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Eklat in Wien – Afrikaner sind «fassungslos» über Salvinis Sklaven-Aussage



Die Afrikanische Union (AU) hat «fassungslos» auf die Aussage von Italiens Innenminister Matteo Salvini reagiert, der Migranten aus Afrika als «neue Sklaven» bezeichnet hatte. Er solle seine «abfällige Erklärung» zurücknehmen, forderte die Kommission der AU am Dienstagabend in einer Erklärung.

Sie hielt Salvini die vielen italienischen Auswanderer bis in die 1970er Jahre vor und fügte hinzu, die derzeitige «Flüchtlingskrise» schaffe für Europa und Afrika die Möglichkeit, einen Dialog über die Migration hinaus auch über eine Entwicklungszusammenarbeit zu führen.

Salvini von der rechtspopulistischen, fremdenfeindlichen Lega-Partei hatte bei einem Ministertreffen in Wien vor wenigen Tagen ein heftiges Wortgefecht mit dem luxemburgischen Aussenminister Jean Asselborn. Der Luxemburger äusserte die Ansicht, Migration sei für das überalterte Europa aus demografischen Gründen nötig.

Das Wortgefecht zwischen Asselborn und Salvini

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Video: YouTube/faz

Salvini reagierte darauf mit der Aussage, seine Regierung unterstütze lieber junge Italiener dabei, mehr Kinder zu bekommen, statt «neue Sklaven» nach Europa zu holen. Asselborn unterbrach ihn erbost, verwies auf die italienischen Gastarbeiter und fügte ein «Scheisse noch mal» hinzu.

«Vielleicht ist das in Luxemburg nötig. In Italien haben wir das Bedürfnis, unseren Kindern zu helfen, weitere Kinder zu haben, nicht neue Sklaven zu haben, um die Kinder zu ersetzen, die nicht mehr geboren werden.»

Matteo Salvini

Salvini machte am Mittwoch Probleme mit der Übersetzung ins Französische für das Missverständnis verantwortlich. Er habe nicht die afrikanischen Migranten mit «Sklaven» verglichen, wie die AU behaupte. «Mit meinen Worten habe ich die Migranten verteidigt, die jemand als Sklaven ausnutzen will», sagte Salvini bei einer Pressekonferenz in Rom. (sda/afp)

Italien und die Flüchtlingskrise:

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Video: srf

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    Alle Leser-Kommentare
  • #Technium# 20.09.2018 07:56
    Highlight Highlight Ich kann dieses heuchlerische Getue betreffend politischer Korrektheit nicht mehr hören. Währenddessen geht die Ausbeutung von Afrika ungebremst weiter.
  • mogad 20.09.2018 07:52
    Highlight Highlight Es werden auf beiden Seiten nur noch Sprüche bezügl. Migration geklopft, die Lichtjahre an der Wirklichkeit vorbeizielen. Die AU möchte einen Dialog über die Migration hinaus bezügl. Entwicklungszusammenarbeit führen. Vorschläge? Ich habe in diesem Forum mehr konkrete Ideen zur Bekämpfung der Fluchtursachen gelesen, als ich je von Entscheidungsträgern gehört und gelesen habe. Und Asselborn möcht ich chläpfen für seinen Spruch. Auch in Europa wächst die Bevölkerung rasant, obwohl angebl. schon seit Jahrzehnten zu wenig Kinder geboren werden.
  • Abraham Colombo 19.09.2018 22:14
    Highlight Highlight Ich interpretiere es so wie es Merkel einst meinte. Migranten bringen Kinder, Kinder braucht das Land. Aber wieso die Deutschen keine Kinder mehr kriegen wollen hinterfragt keiner.. Salvini meint damit wahrscheinlich, er will erreichen das es der Wirtschaft so gut geht das die Italiener wider mehr Kinder kriegen und nicht die nicht vorhandenen Kinder durch Migranten ersetzen. Bin kein Rechter aber recht hat er wenn auch unfassbar undiplomatisch.
  • Nibu 19.09.2018 21:48
    Highlight Highlight Der Titel sollte wihl heissen:

    Die Afrikanische Union ist fassungslos.
    Danke.
  • dmark 19.09.2018 21:32
    Highlight Highlight Im Sinne von Ausnutzen zu Niedriglöhnen der Afrikanischen Flüchtlingen sehe ich durchaus den Begriff "Sklave" als einen treffenden Ausdruck.
    Sind wir doch mal ehrlich. Wie viele Arbeitgeber sehen in den Asylanten nur den billigen Arbeiter, welchem sie dann u.U. auch noch Kost und Logis vom Billiglohn abziehen.
    Diese Ausbeutung muss man verhindern.
    Nur, ob Salvini das wirklich so gemeint hat, mag ich nicht so ganz glauben.
    • .ch 20.09.2018 09:42
      Highlight Highlight Gilt natürlich nicht nur für Afrikanische Flüchtlinge. Sondern auch für Billiglohnarbeiter aus dem Osten. Ja sogar für Inländer. Selbst Inländer sind unter gewissen Umständen weder in Italien noch in der Schweiz vor Ausbeutung sicher. Aber ob Salvini überhaupt etwas gegen die Ausbeutung von Arbeitern unternehmen will, dünkt mich mehr als nur fraglich.
  • My Senf 19.09.2018 21:00
    Highlight Highlight Ich bin auch fassungslos 😳

    Salvini will das Italiener mehr Kinder 👶 „machen“ statt mehr „Sklaven“ zu holen?

    Heisst das mehr Kinderarbeit statt „billige“ Importarbeiter?!
    • weachauimmo 19.09.2018 23:21
      Highlight Highlight Wtf. Hast Du den Artikel gelesen?
    • rauchzeichen 19.09.2018 23:21
      Highlight Highlight das heisst, salvini hat noch nicht mitbekommen, dass im 21 jahrhundert kein staat seine bürger zur kinderproduktion aufrufen sollte. egal wie unsympathisch der kerl mir ist, kinderarbeit zu befürworten trau ich ihm nicht gleich zu.
    • My Senf 20.09.2018 11:30
      Highlight Highlight Yep
      Du auch?
      „In Italien haben wir das Bedürfnis, unseren Kindern zu helfen, weitere Kinder zu haben, nicht neue Sklaven zu haben, um die Kinder zu ersetzen, die nicht mehr geboren werden“

      Wenn Mann nun „Sklaven“ durch Kinder ersetzt, was bedeutet das für die Kinder?
      Kinderausbeutung? Weil er hat ja Sklaven als ausgebeutete Arbeiter „gemeint“ oder

      Ganz nach dem Motto man darf doch noch was sagen in der Demokratie gäl?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Don Alejandro 19.09.2018 20:53
    Highlight Highlight Die niedrige Geburtenrate hat was mit der miserablen wirtschaftlichen Situation in Italien zu tun. Praktikas ohne Ende, wenn man angestellt ist defakto lebenslanger Kündigungsschutz, Korruption und nicht zuletzt die Mafia. Letztere hat auch Norditalien immer mehr im Griff. An alledem sind natürlich die afrikanischen Migranten schuld, ist dich logisch, oder?
    • Saraina 19.09.2018 22:13
      Highlight Highlight Die seit Jahrzehnten niedrige Geburtenrate lässt sich auch mit äs bitzli Förderung für junge Paare nicht mehr ausgleichen. Selbst wenn die miserable wirtschaftliche Situation sich bessern würde, woran aus den von dir genannten Gründen deutliche Zweifel bestehen.

      Aber dass die Mafia in Italien gerade wieder die Sklaverei einführt, und afrikanische Migranten gnadenlos ausbeutet, dürfen die afrikanischen Regierungschefs ruhig zur Kenntnis nehmen. Nicht Salvinis Spruch ist eine Schande, sondern die Situation von Landarbeitern und Prostituierten.
    • weachauimmo 19.09.2018 23:22
      Highlight Highlight Danke, Saraina.
    • Die Redaktion 20.09.2018 00:30
      Highlight Highlight @Don Alejandro

      Und die niedrige Geburtenrate bei und erklären Sie auch so oder ist es doch der demografische Wandel?
  • fandustic 19.09.2018 19:51
    Highlight Highlight Die Aussage des Luxenburgers ist aber auch toll...die Migration sei aus demographischen Gründen nötig....klar, man kann es sich auch so schönreden.
    • Saraina 19.09.2018 22:15
      Highlight Highlight Die Europäer haben schon lange eine viel zu tiefe Geburtenrate. In hundert Jahren gibt es nicht mehr viele von uns.
    • Die Redaktion 20.09.2018 00:33
      Highlight Highlight @fandustic

      Wie wollen Sie sonst die Renten den Babyboomer sichern, mit den nicht geborenen Kindern vielleicht? Eventuell gehen auch die nicht vorhandenen Konzepte zur Altersvorsorge, aber darauf würde ich nicht zählen.
  • swisskiss 19.09.2018 18:52
    Highlight Highlight Salvini leidet unter der "italienischen Krankheit" wie jeder Politiker Italiens der letzten 30 Jahren. Statt zu versuchen den Staat finanziell auf gesunde Füsse zu stellen, mit der Bekämpfung der Schattenwirtschaft, der mafiösen Strukturen und der unglaublichen Steuerhinterziehung, werden Schwarze Peter gesucht, die Italien behindern seine finanziellen Probleme zu lösen. Sei es die EU, die Migranten, die Linken. Statt hinzustehen und auf den Ernst der Lage hinzuweisen, werden mit simplen Wahlkampfparolen absurde Versprechen gemacht. Und wie seit 30 Jahren. Scheitern vorprogrammiert.
    • rodolofo 19.09.2018 21:58
      Highlight Highlight Die Schattenwirtschaft ist doch nur eine Reaktion auf die korrupten Politiker, die insgeheim mit den Mafia-Organisationen zusammenarbeiten!
      Niemand will doch an einen solchen Räuberstaat Steuern bezahlen!
      Mein persönlicher Augenschein in Italien hat für mich ergeben: Alles läuft beeindruckend reibungslos weiter, so wie bisher.
      Das Politische Theater ist mit den Wellenbewegungen des Meeres zu vergleichen: Ein ständiges Auf und Ab. Und zwischendurch ist das Meer spiegelglatt, wie ein See. Oder die Wellen gehen hoch und überschlagen sich schäumend.
      Aber das Meer bleibt immer das Meer.
    • dmark 19.09.2018 22:01
      Highlight Highlight Holla. Der Ausspruch "Schwarze Peter gesucht..." ist aber sehr gewagt im Zusammenhang mit diesem Artikel hier... ;)
  • Pana 19.09.2018 18:38
    Highlight Highlight Ich zitiere mal Wikipedia:

    "Die Auswanderung von Italienern in verschiedene Länder Europas sowie Nord- und Südamerikas gilt als die größte Massenmigration der jüngeren Geschichte. Die Massenauswanderung von etwa 25 Millionen Menschen dauerte etwa von der Gründung des italienischen Staates im Jahr 1861 bis zum Wirtschaftsaufschwung der 1960er Jahre, genannt miracolo economico (Wirtschaftswunder). Vor allem im englischsprachigen Raum wird hierfür auch der Ausdruck „italienische Diaspora“ verwendet. Der Hauptgrund für die Auswanderung war die verbreitete Armut, vor allem der Landbevölkerung."
    • Spooky 20.09.2018 09:01
      Highlight Highlight @Pana
      Und du möchtest anscheinend,
      dass sich das wiederholt.
    • Pana 20.09.2018 17:59
      Highlight Highlight Dass sich was wiederholt?

      Millionen von Europäern sind zu Krisenzeiten ausgewandert. Wirtschaftsflüchtlinge. Man muss sich dessen bewusst sein, bevor man über Afrikaner wütet, die das selbe tun. Es ist kein neues Phänomen.
  • manhunt 19.09.2018 18:20
    Highlight Highlight grossmaul salvini ist in europa mittlerweile bekannt wie ein bunter hund. er redet ohne vorher zu überlegen und sein einziges thema ist die migration. das jedoch italien selbst seit jahrzehnten wirtschaftsflüchtlinge produziert, erwähnt er mit keinem wort. er sonnt sich in der aufmerksamkeit, die ihm wegen seinem geschwätz zuteil wird. ansonsten tun er und seine mitstreiter dasselbe wie ihre vorgänger: reden, sich die taschen füllen und wenn es zeit ist zu gehen, dann gehen sie wieder. und geändert hat sich wieder nichts. hat in italien mittlerweile tradition. leider.
    • bebby 19.09.2018 20:23
      Highlight Highlight damit kopiert Salvini die Methode von Trump - irgendwann wird Salvini Premierminister. Ihm darf man gar keine Plattform bieten.
  • aglio e olio 19.09.2018 17:55
    Highlight Highlight "«... In Italien haben wir das Bedürfnis, unseren Kindern zu helfen, weitere Kinder zu haben, nicht neue Sklaven zu haben, um die Kinder zu ersetzen, die nicht mehr geboren werden.»"

    "«Mit meinen Worten habe ich die Migranten verteidigt, die jemand als Sklaven ausnutzen will»"

    Finde nur ich, dass Herr Salvini eine spezielle Sicht auf Kinder hat?
    Was glaubt der wozu es Kinder gibt, wenn man diese durch Sklaven ersetzen könnte?
    • Alnothur 19.09.2018 21:24
      Highlight Highlight Wenn man aus demographischen Gründen "Menschen importiert" damit das System am Leben erhalten wird, anstatt die Probleme anzugehen, finde ich das recht fragwürdig. "Kommt gefälligst her und arbeitet für uns, damit wir gemütlich alt werden können" hat schon einen etwas kolonialistischen Unterton, nicht?
    • Die Redaktion 20.09.2018 00:38
      Highlight Highlight @Alnothur

      "Bleibt gefälligst dort wo ihr herkommt, damit wir...." Ja was eigentlich? ...noch weniger Junge Mitbürger haben? Je grösser die Zusammenhänge umso.... "Auländer raus"
  • Butterscotch&hardcandy 19.09.2018 17:43
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
  • Fulehung1950 19.09.2018 17:41
    Highlight Highlight Das einzige, was mir dazu einfällt:“Merde alors!“
  • Elendil91 19.09.2018 17:37
    Highlight Highlight Das dieser Herr keinen Anstand hat, bewies er leider schon öfters.
    Man könnte meinen er meine die ankommenden Migranten seien rechtlos und daher der Begriff. Aber nein er nennt sie Sklaven um sie in einem Begriff zu fassen, d.h. seine simple Logik ist: Schwarzafrikaner = Sklaven, vor welchen sich die Italiener schützen müssten.
    Widerlicher Typ.
  • MilfLover 19.09.2018 17:12
    Highlight Highlight Rassismus scheint wieder Salonfähig zu sein.
    • zombie woof 19.09.2018 17:43
      Highlight Highlight IST wieder Salonfähig
    • dmark 19.09.2018 21:35
      Highlight Highlight Nein, noch nicht ganz. Wenn es so wäre, dann hätte er nicht "Afrikaner" gesagt, sondern das "N-Wort" benutzt. Also etwas Luft ist da noch...
  • Bert der Geologe 19.09.2018 16:48
    Highlight Highlight Bei aller Sympathie für Politik-Korrektoren. Sklave ist doch kein Schimpfwort, sondern die Bezeichnung für einen rechtlosen Menschen, der ausgebeutet wird. In der Salviniaussage kommt das zwar zynisch rüber, aber nicht politisch unkorrekt. Man denke nur an die Pflücker in Spanien oder Italien.
    • TheWall_31 19.09.2018 17:21
      Highlight Highlight Völlig richtig. Danke.
    • Neruda 19.09.2018 17:38
      Highlight Highlight Lustigerweise werden sie ja, wie von dir angedeutet, gerade in Italien als Arbeitssklaven auf den Tomatenfeldern ausgenutzt. Da könnte Salvini direkt etwas dagegen tun, wenn er denn wirklich möchte.
    • Fulehung1950 19.09.2018 17:42
      Highlight Highlight Sheldon: aber Schlawi äh Salvini hat es genau nicht so gemeint, und wir alle wissen das genau.
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