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Weitere vier Migranten dürfen Rettungsschiff «Open Arms» verlassen



Migrants are evacuated by Italian Coast guards from the Open Arms Spanish humanitarian boat off the coast of the Sicilian island of Lampedusa, southern Italy, Thursday, Aug. 15, 2019.  A Spanish aid boat with 147 rescued migrants aboard is anchored off a southern Italian island as Italy's ministers spar over their fate. (AP Photo/Francisco Gentico)

Bild: AP

Vier Migranten haben in der Nacht auf Freitag das Rettungsschiff «Open Arms» vor der italienischen Insel Lampedusa verlassen können. Drei Personen und ein Begleiter benötigten ärztliche Behandlung, twitterte die spanische Hilfsorganisation Proactiva Open Arms.

Am Donnerstagabend hatten bereits neun Menschen das Schiff verlassen, um ärztlich behandelt zu werden. Dabei handelte es sich um sechs Frauen und drei Männer aus Eritrea und Somalia.

«Alle Personen an Bord müssen dringend evakuiert werden. Die Menschlichkeit erfordert dies», schrieb Proactiva Open Arms. Die noch immer rund 130 Migranten und Flüchtlinge dürfen allerdings immer noch nicht an Land. Die Menschen sind zum Teil seit zwei Wochen an Bord des Schiffs.

Sechs EU-Staaten sind nach Angaben der italienischen Regierung vom Donnerstag bereit, die Migranten von Bord des Rettungsschiffs «Open Arms» aufzunehmen. Es sind Deutschland, Frankreich, Rumänien, Portugal, Spanien und Luxemburg, wie Ministerpräsident Giuseppe Conte am Donnerstag bekanntgab.

Kritik aus Brüssel

Die EU-Kommission pochte am Freitag auf verbindliche Lösungen für in Europa ankommende Flüchtlinge. «Die Situation, dass Menschen tage- und wochenlang auf See festsitzen, ist unhaltbar», sagte eine Sprecherin der Brüsseler Behörde am Freitag.

«Einmal mehr werden wir daran erinnert, dass verlässliche und dauerhafte Lösungen im Mittelmeer dringend nötig sind, um sicherzustellen, dass Menschen schnell und sicher von Bord gehen können, und die Hilfe erhalten, die sie benötigen», sagte sie weiter.

Anlegen verwehrt

Das Rettungsschiff der spanischen Organisation Proactiva Open Arms, das seit Anfang August auf der Suche nach einem Hafen ist, erreichte am Donnerstag die Küste der italienischen Mittelmeerinsel Lampedusa. Italien und Malta hatten der «Open Arms» das Einlaufen in einen ihrer Häfen verwehrt.

Ärzte des italienischen Malteserordens, die vor Lampedusa an Bord der «Open Arms» gingen, beklagten durchaus schlechte hygienische Zustände an Bord des Rettungsschiffes. Mehrere Migranten würden wegen schlecht behandelter Wunden an Infektionen leiden. (aeg/sda/apa)

Die Ziele des Uno-Migrationspakts

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    Alle Leser-Kommentare
  • Satan Claws 18.08.2019 15:36
    Highlight Highlight Noch einmal: Einer Person auf einem Boot sieht man nicht an ob er wieder abgeschoben wird. Wollt ihr deswegen wirklich Hilfsbedürftige verrecken lassen? Das ist als würde man sein Handy extra auf den Boden schmeissen, weil es ja ohnehin herunter fallen könnte.
  • Lord_Mort 16.08.2019 21:30
    Highlight Highlight Unglaublich sowas. Europa sollte sich schämen, für die Art und Weise wie wir mit Menschen umgehen. Wie kann man sich die Aufklärung, Demokratie usw. auf die Fahne schreiben und dann so handeln bzw. untätig bleiben? Wir lassen nicht nur die Menschen auf dem Mittelmeer im Stich, sondern sämtliche Länder an den EU Aussengrenzen.
  • Satan Claws 16.08.2019 16:59
    Highlight Highlight Ist es ernsthaft nicht möglich 130 Personen in Europa unterzubringen? Wollt ihr mich verarschen?
    • piatnik 16.08.2019 21:03
      Highlight Highlight sehr kurzsichtige einstellung!
    • Satan Claws 16.08.2019 21:35
      Highlight Highlight Kurzsichtig ist es zu denken, dass sich dort etwas ändert, wenn wir hier einfach niemanden mehr rein lassen.
    • Roterriese #DefendEurope 17.08.2019 08:31
      Highlight Highlight @Satan Claws

      Kurzsichtig ist es zu denken, dass sich dort etwas ändert, wenn wir hier einfach alle rein lassen.
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