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«Salvini wird einen hohen Preis dafür zahlen, dass er die Italiener verraten hat»



Italian Deputy Prime Minister and Interior Minister, Matteo Salvini embraces an emotional supporter at the end of a political rally as part of his 'Italian summer tour', in Taormina, Southern Italy, Sunday, Aug. 11, 2019. Italy on Friday edged closer to holding an election as early as this fall that could move the country farther to the right, with anti-migrant Deputy Premier Matteo Salvini already unofficially campaigning for the premiership and declaring it makes â??no senseâ? to keep alive the feuding populist coalition government. (Carmelo imbesi/ANSA via AP)

Bild: AP

Italiens Vize-Regierungschef Matteo Salvini ist nach dem Bruch der Koalition mit Protesten konfrontiert. Einige Dutzend Menschen beschimpften in der sizilianischen Stadt Vittoria den Innenminister und Lega-Chef, der derzeit durch Sizilien tourt.

Auch im sizilianischen Catania hatten einige Demonstranten am Sonntagabend den italienischen Innenminister beschimpft. Auf Salvinis Facebook-Seite mehrten sich die Kommentare wütender Lega-Anhänger, die den Innenminister wegen des Bruchs mit dem Koalitionspartner Fünf Sterne scharf kritisierten und ihm «Verrat» vorwarfen.

«Salvini wird einen hohen Preis dafür zahlen, dass er die Italiener verraten hat», schrieb Fünf-Sterne-Chef und Vizepremier Luigi Di Maio auf Facebook. Er leitete am Montag eine Versammlung aus Parlamentariern seiner Partei, der stärksten Einzelkraft im italienischen Parlament.

Die Lega hatte am Freitag angekündigt, im Senat ein Misstrauensvotum gegen die von Ministerpräsident Giuseppe Conte geführte Regierung einzubringen. Mit dem entzogenen Vertrauen wäre die Populisten-Allianz aus Lega und Fünf-Sterne-Bewegung auch formal am Ende. Die vom parteilosen Premier Conte geführte Regierung ist seit Juni 2018 im Amt.

Salvini hatte die Regierung am Donnerstag in die Krise gestürzt und dafür ein Votum der Fünf-Sterne-Bewegung gegen ein von der Lega unterstütztes Bahnprojekt zum Anlass genommen. Der Rechtspopulist machte am vergangenen Donnerstag klar, dass er für das Bündnis keine Zukunft mehr sieht und die Italiener schnellstmöglich wählen lassen will. (aeg/sda/apa)

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quelle: dpa-zentralbild / britta pedersen
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