years old Palestinian (no name given) from the East Jerusalem neighborhood of Jabel Mukaber, on a street in Jerusalem, 17 October 2015. The youth reportedly was shot and killed by Israeli police at the Jewish neighborhood of Armon Hanatziv after stabbing an Israeli police officer when a police patrol stopped him for an identity check, a spokesperson for  the Israeli police said. Tensions have ran high in Israel and the West Bank for several weeks, with some two dozen Palestinian stabbing attacks against Israelis since 06 October. The unrest has been fuelled in large part by Palestinian fears that Israel wants to change the status quo observed for decades at Jerusalem's al-Aqsa Mosque, the third-holiest site in Islam.  EPA/ATEF SAFADI

Sicherheitskräfte in Jerusalem: Die zweitgrösste Stadt des Landes erlebt ein neues Aufflammen der Gewalt.
Bild: ATEF SAFADI/EPA/KEYSTONE

Wenige Stunden zuvor hatte ein Siedler in Hebron einen 17-jährigen Palästinenser mit Schüssen getötet. Nach Darstellung des israelischen Militärs Peter Lerner hatte der Palästinenser den Siedler, der unverletzt blieb, mit einem Messer bedroht.

Palästinensische Quellen äusserten Zweifel an dieser Version des Hergangs. Aktivisten der palästinensischen Gruppe «Jugend gegen Siedlungen» stellten ein Video ins Internet, das zu zeigen scheine, wie israelische Soldaten nachträglich ein Messer neben den niedergeschossenen Palästinenser legen.

Die Anschläge fügen sich in eine Serie palästinensischer Messerattacken auf Israelis, als deren Auslöser Streitigkeiten um den Tempelberg in Jerusalem gelten. Seit Monatsbeginn fielen der Gewalt sieben Israelis und rund 40 Palästinenser zum Opfer.

Knapp die Hälfte der getöteten Palästinenser waren Attentäter, die im Zuge ihrer Anschläge erschossen wurden. Die anderen starben bei Zusammenstössen mit dem israelischen Militär. (wst/sda/dpa)

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