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Traue keinem unter 50: Israel verbietet Zugang zu Jerusalemer Altstadt für junge Männer



Nach dem tödlichen Angriff auf zwei Polizisten in der Jerusalemer Altstadt hat Israel Männern unter 50 Jahren den Zugang für die Freitagsgebete untersagt. Der Zugang zur Altstadt und zum Tempelberg sei nur Männern ab dem Alter von 50 Jahren sowie allen Frauen gestattet, erklärte die israelische Polizei am Freitag.

Zuvor hatte Israel bereits Metalldetektoren und Überwachungskameras angebracht. Seitdem weigerten sich viele Palästinenser, die Al-Aksa-Moschee auf dem Tempelberg zu betreten.

A Palestinian man walks towards a metal detector at the Al Aqsa Mosque compound in Jerusalem's Old City, Wednesday, July 19, 2017. A dispute over metal detectors has escalated into a new showdown between Israel and the Muslim world over the contested Jerusalem shrine that has been at the center of violent confrontations in the past. (AP Photo/Oded Balilty)

Metalldetektoren am Eingang zum Tempelberg. Bild: AP/AP

Vergangene Woche hatten drei arabische Israelis in der Jerusalemer Altstadt zwei israelische Polizisten erschossen, sie wurden daraufhin von Sicherheitskräften getötet. Als Reaktion hatte Israel den Zugang zum Tempelberg ohne Rücksprache mit der muslimischen Frommen Stiftung (Wakf) zunächst geschlossen. Diese verwaltet die jüdischen und muslimischen Gläubigen gleichermassen heilige Stätte. Israel ist für die Sicherheit zuständig.

Am Sonntag wurde der Zugang zum Tempelberg wieder ermöglicht. Die installierten Metalldetektoren verschärften jedoch die Spannungen am Ort.

Der Tempelberg (Arabisch: Al-Haram Al-Scharif) ist das drittwichtigste Heiligtum des Islams nach Mekka und Medina. An ihm befindet sich auch die jüdische Klagemauer, einziger Überrest des von den Römern im Jahr 70 zerstörten Zweiten Jüdischen Tempels. (wst/sda/afp)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Gavi 23.07.2017 12:22
    Highlight Highlight Hier tummeln sich wieder mal Leute, die von der israelisch Geschichte keine Ahnung haben und logischerweise alle in einen Topf werfen.
    Ich kenne Israel aus dem ff. und alle die motzen sollten mal dahin.
    Viele Araber mit einem israelischen Pass ärgern sich über die eigenen Leute die ständig Zoff machen. Israel bietet vielen Arabern Jobs.
    Israel ist ein sehr innovatives Land mit einem aktiven Handel. Hat aus Wüstengebieten fruchtbares Land gemacht. Sehr viele Israeli sind für eine Zweistaatenlösung. Aber Arafat wollte das nicht. Nicht immer die Schuld bei den Israelis suchen
  • Capslock 21.07.2017 10:00
    Highlight Highlight Und wie stet es mit israelischen Männer und 50? werden die auch vom Besuch ausgeschlossen oder präsentiert der Staat einmal mehr eine einseitige, menschenverachtende Lösung. Ware ja nicht das erste Mal, dass der jüdische Staat dieses Szenario anwendet.
    • majortom79 21.07.2017 11:29
      Highlight Highlight Schon mal etwas von israelischen Attentätern gehört? Es sind halt nun mal Palästinenser, die dort Unschuldige angreifen. Vor der Klagemauer muss man schon lange durch Sicherheitsschleusen - das ist leider in der heutigen Zeit des islamistischen Terrors, immer an mehreren Orten Alltag - auch in Europa. http://In
    • w800 21.07.2017 12:49
      Highlight Highlight @majortom79 ja keine aber der Staat israel ist selber der Attentäter...
    • Saraina 21.07.2017 12:57
      Highlight Highlight Natürlich gibt es Anschläge von israelischen Attentätern! Wer, glaubst du hat Rabin getötet ? Schon mal von Baruch Goldstein gehört? Oder probier's mal damit,wenn dir die Attentate zu lange her sind: http://www.zeit.de/politik/ausland/2016-01/israel-anklage-brandanschlag-westjordanland

      Israel hat ein nicht geringes Problem mit jüdischen Extremisten, und die kommen immer noch zu billig davon. Ebenso wie die gewalttätigen Siedler in Hebron und anderswo.
    Weitere Antworten anzeigen

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