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Dieser Angriff auf einen Journalisten war zu viel – Schlag gegen römischen Mafia-Clan



Die italienische Polizei hat im Küstenort Ostia nahe Rom Vermögen eines dort herrschenden Mafia-Clans in Millionenhöhe beschlagnahmt.

Zahlreiche Läden der Spada-Familie sowie andere Betriebe und mehr als ein Dutzend Autos im Wert von insgesamt mehr als 18 Millionen Euro seien konfisziert worden, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Die berüchtigte Familie habe ihr Firmenimperium mit Gewinnen aus Erpressung, Drogenhandel und Kredithai-Geschäften aufgebaut, hiess es in einer Mitteilung der Finanzpolizei Guardia di Finanza weiter.

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Aufnahme der Guardia Finanza während der Operation gegen den Spada-Clan.

Der Clan betrieb in dem Ort, der einer der Stadtbezirke Roms ist, unter anderem Bäckereien, Tankstellen, Fitnessstudios, Tanzschulen und Spielhöllen – sie alle wurden beschlagnahmt. Roms Bürgermeisterin Virginia Raggi sprach in einem Tweet von einem «schweren Schlag für den Spada-Clan». Sie dankte zugleich der Finanzpolizei und den Richtern, die das Vorgehen gegen den Clan genehmigt hatten.

2017 hatte ein Clanmitglied in einem Boxstudio der Mafiafamilie einen Journalisten des TV-Senders RAI angegriffen, der in Ostia über die Familie berichten wollte. Seit dem Vorfall gab es eine Welle von Verhaftungen und Prozessen gegen den Spada-Clan. Drei Mitglieder wurden im vergangenen September wegen Mafia-Zugehörigkeit zu jeweils lebenslanger Haft verurteilt.

Die Gegend um das etwa 30 Kilometer südwestlich von Rom entfernte Ostia wird seit langem mit dem organisierten Verbrechen in Verbindung gebracht. Die örtliche Regierung war zwischen 2015 und 2017 wegen Mafia-Infiltration suspendiert worden. Mehr als 200 000 Menschen leben in und um Ostia. (sda/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • {Besserwisser} 22.04.2020 19:57
    Highlight Highlight Eins der grössten Probleme in Italien ist, dass es noch zig Orte mit Clans wie in Ostia gibt... Die Staatsmacht wird seit jeher von allen Seiten arg untergraben.
  • Magnum 22.04.2020 17:42
    Highlight Highlight Gut, dass Mafia-Schläger mit schamloser Gewalt gegen Medienschaffende im Italien des 21. Jahrhunderts nicht mehr straflos davonkommen. Mehr noch: Der tumbe Schläger hat den Niedergang seines eigenen Clans eingeläutet.

    Wäre allerdings noch besser, wenn nicht zuerst Medienschaffende ins Krankenhaus geprügelt werden müssten, ehe die Staatsanwaltschaft genauer hinschaut.

    Italien kann sich nur selbst von diesem Krebsgeschwür befreien.
  • champedissle 22.04.2020 17:17
    Highlight Highlight Die Mafiose verkriechen sich wie Ratten in den Löchern. Das zeigt am besten ihren Charakter. Von der Bevölkerung sind sie mittlerweile ausgestossen und geächtet. Schade, dass in Rom noch nicht "ausgeputzt" wurde. Dort hat es noch Hunderte von Ratten
  • DeDanu 22.04.2020 15:20
    Highlight Highlight Die Realität hat den Plot des Films und der Serie Suburra welche vom Spada Clan in Ostia handelt, ziemlich exakt bestätigt. Sehr sehenswert und eindrücklich die Verfilmung. Die jetzigen Geschehnisse machen die Geschichte noch viel sehenswürdiger.
  • Salamikönig 22.04.2020 14:44
    Highlight Highlight Lebenslanger Haft für einen Mafiaangehörigen, aber für einen "normalen" Mörder 15 Jahre?
  • N. Y. P. 22.04.2020 14:22
    Highlight Highlight Das organisierte Verbrechen.

    Nicht überall ist es so offensichtlich, wie hier in Italien.

    Es gibt Länder, da sitzt das organisierte Verbrechen ganz smart in allerlei Institutionen. Es gibt Länder, da schafft es der höchste Anwalt des Landes, ein Verfahren, wo die Beweise (Unterschriften, Überweisungen) zu 100% wasserdicht sind, 15 Jahre !! zu verschleppen. Und die ganze S..bande kommt strafffrei davon.

    Ob mit Pistolen oder mit Eloquenz, DAS, meine Damen und Herren, macht für mich keinen Unterschied.
  • homo sapiens melior 22.04.2020 14:15
    Highlight Highlight Ich hoffe, der Prügler wurde für lange Zeit dort versorgt, wo er hingehört.

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