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Popularität von italienischer Regierung auf Rekordhoch, Lega legt am meisten zu



epa07020733 Italian premier Giuseppe Conte (R) speaks with citizens during the one-month anniversary of the tragic Genoa bridge collapse commemorations in Genoa, Italy, 14 September 2018. To commemorate the tragic event exactly one month after the viaduct collapsed, shops closed shutters, tax and bus drivers switched off engines and people stopped in the street to show their respect.  EPA/LUCA ZENNARO

Giuseppe Conte und seine Regierung sind beliebt in Italien. Bild: EPA/ANSA

Zweienhalb Monate nach ihrem Amtsantritt ist die Popularität der Regierung aus Lega und Fünf-Sterne-Bewegung in Italien auf ein Rekordhoch von 62 Prozent gestiegen. Das zeigt eine Umfrage der römischen Tageszeitung «La Repubblica». Im Juni lag sie noch bei 57 Prozent.

Der parteiunabhängige Premier Giuseppe Conte geniesst gemäss der am Samstag veröffentlichten Umfrage die Zustimmung von 61 Prozent der Italiener. Innenminister und Lega-Chef Matteo Salvini ist bei 60 Prozent der Wähler beliebt, das sind acht Prozent mehr als im Mai. Der Chef der Fünf-Sterne-Bewegung, Luigi Di Maio, konnte seine Popularität von 42 auf 57 Prozent erhöhen.

Die Lega, die bei den Parlamentswahlen am 4. März 17.4 Prozent der Stimmen erobert hatte, würde diese auf 30.2 Prozent fast verdoppeln, sollte es zu Neuwahlen kommen. Die Fünf-Sterne-Bewegung sank dagegen laut der Umfrage gegenüber den Parlamentswahlen um drei Prozent der Stimmen und käme nur noch auf 29.4 Prozent.

Forza Italia auf Talfahrt

Die Opposition verliert laut der Umfrage an Zustimmung. Die oppositionelle Demokratische Partei (PD), die bei den Parlamentswahlen auf ein Rekordtief von 18.7 Prozent gesunken war, müsste sich nun mit 17.3 Prozent begnügen.

Auf Talfahrt ist auch die oppositionelle Forza Italia um Ex-Premier Silvio Berlusconi, die bei den Parlamentswahlen auf 14 Prozent gesunken war: Sie ist laut Umfrage noch weiter auf 8.7 Prozent gefallen.

FILE - In this Wednesday, Oct. 2, 2013 file photo People of Freedom party leader Silvio Berlusconi rubs his eyes after delivering his speech at the Senate, in Rome. Italy's highest court was hearing Tuesday, March 10, 2015 what could be the final appeal in former Premier Silvio Berlusconi's infamous

Silvio Berlusconi verliert weiter an Zustimmung. Bild: AP/AP

54 Prozent der Befragten begrüssen den Regierungsbeschluss, die Landung von Schiffen mit geretteten Flüchtlinge in italienischen Häfen zu verbieten. Bei der Lega-Wählerschaft wächst dieser Prozentsatz auf 85, bei jenen der Fünf Sterne-Bewegung auf 75 Prozent. (leo/sda/apa)

Italien nimmt Teil der Flüchtlinge auf - mit einem Aber

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Video: srf

Wie alles begann: Italiener in der Schweiz

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51
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    Alle Leser-Kommentare
  • Hans Jürg 16.09.2018 09:55
    Highlight Highlight Der Duce war damals auch sehr populär. Wie es herausgekommen ist, haben leidet viele vergessen.
    8 9 Melden
  • kafifertig 15.09.2018 17:43
    Highlight Highlight Demokratie ist, wenn die Besten gewählt werden. Italien macht es gerade vor.
    49 21 Melden
    • Electric Elefant 15.09.2018 18:07
      Highlight Highlight Ja, die Besten! Die ausser grossen Sprüchen noch gar nix auf die Reihe gekriegt haben... Tragisch!
      21 35 Melden
    • Electric Elefant 15.09.2018 19:44
      Highlight Highlight Ehm, ihr dürft mich gern blitzen... Aber sagt mir doch auch, was konkret diese Regierung schön geleistet hat, ausser grossen Sprüchen. Vielleicht habe ich ja was verpasst...
      17 22 Melden
    • FrancoL 15.09.2018 21:25
      Highlight Highlight Also war Berlusconi einer der aller Besten? Der wurde sogar als führender in den Kolationen gewählt und nicht wie Salvini als JuniorPartner.
      15 10 Melden
  • Angelo C. 15.09.2018 13:19
    Highlight Highlight Gewiss, manche Reformen müssen angegangen und auf den Weg gebracht werden, doch freut sich die Bevölkerung ganz unübersehbar, dass vorerst zumindest in der brennenden Migrationsfrage nicht mehr an ihr vorbeiregiert wird, auch der EU ihre Grenzen aufgezeigt werden.

    Gemeinsam mit Ungarn, Polen, Tschechien, der Slowakei und Oesterreich, bald auch mit Schweden und Dänemark wird landesintern demokratisch definiert, in welchem Rahmen die illegale Wirtschaftsmigration für ihre souveränen Staaten erwünscht bzw. unerwünscht ist.

    Und das ist völlig in Ordnung.

    Man sieht ja, dass mittlerweile nur no
    105 55 Melden
    • FrancoL 15.09.2018 13:36
      Highlight Highlight @Angelo; Als Tessiner solltest Du eigentlich recht nahe an der italienischen Gesellschaft sein.
      Und da bezeichnest Du ähnlich wie Seehofer die Migration als die Mutter aller Probleme? Mach die Augen auf und beachte zB wie die Italiener gerade im Tessin die Migration befruchten, gerade im Tessin nicht sehr gerne gesehen werden und zB die Lega dei Ticinesi sich damit profiliert.

      Natürlich freut sich die Bevölkerung wenn nichts gegen Schwarzarbeit, Steuerhinterziehung und schon gar keine Reformen angegangen werden, die vom einzelnen Bürger etwas fordern würden.
      38 48 Melden
    • Angelo C. 15.09.2018 13:54
      Highlight Highlight Franco: ja, da driften unsere Ansichten erlaubtermassen auseinander 😊

      Nebst dem Euro (der vielen Italienern nicht mehr sonderlich koscher einfährt) und der markanten Austeritätspolitik Merkels, dem bekannten Nord-Südgefälle auch, finden es die meisten Italiener heute untragbar, wie sehr sie von Brüssel bei der Verteilung der Migranten im Stich gelassen wurden und noch immer werden. Das zu den erkennbaren Fakten, so jedenfalls wie ich die Stimmung in Italien wahrnehme.

      Die aktuelle Regierung wird Italien m.E. bedeutend länger als ihre Vorgänger erhalten bleiben.

      Den Rest wird man sehen.


      55 20 Melden
    • FrancoL 15.09.2018 14:29
      Highlight Highlight @Angelo, natürlich driften unsere Meinungen auseinander. Was aber nicht heisst, dass Du eine Austeritätspolitik der Merkel in Italien sichten kannst, denn die gibt es nur sehr sehr modeart.
      Italien ist nicht Griechenland und Italien ist in der EU recht selbstständig, was die Finanzen betrifft erst recht, dafür hat Berlusconi gesorgt.
      Auch bei Dir vermerke ich wieder die gleiche Melodie: Die Migranten, die Migranten.
      Natürlich wurde Italien bei der Flüchtlingsverteilung im Stich gelassen aber was ist mit:
      Steuerhinterziehung
      Mafia
      Reformen
      Produktivitätsverlust
      etc?
      26 36 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Papa Swappa 15.09.2018 12:04
    Highlight Highlight Dann mache ich doch in nächster Zeit mal keine Ferien in Italien...
    37 79 Melden
    • Froggr 15.09.2018 13:12
      Highlight Highlight Dnn gehe ich dafür;-)
      63 21 Melden
    • Watchdog2 15.09.2018 15:26
      Highlight Highlight Und ich bleibe.

      (nach 24 Jahren NY & 6 Jahre Naples FL, ist seit 2 Jahren Sorrento angesagt)
      17 6 Melden
  • FrancoL 15.09.2018 11:12
    Highlight Highlight Ergebnisse für welche Verbesserungen?

    Altersvorsorge?
    Senken der Arbeitslosigkeit?
    Senken der Arbeitslosigkeit bei der Jugend?
    Bekämpfung der Steuerhinterziehung?
    Bekämpfung der Mafia?
    Aufgleisen der nötigen Reformen?
    . . .?
    Diese Politik hat Italien noch gar nichts gebracht ausser der Augenwischerei mit der Bekämpfung der Flüchtlinge. Kein Arbeitsplatz mehr, keine Senkung der Schulden, keine Mehreinnahmen bei den Steuern, kein Jota bei den Reformen.
    Es ist eine Politik der Schuldzuweisungen ZB auf dem engen Gebiet der Flüchtlinge und eine Machdemonstration gegenüber Schwachen.
    145 132 Melden
    • FrancoL 15.09.2018 11:21
      Highlight Highlight An die Blitzer: Man kann ruhig bei meiner Liste die Erfolge hinter den Fragen anführen, lasse mich gerne belehren.
      71 72 Melden
    • Dirk Leinher 15.09.2018 11:43
      Highlight Highlight Sie erwarten da etwas das alle vorangegangeben Regierungen auch nicht erreichten. Anscheinend haben die Italiener aber grosse Hoffnungen dass die neue Regierung was erreichen kann.
      Alsk schlimmer als vorher jann es nicht groas werden.
      53 29 Melden
    • dmark 15.09.2018 11:49
      Highlight Highlight Ftanco, die italienische Politik war schon immer nur Augenwischerei.
      Aber anscheinend schafft es die momentane Regierung irgendwie, dass sich die Leute aufgehoben und verstanden fühlen - warum auch immer?
      Arbeitslosigkeit interessiert einen Italiener weniger als hierzulande, weil sie stark auf die Familie bauen. Bei der Rente genauso. Und etwas Arbeit, um Geld zu verdienen, geht unter der Hand auch.
      Steuern interessiert keinen. Was wichtig ist, ist das Lebensgefühl und das scheint zu passen.
      76 13 Melden
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