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Zeugin in Berlusconi-Prozess «Bunga Bunga» stirbt unter mysteriösen Umständen



Nach dem plötzlichen Tod einer wichtigen Zeugin in Prozessen gegen Italiens Ex-Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi ermittelt die Justiz. Imane Fadil wurde am 29. Januar in der Nähe von Mailand in ein Spital eingeliefert, wo sie am 1. März starb, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte.

Die Zeitung «Corriere della Sera» berichtete am Samstag unter Berufung auf anonyme Quellen, das 33-jährige Ex-Model sei mit radioaktiven Substanzen vergiftet worden.

Dem Bericht zufolge hatte das Spital zunächst versucht, mit verschiedenen Untersuchungen die Gründe für die rasche Verschlechterung von Fadils Gesundheitszustand zu klären. Da die Tests ohne Ergebnis blieben, habe die Klinik Proben an ein Speziallabor in Pavia geschickt.

Radioaktive Substanzen

Die Resultate seien am 6. März eingetroffen, nach dem Tod des Ex-Models. Die Proben hätten «eine Mischung aus radioaktiven Substanzen enthalten, die normalerweise nicht im Handel erhältlich sind».

FILE - In this Monday, Oct. 3, 2011 file photo, Imane Fadil smiles as she leaves the court in Milan, Italy. Italy prosecutors have opened an investigation into the death of a Moroccan model who testified in one of the inquiries linked to ex-Premier Silvio Berlusconi's

Die verstorbene Imane Fadil. archivBild: AP

Fadils Anwalt, Paolo Sevesi, sagte nach Angaben der Nachrichtenagentur AGI, seine Mandantin habe sich nach eigenen Worten davor gefürchtet, vergiftet zu werden.

Die Zeitung «Il Fatto Quotidiano» berichtete dagegen von einer zunehmenden geistigen Verwirrtheit des Ex-Models. Sie habe an «schwarze Geister» und «dämonische Riten» geglaubt.

Aussagen zu «Bunga-Bunga»-Partys

Fadil hatte in einem Prozess gegen Berlusconi im Jahr 2012 die ausschweifenden «Bunga-Bunga»-Partys in dessen Villa Arcore bei Mailand beschrieben. Berlusconi habe ihr beim ersten Mal, als sie auf eine Party in seine Villa kam, 2000 Euro in bar gegeben und gesagt, sie solle «nicht beleidigt» sein.

Berlusconi wurde in dem Prozess vorgeworfen, mit der zur Tatzeit minderjährigen Prostituierten Karima al Mahrough alias Ruby Rubacuore Sex gehabt zu haben. Später soll der damalige Regierungschef sein Amt missbraucht haben, um die wegen Diebstahls festgenommene Marokkanerin freizubekommen.

(dsc/sda/afp)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Juliet Bravo 16.03.2019 22:30
    Highlight Highlight Ein Gefallen vom Zaren?
    • TanookiStormtrooper 16.03.2019 23:18
      Highlight Highlight Berlusconi braucht keinen Zaren, er hat einen Paten.
    • Juliet Bravo 17.03.2019 00:31
      Highlight Highlight Er ist der Pate. Und doch: er braucht den Zaren.
    • karl_e 17.03.2019 05:39
      Highlight Highlight Seit der Römerzeit hat sich dort nichts geändert: Cliquen, Intrigen, Mafiöse Organisationen.
  • Tobsol 16.03.2019 20:16
    Highlight Highlight Geht es noch korrupter als in Italien? Kaum vorstellbar wie tief so ein sumpf sein kann.
  • zombie woof 16.03.2019 19:22
    Highlight Highlight Ein Schelm wer Böses denkt
  • franzfifty 16.03.2019 17:39
    Highlight Highlight Ach... Berlusconi, Italien, Mafia...was sonst
  • tzhkuda7 16.03.2019 15:55
    Highlight Highlight Ein Schelm wer böses denkt...
  • rodolofo 16.03.2019 15:38
    Highlight Highlight In Italien ist die Mafia niemals weit.
    Man muss nicht immer bis nach Russland gehen, auf der Suche nach Giftmischern...

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